Augen auf: Russland korrigiert die Historie der 90er Jahre

Augen auf: Russland korrigiert die Historie der 90er Jahre
 
Etwas weniger als 100 Prozent der politisch interessierten Weltbevölkerung glaubt, dass die Thematik „Ukraine“ für Russland gegenwärtig die wichtigste zu lösende Aufgabe ist. Die Thematik „Ukraine“ ist wichtig, aber es könnte sein, dass es für Russland Wichtigeres gibt.
 
 
Seit dem 24. Februar 2022, dem Beginn der EntNAZIfizierung, der EntNATOisierung, der EntBIOisierung, der Entmilitarisierung, der Neutralisierung der Ukraine, schaut fast die gesamte Welt nur auf die Ereignisse in der ehemaligen, undankbaren Sowjetrepublik. Viele westliche Staaten sehen ihre Chance, durch Militärhilfe aller Art, ihre Altbestände an Waffen und Munition aufzubrauchen und somit ihre Armee modernisieren zu können. Gleichzeitig hofft man, Russland in einen, sich ewig fortsetzenden Konflikt hineinziehen zu können, ohne selber ein Risiko einzugehen. So lange wie noch ein Ukrainer lebt, der kämpfen kann, wird dieses Konzept aufgehen.
 
Nun beobachten wir aber auf russischer Seite ein merkwürdiges Phänomen.
 
Ursprünglich war die Welt davon ausgegangen, dass die russische Armee die Ukraine in drei, vier Tagen einnehmen wird. Von russischer Seite wurde dies aber niemals von kompetenten und bevollmächtigten Vertretern des Staates so gesagt. Alle glaubten, dass die ukrainische Bevölkerung die russischen Soldaten mit Brot, Salz und Blumen erwartet und die ukrainischen Soldaten scheuern nochmal schnell die Fußböden der Kasernen, um diese sauber und tipp topp an die russischen Soldaten übergeben zu können. Aber dem war nicht so, die Kämpfe ziehen sich hin und Russland, so mein Eindruck, hat überhaupt keine Eile, den Militäreinsatz in der Ukraine zu beenden.
 
Die Begründungen für das bedächtige Vorgehen der russischen und der verbündeten Truppen, sind auch logisch verständlich: Man will Opfer unter den russischen und verbündeten Soldaten vermeiden, aber auch unter der ukrainischen Zivilbevölkerung. Dass scheint zu gelingen. Und jeden Tag liest man in den russischen Medien, dass wieder ein Dorf eingenommen wurde oder eine Straßenkreuzung.
 
Der ungeduldige Russland-Fan findet keine Erklärung für diese Vorgehensweise. Ihm reichen auch die offiziellen Argumente nicht. Sie klingen zwar logisch, sind aber dennoch nicht restlos überzeugend.
 
Mir geht es ähnlich und wenn mich irgendwelche Fakten nicht überzeugen, beginne ich nachzudenken. Manchmal komme ich zu nachvollziehbaren Lösungen, manchmal aber auch nicht. Ab und zu treffe ich auch mal einen Bekannten, irgendwo in der Sauna oder im Supermarkt, der mir neue Denkanstöße gibt.
 
Im Fall der Ukraine bin ich zu einer ganz merkwürdigen neuen Überlegung gekommen, die all dem widerspricht, was gegenwärtig von der Welt wahrgenommen und diskutiert wird. Die Ukraine ist für Russland gar nicht das Hauptproblem. Das Hauptproblem ist Russland selber und man nutzt die Ereignisse in der Ukraine, um die innenpolitischen Probleme in Russland ungestörter lösen zu können.
 
Worum geht es, wovon spreche ich?
 
Leser und Zuschauer, die meine Internetauftritte verfolgen, erinnern sich an eine Serie von Beiträgen Ende 2021, die ich jetzt, auf Bitten meiner Zuschauer, wiederholt habe. Sie lief unter dem Titel: „Russlands Souveränitätsverlust oder Wie Russland zur US-Kolonie wurde“ – insgesamt zehn Beiträge.
 
Kurz zusammengefasst ging es in diesen Beiträgen darum, wie die USA und andere westliche Staaten, den Zusammenbruch der Sowjetunion organisiert hatten, wie danach die Leichenfledderei begann, höflich auch als Privatisierung bezeichnet, wie die USA zehntausende sowjetischer, dann russischer Bürger, zur Kopfwäsche in die USA geholt haben, wie man das gesamte gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle, politische und militärische System zerstört hatte.
 
