Das Geld wird sicherer in Russland

Das Geld wird sicherer in Russland

 

Russland macht seit Mitte 2013 sein Bankensystem sicherer. Hunderte krimineller Banken haben seit diesem Zeitpunkt das Zeitliche gesegnet und damit ist auch das Geld der Anleger sicherer geworden. Nun soll es noch sicherer werden, denn der Einlagensicherungsfond soll erheblich aufgestockt werden.

 

 

Schon vor einigen Jahren wurde die Einlagensicherungssumme für Privatanleger und Einzelunternehmer auf 1,4 Mio. Rubel aufgestockt, also rund 20.000 Euro. Für Iwan-Normalanleger eine ausreichend hohe Versicherung. Wer mehr Geld hat, muss dieses entweder bei Banken anlegen, die keinerlei Risiken haben, also Banken mit staatlicher Beteiligung oder bei anderen kommerziellen Banken.

Aber selbst wenn man sein Geld vernünftig gesplittet hat, blieben immer noch Risiken. Insbesondere blieben Risiken für diejenigen, die Geld ansparen für ein Auto, welches häufig über 1,4 Mio. Rubel kostete oder für diejenigen, die eine Immobilie kaufen wollen.

Aber es bestanden auch erhebliche Risiken für diejenigen, die eine Immobilie verkauft hatten und viele Millionen Rubel auf ihr Konto vom Käufer überwiesen bekamen.

Oder aber auch für Personen, die eine Erbschaft angetreten haben.

Wurde das Geld auf eine Risikobank überwiesen – aber niemand in Russland wusste, welche Bank eine Risikobank ist – so konnte es passieren, dass das Geld über Nacht verlorenging – nämlich dann, wenn die Zentralbank dem Treiben dieser Risikobank einen Riegel vorgeschoben und die Lizenz entzogen hatte.

 

 

Das ist in den letzten sechs Jahren hundertfach passiert.

Nun will die Zentralbank den nächsten Schritt gehen und eben genau diese Risiken zusätzlich absichern. Die Föderalregierung hat sich mit den entsprechenden Vorschlägen bereits vertraut gemacht und für gut befunden.

So soll die Einlagensicherungssumme von 1,4 Mio. Rubel auf 10 Mio. Rubel aufgestockt werden – allerdings nur für die genannten Risiken einer Immobilien- oder Erbschaftssumme oder ähnlich gelagerter Ansparungen.

 

 

Allerdings sollen noch zusätzliche Analysen erfolgen, bevor das Gesetz verabschiedet wird. So will man ermitteln, wie hoch die Belastung für den Einlagensicherungsfond wird, wenn es wirklich zu einem Lizenzentzug kommt und die Versicherung zahlen muss. Befürchtet wird wohl, dass die zur Verfügung stehenden Finanzmittel nicht ausreichen könnten.

Wer allerdings die Historie der Lizenzentzüge der letzten sechs Jahre aufmerksam beobachtet hat, kommt schnell zu der Erkenntnis, dass der Einlagensicherungsfond wohl finanziell außerordentlich gut ausgestattet ist und eine Zahlungsunfähigkeit wohl kaum zu befürchten ist. Dazu kommt noch, dass, folgt man den Worten der Zentralbank, bis Jahresende der russische Finanzsektor von allen kriminellen Banken gesäubert ist und es somit nur noch äußerst selten zu einem Lizenzentzug kommen wird.

Weiterhin möchte die Föderalregierung aber auch Möglichkeiten für eine Anhebung der Einlagensicherung für die Normalsparer prüfen. Eine Verdoppelung wäre sicherlich ein erster Schritt, um die jetzt noch unter der Matratze liegenden Gelder von Babuschka hervorzuholen und den Banken für Investitionsaufgaben zur Verfügung zu stellen.

Eine Verdrei- oder Vervielfachung der Versicherungssumme wird sicherlich auch viele „Auslandsanleger“ dazu bringen, ihre Gelder nach Russland zurückzuholen, denn in den westlichen Demokratien sind die Gelder der Russen nicht mehr demokratisch geschützt, sondern von Sanktionen bedroht. Und Geld verdienen kann man im Westen auch nicht mehr mit Geld.

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