Chef der russischen Auslandsaufklärung: Im Westen nichts Neues

Chef der russischen Auslandsaufklärung: Im Westen nichts Neues
 
Der Chef der russischen Auslandsaufklärung Sergej Naryschkin äußerte die Ansicht, dass nicht zu erkennen ist, dass sich nach den Wahlen in den USA, irgendetwas im Verhältnis zwischen beiden Ländern ändern wird – egal, wer die Wahl gewinnt.
 
 
Vergleicht man die Berichterstattung in russischen und deutschen Medien zum Thema der Wahlen in den USA, so stellt man erhebliche Unterschiede fest: Bei der Berichterstattung in Deutschland gewinnt man den Eindruck, als ob Deutschland ein Bundesstaat der USA ist und somit unmittelbarer Teilnehmer an den Wahlen.
 
In Russland gewinnt man den Eindruck, als ob alles vermieden werden soll, was die USA veranlassen könnte, Russland wiederum zu beschuldigen, die Wahlen in den USA beeinflusst zu haben. Es wird somit wenig berichtet, erheblich weniger als in Deutschland.
 
Videoeinspielung: Außenminister Lawrow zu den US-Wahlen
 
Und zu dem Wenigen, was berichtet wird, gehört auch eine Meinungsäußerung des Mannes, der es eigentlich wissen muss: der Chef der russischen Auslandsaufklärung Sergej Naryschkin, Mitglied der Sanktionsliste westlicher Staaten und somit ehrenwerte Person in Russland. Er kommentierte, das sich im Verhältnis zwischen beiden Staaten nach den Wahlen nichts ändern wird, völlig egal, wer diese Wahlen gewinnt.
 
Grafik: Mitglieder westlicher Sanktionslisten
 
„Wir sind natürlich an einem breiten Dialog interessiert und an der Entwicklung gleichberechtigter Beziehungen in der Zusammenarbeit beider Länder. Aber, leider, sehen wir gegenwärtig keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass wir uns so einer Herangehensweise in der amerikanischen Politik nähern. Das betrifft sowohl die Demokraten, wie auch die Republikaner“, - so der russische Chefaufklärer Naryschkin im Interview mit RIA-Novosti.
 
Naryschkin spekuliert auch zum Thema „Briefwahl“ in den USA. Er glaubt, dass dieses System in den USA zu einer Verzögerung der Bekanntgabe der Wahlergebnisse führen könnte. Zum einen können hierfür rein technische Gründe Ursache sein, zum anderen aber auch, dass das System der Briefwahl rechtlich angefochten wird.
 
Videoeinspielung: Präsident Putin zu den US-Wahlen 2020
 
Allerdings hatte Naryschkin nicht vergessen zu erwähnen, dass die USA es zwar einerseits nicht mögen, wenn sich andere in ihre inneren und äußeren Angelegenheiten einmischen, selber aber dies gerne tun. Ihm, bzw. seinem Dienst, liegen Informationen vor, wonach die Amerikaner versuchen, das Verhältnis zwischen Russland und China zu beeinflussen. Man sei über dieses oder jenes Gespräch informiert, welches die Amerikaner mit diesem oder jenem führen, mit den Thesen die Amerikaner verbreiten, mit provokativen Untertönen die in Gesprächen anklingen … so Naryschkin über seine Aufklärer in der internationalen Arena, der unsichtbaren Front.
 
Videoeinspielung: Putin zu seiner Arbeit als Aufklärungsoffizier

 

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