Die USA und deren Verbündete haben perfekte Arbeit geleistet. Und die USA glaubten sich wirklich schon auf der Finish-Strecke im 99. Jahr des vorigen Jahrhunderts.  
 
Doch plötzlich entschied sich Jelzin, einer der vier Hauptverräter an der Sowjetunion, die Regierungsverantwortung an Wladimir Putin zu übergeben. Und dieser Putin hatte eine völlig andere Vorstellung, wie sich das Land entwickeln sollte. Er wollte, dass sein Vaterland souverän ist, wirtschaftlich stark, politisch und kulturell interessant. Er wollte die Kolonialisierung des Landes durch die USA, mit ihren Verbündeten, beenden.
 
Da Putin vor seiner Funktion als Präsident Russlands bereits als Direktor des FSB und als Premierminister gearbeitet hatte, war ihm die Gesamtproblematik der zu lösenden Aufgaben völlig klar. Dass dieser Mann vor diesem Wust an Aufgaben nicht kapitulierte, nicht das berühmte Handtuch warf, muss bei uns eigentlich unbegrenzte Hochachtung hervorrufen. Der Mann hat sein Leben in den Dienst des Staates gestellt und sein privates Leben diesem Staat geopfert. Wenn er irgendwann die Regierungsverantwortung abgibt, hoffe ich, dass er als „Vater der Nation“ in den Ruhestand geschickt wird.
 
Was aber hat Putin vorgefunden?
 
Den völligen Ausverkauf des Landes, getarnt als Privatisierung. Alle Aktiva des Landes wurden für billiges Geld und mit Hilfe russischer (sowjetischer) Strohmänner, an westliche Investoren verscherbelt.
 
Das gesamte russische Mediennetzwerk wurde mit US-loyalen Journalisten unterlaufen.
 
Das russische Schul- und Bildungssystem wurde zerschlagen und nach westlichem Muster neu organisiert.
 
Die Wirtschaft wurde zerschlagen und das Land wurde mit westlichen Importen abhängig gemacht. Eines der markantesten Beispiele ist die russische zivile Luftfahrt, aber auch die Fahrzeugproduktion.
 
Die Bodenschätze Russlands, Öl, Gas, Gold, Edelsteine und weitere, wurden in ausländische Privathände übergeben. Russland verlor die Kontrolle über seine strategischen Reichtümer.
 
Das Bankensystem wurde kriminalisiert, die Währung in den Default getrieben.
 
Ich könnte die Liste fortsetzen.
 
Wie kann man dies alles wieder korrigieren?
 
Seit 22 Jahren arbeitet der russische Präsident daran, hat unbestritten Erfolge erzielt, aber den wirklichen „Ruck“ hat es im Lande nicht gegeben.
 
Es gibt zu vieles im Land, was die Arbeit des Präsidenten ausbremst. Es gibt zu viele im Land, die im Stillen Prozesse ausbremsen, denn darauf sind sie in den 90er Jahren in den USA vorbereitet worden.
 
Es gibt zu viele, die die Rolle der Opposition spielen, einer unsachlichen, einer destruktiven Opposition, einzig mit dem Ziel, eine Entwicklung des Landes nicht zuzulassen.
 
Es gibt zu viele in der Kultur, die vergessen haben, dass sie Russen sind. Westliche Kultur soll mittel- und langfristig die russische Identität vergessen machen.
 
Es gibt zu viele, die in der Wirtschaft, an den Gesetzen vorbei, Geld verdienen und dieses ins Ausland verbringen, anstelle es im eigenen Land zu investieren.
 
Also, wie kann man dies alles korrigieren?
 
Stalin hatte dafür eine einfache Lösung: „Ein Mensch, ein Problem. Kein Mensch, kein Problem“ – so eine seiner Äußerungen, auch praktisch umgesetzt.
 
 
Die Stalin-Zeiten sind aber vorbei und eine Säuberungswelle wie zu Stalins Zeiten wird es nicht geben.
 
Vater Putin soll, glaube ich den Äußerungen mir bekannter Personen, die persönlich Kontakt zum Landesvater haben, streng, sehr streng sein, aber ein Diktator ist er nicht und will es auch nicht werden.
 
Also muss eine andere Methode gefunden werden, um das Land im Inneren sauber zu bekommen. Da reicht die Verhaftung des kriminellen Extremisten Nawalny nicht aus. Es gibt Zehntausende dieser Nawalnys in Russland, die allerdings weniger öffentlichkeitswirksam ihre Wühl- und Schadarbeit in allen Bereichen der Gesellschaft leisten.
 
