Deutsche Nostalgiker können endgültig alle Hoffnungen begraben

Deutsche Nostalgiker können endgültig alle Hoffnungen begraben

 

Immer wieder gibt es Diskussionen in deutschen Medien und Sozialmedien über einen möglichen Eigentümerwechsel des Kaliningrader Gebietes. Spätestens mit dem Inkrafttreten der neuen russischen Verfassung, können deutsche Nostalgiker alle Hoffnungen begraben.

 

 

Am vergangenen Donnerstag fand ein Treffen des russischen Präsidenten Putin mit der Arbeitsgruppe „Verfassung“ statt. Man tauschte Meinungen und Ansichten aus und Putin kommentierte einzelne vorgeschlagene Punkte für die Vervollständigung oder Ergänzung der Verfassung.

Durch den russischen Kulturschaffenden Wladimir Maschkow, der eine zeitlang durch das Land reiste, um Meinungen und Stimmungen der Bevölkerung zu erfahren, wurde der Vorschlag eingebracht, in der russischen Verfassung zu verankern, dass Gebiete der Russischen Föderation nicht an Dritte übergeben werden dürfen.

„Irgendjemand hat ein Augenmerk auf Kaliningrad“, - so Maschkow. Und kommentierte weiter, dass man in der Verfassung ein Abtreten von Gebieten des Landes verbieten sollte. Selbst Gespräche hypothetischer Art, sollten durch die Verfassung verboten werden.

Maschkow erinnerte daran, dass in ausländischen Medien immer mal wieder Artikel erscheinen die informieren, dass unter Putin die Rückgabe von Kaliningrad an Deutschland nicht möglich ist. Aber mit dem Abtritt von Putin als Präsident, werden sich wieder alle Türen für neue Entscheidungen öffnen.

Putin unterstützte während des Treffens am vergangenen Donnerstag den Gedanken des Kulturschaffenden und regte an, das qualifizierte Juristen sich dieser Thematik stellen und Formulierungen für die Verfassung erarbeiten sollten.

Somit ist klar, dass diejenigen, die immer wieder die Rückübergabe der „zeitweilig durch die Russen zwangsverwalteten Gebiete“ fordern, ihre Hoffnungen spätestens zum 1. Mai 2020, vermutlich jedoch früher, endgültig zu den Akten legen können.

Natürlich kann heute noch niemand sagen, ob die überarbeitete Verfassung die Zustimmung der Bevölkerung findet, aber bei einer aktuellen Umfrage haben sich 72 Prozent der Befragten zustimmend geäußert.

Und am gleichen Donnerstag trat auch der Kaliningrader Staatsanwalt Sergej Chlopuschin vor die Mikrophone der Journalisten und äußerte sich zur Germanisierung, die Teil der End-Russifizierung des Gebietes ist.

Die Staatsanwaltschaft wird den begonnenen Prozess der Demontage ausländischer Beschriftungen weiterführen.

 

 

Der Staatsanwalt informierte, dass es von Veteranenorganisationen und gesellschaftlich aktiven Bürgern eine sehr große Anzahl von Beschwerden zum Thema der fremdsprachigen Gestaltung der Stadt gibt. Auch die eigenmächtige Umbenennung von Straßen und Anbringung von deutschsprachigen historischen Straßenschildern wird die Staatsanwaltschaft nicht mehr hinnehmen. Entsprechende Anzeigen und Anklagen gegen Bürger, die derartige Initiativen durchführen, liegen bereits vor. Kaliningrad ist nicht Deutschland – so der Staatsanwalt und hier haben die Straßen die Bezeichnungen zu tragen, die die regionale Selbstverwaltung festgelegt hat.

Gegenwärtig wird die regionale Gesetzgebung zu diesen Fragen überarbeitet. Danach werden derartige Aktivitäten generell verboten und unter Strafe gestellt. Auf Antrag können ausländische Bezeichnungen angebracht werden, jedoch müssen diese in russischer Sprache doubliert werden.

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Kommentare ( 2 )

  • Mnborken

    Veröffentlicht: 16. Februar 2020 17:19 pm

    Hier in Deutschland spielt Kaliningrad absolut keine Rolle. Es mag Kräfte geben, die das Rad der Geschichte umdrehen wollen, meinetwegen haben diese auch Verbindungen in Regierungskreisen, aber ohne erneuten Bevölkerungsaustausch wird es kaum was werden.

    Große Teile Polens, mehr als nur der ostpreußische Teil, sind ebenfalls mal Teil Deutschlands gewesen. Wer dann nur nach Kaliningrad schielt sagt nicht mal A bevor B kommt.

    Wir sollten echt mal aufhören, nach 2% vom Bruttoinlandsprodukt für Nato-Spielzeuge zu schreien, das Geld soll besser für ein funktionierendes und faires Rentensystem im Land investiert werden.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 16. Februar 2020 17:28

      ... der Kommentar geht mir runter wie Öl. Danke.

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 18. Februar 2020 03:11 pm

    Ach, der kleine Provokateur hat sich wieder gemeldet. Ist klar, das Thema liegt ihm offensichtlich sehr am Herzen. Aber offensichtlich schmerzt es ihn ganz besonders, daß der bis dahin auf kleiner Flamme geträumte Traum ausgeträumt ist.
    Ist schon richtig, in der veröffentlichten Politik spielt Kaliningrad als Wirtschaftsobjekt keine große Rolle, weil die Verbindung dorthin von den Polen und Litauern ziemlich blockiert wird.
    Aber was das militärische Interesse angeht, da beschäftigen sich höchste Stellen der US-Army damit und brüsten sich, was sie so alles könnten, wenn sie wöllten. Und die Polen sind dann auch ganz schnell zur Stelle und wollen für ihre Dienstleistungen dann das Gebiet vereinnahmen dürfen.
    Was wohl (nur eine Lachnummer) das ehemalige Königsberg für einen polnischen Namen hätte? Naja, über die polnischen Namen für ehemals deutsche Städte und Dörfer regt sich kaum jemand auf. Warum nur über dieses Kalinigrad?

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 18. Februar 2020 05:27

      "Warum nur über dieses Kalinigrad?" ... ganz einfach: Weil "die Russen" es vereinnahmt haben ... und wie ein Großteil der Deutschen über "die Russen" denkt (aber nicht immer laut spricht) wissen (ahnen) wir ja.

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