Banken in Russland bald in russischen Händen?

Banken in Russland bald in russischen Händen?
 
Die westliche Solidargemeinschaft der russophoben Demokratien verhängt seit Monaten gegen Russland die schrecklichsten aller schrecklichen Sanktionen. Liest man dann aber Informationen aus westlichen Quellen, so entsteht schon die Frage, wer die größeren Verluste im Ergebnis der Sanktionen hat.
 
 
Gegenwärtig beeindrucken schon die Summen ihrer Verluste, die westliche Firmen nennen, wenn sie mitteilen, dass sie Russland verlassen. Die Verluste, sehr häufig im US-Dollar- oder Euro-Milliardenbereich, setzt sich prinzipiell aus zwei Verlustkomponenten zusammen. Zum einen aus den Umsatzverlusten und den noch zu bezahlenden Kosten für Löhne, Sozialleistungen, Mieten u.ä. und zum zweiten aus dem Verkauf von Aktiva. Da dies häufig unter hohem Druck und ohne große Alternativen geschieht, werden die Anteile für „`nen Appel und `nen Ei“ an ehemalige Partner oder Konkurrenten verscherbelt. Beeindruckend sind auch Zahlen der doch relativ kleinen Firma McDonalds, die monatliche laufende Kosten von 27 Mio. USD gegenwärtig noch zu begleichen hat und zukünftig auf 50 Mio. USD monatlichen Umsatz verzichtet. Ich bezeichne McDonalds als kleine Firma, weil diese Verluste, im Vergleich zu anderen Firmen, wirklich Kleinkram, Peanuts sind.
 
Nehmen wir nur das Beispiel der russischen Banken, die wohl häufig gar keine russischen Banken sind, wie sich jetzt herausstellt. Viele Banken haben ausländische Besitzer, die wohl jetzt in Panik geraten sind und über einen beschleunigten Rückzug aus Russland nachdenken.
 
Russische Medien teilen mit, dass alle diese Banken bereits im ersten Quartal begonnen haben im Milliardenbereich Reserven für den Fall zu schaffen, dass man Russland verlassen muss. Eine Bank zu schließen, und den Kunden ihre Gelder nicht zu erstatten, ist keine gute Empfehlung für die weitere Existenz dieser Banken in der „westlichen antirussischen russophoben Welt“, wo man zwar die Russen nicht liebt, dafür aber sein Geld. Ein schlechtes Image der Bank, die sich unehrenhaft zurückzieht, hat auch Konsequenzen in anderen Ländern. 
 
Russische Medien bezeichnen die Verluste der Banken, die in Russland tätig sind mit mehr als sieben Milliarden USD im ersten Quartal. Alleine die Bank UniCredit soll 915 Mio. Euro verloren haben. Um weitere Verluste abzufangen, hat UniCredit jetzt Reserven von 1,23 Mrd. Euro geschaffen. Damit hofft man, die Stabilität der Arbeit der Bank bis 2024 erhalten zu können.
 
Die Rosbank, die bereits ihren Besitzer gewechselt hat (Societe Generale) und zu ihrem ehemaligen russischen Eigentümer zurückgekehrt ist, hat Verluste von 113 Mio. Euro eingefahren – Kleckersummen im Vergleich zu UniCredit. Allerdings hat die Bank im vergangenen Jahr noch 26 Mio. Euro Gewinn eingefahren. Da relativieren sich diese Kleckersummen natürlich erheblich. Auch diese Bank ist gezwungen, Reserven zu schaffen – 561 Mio. Euro. Reserven sind natürlich immer gut, aber es sind nichtprofitable Aktiva, die an anderen Stellen Geld verdienen könnten.
 
 
Die österreichische Raiffeisen Bank International, eine der wenigen Banken, die sich mit ihrem wahren Gesicht zeigt, hat keine Verluste zu verzeichnen, sondern meldet sogar einen Gewinn von 96 Mio. Euro. Trotzdem hat man Reserven im Gesamtumfang von 105 Mio. Euro geschaffen. Die Bank dementiert keine Informationen, über einen möglichen Rückzug aus Russland.
 
Die bisher genannten Ziffern sind Verluste, die bisher schon durch die veränderten wirtschaftlichen Bedingungen entstanden sind. Experten dieser Banken kommentieren, dass man gegenwärtig die Arbeit noch fortsetzt, aber auch damit rechnet, dass die Tätigkeit ausländischer Banken, auch wenn die Bezeichnung russisch klingt, verboten werden könnte. Das bedeute defacto Totalverlust, selbst wenn man einen Käufer finden würde, der für Kopeken diese Banken übernehmen würde.
 
Die Frage, wer wohl die größeren Verluste hat, oder aber ob sich die Verluste der westlichen Wirtschaft wirklich rechnen, um die Freiheit und Demokratie in der NAZIonalistisch verseuchten Ukraine zu erhalten, ist also durchaus berechtigt.
 
 
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Kommentare ( 1 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 9. Mai 2022 17:47 pm

    Manchmal kommen mir die einzelnen EU-Länder vor wie unselbständige Schafe des US-Schäfers. Der hält sich diese EU-Kommission in Brüssel als äußerst aggressive Hütehunde. (Die wirklichen Hütehunde mögen mir diesen unsäglichen Vergleich verzeihen.)
    Der Schäfer in Übersee ist selbst nicht in der Lage, seine ausgedachten Gemeinheiten gegen einen ihm nicht folgenden Gegenpart durchzusetzen.
    Seine Schafe sollen aber dessen Felder kahl fressen, um zur großen Freude des US-Schäfers ihm einen großen Schaden zuzufügen. Da es aber bei den Schafen wohl auch welche gibt, die damit eigentlich gar nicht einverstanden sind, hat er sich eine Meute von blutrünstigen Hütehunden zugelegt, die in Brüssel hocken und jedes EU-Schaf reißen wollen, was nicht in die vorgegebene Richtung trottet. Nur die derzeitige Leithündin Uschi ist wohl unbestritten die unterwürfigste und beißwütigste aber nicht die intelligenteste ihrer Meute. Sollen doch die Schafe selbst entscheiden was und wo sie weiden wollen.

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