Nachdem ich nun mit wehleidigem Klagen in die Vergangenheit geschaut habe, machen wir jetzt einen Sprung nach vorn, zum Datum 24. Februar 2022. Ich hoffe, dieses Datum wird irgendwann einmal einen Ehrenplatz im Kalender der russischen Feiertage erhalten.
 
Und was sehen wir, was danach passiert ist? Was sehen wir bis zum heutigen Tag?
 
Wir sehen, wie sich sehr viele westliche Firmen aus Russland verabschieden – Firmen, die häufig seit den 90er Jahren, den Jahren der Leichenfledderei, den Jahren der Privatisierung, den Jahren der Gesetzlosigkeit in Russland tätig waren und sich die Reichtümer des Landes „forn Appel und nen Ei“ angeeignet haben. Jetzt bekommt Russland vieles zurück – auch „forn Appel und nen Ei“. Alles passiert freiwillig. Kein Putin, Schoigu, Lawrow, Bordnikow oder Naryschkin haben diese Firmen außer Landes getrieben. Sie gehen freiwillig, einzig gezwungen durch die Politik der russophoben Staaten und Russland bekommt das zurück, was ihm sowieso gehört.
 
Nicht wenige Künstler und Kulturschaffende, aber auch Sportler, häufig bekannte Namen, haben das Land verlassen. Man säubert also diesen wichtigen Teil der Gesellschaft, ohne selber als Staat aktiv werden zu müssen. Diese Leute, die Russland, ihr Vaterland, wohl nur als großzügigen Sponsor und Förderer missbraucht haben, gehen freiwillig und kommen hoffentlich nie wieder. Es wird eine ideale Ausgangssituation für die Entwicklung bzw. Wiederherstellung der russischen Kultur und des russischen Sports geschaffen.
 
Banken verlassen das Land, wenn auch nicht in großer Zahl. Dafür hat Elvira Nabiullina durch ihre Säuberungsaktion seit Mitte 2013 schon gesorgt. Der Finanzsektor geht in russische Hände über. Durch die Sanktionspolitik des Westens versuchen viele westliche Aktienbesitzer, die häufig nicht bekannt sind, ihre Aktien loszuwerden – natürlich mit erheblichen Verlusten. So gelangen auch diese Anteile zurück in das Land und zukünftig brauchen keine Dividenden aus Bankentätigkeiten oder auch aus Tätigkeiten anderer Unternehmen in der russischen Wirtschaft, mehr ins Ausland überwiesen werden. Der Begriff „Kapitalflucht“ könnte bald aus dem russischen Tageswortschatz verschwinden.
 
Journalisten und solche, die sich dafür halten, verlassen den russischen Medienmarkt und das Land. Auch sie verlassen es freiwillig – niemand treibt sie in den Wertewesten. Sie treiben ihr Unwesen nun bei westlichen Medien, aber zumindest nicht mehr im eigenen Land und haben keine Möglichkeiten mehr, direkt vor Ort Recherchen anzustellen und die Welt mit tendenziösen oder gar falschen Meldungen und Bildern zu versorgen.
 
Mit anderen Worten: Die gegenwärtige Situation ist der Befreiungsschlag für Russland aus der amerikanischen Kolonialisierung und der Beginn für die Wiederherstellung der Souveränität des Landes. Alles passiert auf freiwilliger Basis, ohne das Russland mit seinen Strukturen in irgendeiner Weise innenpolitischen Druck ausüben muss.
 
Die Sanktionen des Westens gegenüber Russland sind ein idealer Stimul, um die Wirtschaft in Russland zu russifizieren.
 
Und die sich lange hinziehende Militäroperation scheint den Westen auch an seine materielle und finanzielle Leistungsgrenze oder aber Leistungsbereitschaft zu bringen. Irgendwann ist Schluss und die russophoben Staaten müssen erklären, dass es nun kein Geld und keine Granaten mehr gibt. Ein militärtechnisch verausgabter Westen ist ein idealer Gesprächspartner für zukünftige Verhandlungen zur europäischen Sicherheit – also genau das, was Präsident Putin im Dezember 2021 vorgeschlagen hat.
 
Klar ist, dass dieser Prozess nicht über Nacht vor sich geht. Und damit er aber überhaupt  und möglichst komplett vor sich geht, wird Zeit gebraucht und eine Ablenkung. Und diese Ablenkung sind die russischen Aktivitäten im Nachbarland.
 
