Das Ende aller Sanktionen scheint gekommen

Das Ende aller Sanktionen scheint gekommen
 
Eine unscheinbare Meldung in den russischen Medien am heutigen 3. Mai, scheinen viele überlesen zu haben. Sie scheint aber das wichtigste Ereignis des bisherigen Jahres zu sein und übertrifft in der Bedeutung sogar den Militäreinsatz Russlands zur Liquidierung des NAZIsmus in der Ukraine.
 
 
Es geht um den Ukas, den Erlass des russischen Präsidenten Putin zu Gegensanktionen – also die lang erwartete Reaktion der Welt auf irgendeine emotionale Regung Russlands auf die russophoben Aktionen der westlichen Staatengemeinschaft, mit dem Ziel, Russland wirtschaftlich und gesellschaftlich zu erdrosseln.
 
Lange hat Russland gebraucht, um sich zu Gegensanktionen zu entschließen. Meine Vermutungen waren, dass man in Russland abwarten wollte, bis die westliche Staatengemeinschaft alles an Sanktionspulver verschossen hat, was man verschießen kann. Dann wollte man handeln und mit einigen wenigen, aber gut ausgewählten Sanktionen zurückschießen.
 
Der Entschluss des russischen Präsidenten Putin Anfang April, gutes russisches Gas nur noch gegen gute russische Rubel zu verkaufen, schien mir schon eine Art gut ausgedachter Sanktionen mit garantierter Wirkung, denn, egal wie sich die westliche Staatengemeinschaft entscheidet – sie wird Verlierer sein. Mit anderen Worten: Bezahlt man in Rubel, so hebelt man seine eigenen Sanktionen aus. Bezahlt man nicht in Rubel, gibt es kein Gas mehr. Angeblich soll dann das große Elend in der westlichen Staatengemeinschaft beginnen.
 
Aber ich hatte mich geirrt. Die wirklichen Sanktionen hat Putin heute verabschiedet, auch wenn ich eigentlich immer noch nicht glauben kann, dass ich die Sanktionen wirklich richtig verstanden habe – so unglaublich klingt dies alles.
 
 
Die Gegensanktionen betreffen sowohl juristische Personen, also Staaten, Organisationen, Firmen, wie auch Privatpersonen, die in der Liste der unfreundlichen Staaten stehen. Hierzu gehören u.a. die USA, Japan, Kanada, Großbritannien und die gesamte Europäische Union. Die russischen Sanktionen werden verhängt, wenn diese Staaten oder Privatpersonen weitere Sanktionen, egal welche, gegen Russland verhängen. Dies bedeutet:
  1. Verbot der Belieferung mit Rohstoffen und anderen Erzeugnissen aus russischer Produktion in diese Staaten oder an diese Privatperson
  2. Verbot jedweder Finanzoperation mit diesen Staaten oder mit der Privatperson
  3. Verbot der Erfüllung von Verpflichtungen aus Verträgen mit irgendwelchen Vertragspartnern in diesen Staaten oder gegenüber Privatpersonen
Ich habe es so verstanden, dass, wenn die Europäische Union das sechste Sanktionspaket gegen Russland in Kraft setzt, alle Staaten der EU von Seiten Russlands mit einer totalen Wirtschaftsblockade belegt werden. Somit erfolgt z.B. mit sofortiger Wirkung keine Lieferung von Gas in diese Länder, egal, in welcher Währung bezahlt wird.
 
Damit sind sämtliche Sanktionen des Westens bedeutungslos, denn Russland verzichtet mit dieser totalen Wirtschaftsblockade auf Einnahmen aus dem Ölgeschäft, dem Kohlegeschäft und dem Gasgeschäft. Und natürlich auch auf alle anderen Einnahmen aus irgendwelchen Exporten. Russland verzichtet also freiwillig und ganz bewusst auf die Einnahmen, die eigentlich der Westen den Russen verweigern wollte, in der Hoffnung, durch diese wirtschaftliche und finanzielle Einflussnahme Russland die Grundlagen für die Fortsetzung der EntNAZIfizierung der Ukraine zu nehmen.
 
Putin hat der russischen Regierung 10 Tage Zeit gegeben, die Liste der Staaten und Personen zu erstellen, die „Nutznießer“ dieser Gegensanktionen werden können. Und somit hat die Europäische Union auch noch zehn Tage Zeit nachzudenken, wie man zukünftig weiter mit Russland verfährt. Egal wie man verfährt – der Krach der Weltwirtschaft ist keine Frage „ob“, sondern nur noch eine Frage „wann“.
 
Ich hoffe, dass ich den Ukas des russischen Präsidenten richtig verstanden und wiedergegeben habe.
 
 
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Kommentare ( 2 )

  • Winfried Ludwig

    Veröffentlicht: 3. Mai 2022 22:55 pm

    Ich verstehe es so, dass Russland den EXPORTHAHN zudreht sobald jemand weitere Sanktionen gegen Russland verhaengt.
    Es bleiben noch 9 Tage Zeit...
    Also das heisst aber auch, dass der EXPORTHAHN weiter geoeffnet bleibt, wenn es keine WEITEREN Sanktionen mehr gibt.
    Mein Fazit: Ich weiss es nicht was ich davon halten soll...es sind doch sowieso schon alle Sanktionsmoeglichkeiten verhaengt....angeblich die schrecklichsten der schrecklichsten
    Da kann sich jetzt die westliche Verbrecherbande nochmal ueberlegen ob sie weitermachen mit dem falschen Spiel.
    ... wir werden sehen wies weitergeht

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 3. Mai 2022 23:00

      ... ja, Sie haben alles richtig verstanden. Aber es sind eben noch nicht alle Sanktionen verhängt wurden. Das sogenannte sechste Sanktionspaket wird gegenwärtig beraten und wohl spätestens nächste Woche verabschiedet. Der Ukas selber ist von Putin bereits unterzeichnet und damit in Kraft getreten. Dass die Regierung noch "Fleisch um die Knochen" packen muss, ist eine andere Sache. Wenn also morgen jemand Sanktionen gegen Russland verhängt und er landet auf der Liste, die die Regierung innerhalb von zehn Tagen zu erarbeiten hat, darf er die Gegensanktionen Russlands in vollen Zügen genießen.

  • loyalo nilats gleichgesinnter

    Veröffentlicht: 4. Mai 2022 08:59 pm

    kann ukas nur begrüßen. wenn es nämlich dem deutschen michel und den anderen menschen in der eu persönlich an den kragen geht, schlechte stromversorgung, weniger kraftstoff, schlechte versorgung des handels, keine heizung, gestiegene preise usw. werden viele aufwachen. auch die "gläubigen", die immer noch alle lügen glauben und dann endlich auf die straße gehen. genau das fürchten die paßdeutschen. einer von denen, nämlich scholz war am 1. mai irgendwo auf einer kundgebung. wurde gnadenlos ausgebuht, hat wie ein kleines trotziges kind reagiert. wenn es nicht so ernst wäre, hätte man es genießen können. paßdeutsche sind übrigens alle die, die zwar einen deutschen paß haben, aber nichts für dieses land tun. politiker, wirtschaftsleute, medienleute und alle die, die im mainstream mitschwimmen, weil es ja so bequem ist und keinerlei courage fordert. clever, ukas im frühling zu verhängen. so kann der westen einen vorgeschmack von dem bekommen, was ihn im winter erwartet.

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