Ein Familienmitglied wird erzogen, bekommt gegenwärtig auch, da es besonders ungezogen war, ein paar kräftige, aber humane, Schläge, auf den Popo.
 
Und wenn die Militäroperation noch ein Jahr dauert, so haben wir in Russland zwar noch keine ideale russische Wirtschaft, haben vielleicht eine Million untreuer, westlich illusionierter Bürger weniger, aber zumindest eine neue russische Gesellschaft.
 
Und unser ukrainisches Familienmitglied wird dann auch wieder artig sein.
 
Stören tut uns der Westen bei der Entwicklung unserer Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur gegenwärtig nicht – ganz im Gegenteil, er hilft sogar mit seiner Phobie. Aber Dankbarkeit werden wir trotzdem nicht zeigen.
 
Sie sahen einen Beitrag von „Baltische Welle“. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Tschüss und Poka aus Kaliningrad
Reklame

Kommentare ( 7 )

  • Müller-Thurgau

    Veröffentlicht: 21. August 2022 15:29 pm

    Interessante Überlegungen. Ist die Operation gegen ukrainische Nazis in Wirklichkeit *vorrangig* gegen ungünstige Entwicklungen und gegen feindliche Kräfte im Innern gerichtet? Wahrscheinlich nicht, aber es könnte ein erfreulicher Nebeneffekt sein. Ob der Nebeneffekt im eingetretenen Ausmaß vorhersehbar war, kann man bezweifeln. Die Langsamkeit der militärischen Operation mag unwichtig oder sogar geplant gewesen sein, aber ich habe darin von Anfang an ein zusätzliches Risiko gesehen, weil die Unwägbarkeiten mit jedem Tag zunehmen. Die Gefahr eines großen Krieges ist nicht gebannt, sie steigt. Das Kiewer Regime wird immer weiter hochgerüstet und für die neuen Waffen braucht man nicht so viele Kämpfer an der Front.
     
    Im Innern ist noch viel zu tun. Das zeigt auch das Attentat auf Darja Dugina, das eigentlich ihrem Vater galt. Vielleicht braucht Rußland doch ein paar schnelle Säuberungen und nicht nur geduldiges Vorgehen.

  • Manfred SCHARTOW

    Veröffentlicht: 21. August 2022 17:31 pm

    Interessante Argumente.....doch der angestoßene Prozess in Russland hat x-Unwägbarkeiten. vor allem der Egoismus des Menschen, auch des Russischen.
    Das hehre Ziel der Aktion der Ukraine wird erfüllt, Erfüllt aber ist , dass die Krim nun wieder mit ausreichend Trink-Wasser versorgt wird und wohl auch mit Strom aus Saporoshez ö.ä.
    Der angezeigte notwendige "Säuberungsprozess" in Russland kann aber nicht auf Kosten der zugebilligten Souveränität eines Staates erfolgen. Und wie sich derzeit zeigt, widersetzen sich doch nicht nur, Asow, Aidar oder Kraken und der Presseclub in Kiew den Staatszielen Russlands.
    Wobei das Unterhaltungsprogramm dieses Kiewer Presseclubs ganz schnell vorbei wäre, wenn Russland auch einen radikalen Reinigungsprozess gegenüber den unfreundlichen Staaten vollziehen würde. Russland lässt sich beschmutzen! Was soll das?

    Und es sei daran erinnert, dass Russland vielen Industriestaaten mit deren jeweils eigener Waffenproduktion gegenübersteht.
    Give Peace a. Chance

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 22. August 2022 09:15 pm

    Daß der Egoismus hehre Ziele schnell vergessen läßt, haben breite Kreise der ehemaligen DDR Bürger eindringlich demonstriert, als sie mit wehenden Fahnen, entgegen ihrem politischen Verstand, in ein vermeintliches Paradies überwechselten.
    Bilder sind es, die die Menschen vorrangig beeindrucken, und in derem wirkungsvollen Einsatz war und ist der Westen unübertroffen.
    Das Bildbearbeitungsprogramm blieb dabei verborgen und unauffällig im Hintergrund.
    "Haben" taten alle alles wollen, aber an dem "Bekommen" hingen nicht nur ein gesicherter Arbeitsplatz, eine bezahlbare Wohnung, und ein soziales Netz, sondern auch der Anspruch auf eine gute Aus- und Bildung.
    Ich persönlich glaube nicht, daß der Widerstand, den "Asow" und & erbringen, zum Nutzen des Staates Ukraine beiträgt, und somit auch nicht den Volkeswillen wiedergibt.
    Für den Fall, daß M.Schartow mit seiner Formulierung der Ukraine den Status "souverän" zuordnet, dann...
    siehe Deutschland !!!

  • loyalo nilats gleichgesinnter

    Veröffentlicht: 22. August 2022 11:16 pm

    uen, eine wirklich gute darstellung der dinge, wie sie hoffentlich auch realisiert wird. spricht mir aus dem herzen.
    poka nach kaliningrad und an alle vernünftigen auf dieser seite.
    nilats

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 22. August 2022 20:17 pm

    Manfred SCHARTOW
    Veröffentlicht: 21. August 2022 17:31 pm
    "Und wie sich derzeit zeigt, widersetzen sich doch nicht nur, Asow, Aidar oder Kraken und der Presseclub in Kiew den Staatszielen Russlands."

    "In der Region Charkow nahmen die Kräfte der LNR-Volksmiliz einen Kämpfer des neonazistischen Kraken-Bataillons fest. ... Nach Angaben des Kämpfers war seine Einheit an der Folterung russischer Kriegsgefangener und an Massakern an Soldaten der ukrainischen Streitkräfte beteiligt, die sich weigerten, die kriminellen Befehle Kiews auszuführen.
    Er sagte, dass die Mitglieder des Kraken-Bataillons nicht nur als Sperreinheit fungierten, sondern auch gerichtliche Aufgaben gegenüber den Anwohnern wahrnahmen. Die Neonazis entführten Ukrainer, die auf die eine oder andere Weise die russische Politik unterstützten ...."
    Könnten die Zeilen zum Nachdenken anregen, wenn auch berichtet wurde, daß die Kraken allein 100 ukr. Soldaten füsilierten, weil diese vor dem russischen Beschuß flüchteten.

  • Manfred SCHARTOW

    Veröffentlicht: 22. August 2022 22:53 pm

    Es ist ein Krieg in der Ukraine, der droht über die Ukraine sich zu entfalten. Die früheren Separatistengebiete, eigenständige Republiken, wollten mit Autonomiestatus Teil der Ukraine bleiben. Selensky hatte versprochen, die Sache zu vollziehen, deshalb eine sehr große Zustimmung bei seiner Wahl. Hat er aber nicht, statt dessen hat er sich degradieren lassen. Wäre MinskII realisiert worden.....dann wäre die Krim durch die autonomen Gebiet mit Wasser versorgt worden. Das sollte man immer mit beachten!
    Da sich das Wasserproblem auf der Krim Jahr für Jahr verschärfte.....ziehe deinen eigenen Schlussfolgerungen!
    Die Ukraine ist auch religiös-kulturell gespalten, In der Westukraine wirkt immer noch die einstige polnische Historie und im Osten russisch-orthodox. Einher geht damit auch die Schreibweise ,lateinisch oder kyrillisch.
    Ein vielfaches Mix in einem Grenzland und dann noch der Kulturkampf Schaschlyk, Bortsch gegen McDonalds, Niva gegen Jeep, Mosfilm gegen Hollywood, Rubel - Dollar

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 23. August 2022 07:50 pm

    Wie ich sehen kann, wird hier mit hohem Wissensstand über die Historie des heute mit Ukraine bezeichneten Territoriums diskutiert.
    Mir fehlt da das umfangreiche Fachwissen, aber es gibt für mich einige Eckpunkte für eine grobe Meinungsbildung.
    Wir beziehen uns da auf den Zeitraum von zirca 1920 bis 1990, also 70 Jahre, in denen nach WK1 per Dekret aus einem Vielvölkergebiet eine Sowjetrepublik, keine Nation, kreiert wurde.
    Darin eingeschlossen waren ur-russische Gebiete, sprachlich und religiös vom Westteil separiert.
    Selbst die heute als annektiert falsch dargestellte Krim, die nur durch eine symbolische Schenkung, der im Rahmen einer Sowjetunion nicht die Bedeutung zukam, die man ihr heute beimisst, war nur während der Hälfte dieser Zeit unter der Verwaltung der Ukraine.
    Meines Wissens wird selbst nach Scheidungen bei groben Verstößen über Schenkungen neu befunden.
    Und die betroffenen Menschen haben, nach einer langen Erfahrung, ihre Meinung im Referendum eindeutig bekundet.

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung