Deutschlands merkwürdiger Humor auf Kosten Nawalny`s

Deutschlands merkwürdiger Humor auf Kosten Nawalny`s
 
Russische Medien veröffentlichen die Antworten deutscher Ärzte und Regierungsverantwortlicher zu Vorschlägen und Bitten Russlands, um Überstellung von Analysen und zur Rechtshilfe. Insbesondere in den russischsprachigen Sozialnetzwerken rufen diese Antworten Heiterkeit und spitzfindige Kommentare hervor.
 
 
Russland hatte darum gebeten, Analyseergebnisse der Untersuchungen zu erhalten, die die deutschen Ärzte nach der Ankunft des Patienten Nawalny durchgeführt hatten.
 
Der Vertreter der Ärztevereinigung Deutschlands kommentierte, dass eine neuerliche Untersuchung von Nawalny nur mit Genehmigung der Angehörigen bzw. Verwandten des Patienten möglich sei.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Wir sitzen gut“
 
Damit ist klar, dass der Vorschlag des Leiters der Ärztekammer Russlands, zur Schaffung einer internationalen Ärztekommission, vom Tisch ist.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Priwalowskije Millionen“
 
Somit hat Deutschland, so wie vor einigen Jahren die Briten im Fall Skripal, das alleinige Informationsmonopol und die Deutungshoheit über das weitere Schicksal von Nawalny.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Der Idiot“
 
Auf die Bitte der russischen Seite, die Untersuchungsergebnisse der Charitè zu übergeben, antwortete Deutschland, dass es sich hier um personengebundene Angaben handele und eine Übergabe nur mit Genehmigung der Person selber möglich ist.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Tote Seelen“
 
Somit ist klar, dass Deutschland keine Analysewerte übergeben wird, da sich der Patient vermutlich noch über eine lange Zeit im Koma befindet. Da er sich außerdem in völliger Isolierung befindet, würde auch keine anderslautende Anweisung - die natürlich kaum denkbar ist – an die Öffentlichkeit dringen und Deutschland zum Handeln zwingen.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Oktober“
 
Dann hat sich auch ein Vertreter des Münchner Institutes der Bundeswehr zu Wort gemeldet und ein weiteres Argument geliefert, warum Analysewerte nicht an Russland übergeben werden können.
 
Die Analysen, die dem Institut vorliegen, lassen es zu, dass derjenige, der darüber Kenntnis hat, weitere Schlussfolgerungen tätigen kann. Sie lassen Schlussfolgerungen zur Arbeitsweise der Bundeswehr zu und würden die Sicherheitsinteressen und die Staatsinteressen der Bundesrepublik gefährden.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Der Revisor“
 
Und auch das Leiter des Auswärtigen Amtes, Herr Maas meldete sich wieder zu Wort und informierte, dass man natürlich die Analysewerte an Russland übergeben könnte, aber die ändern sich ständig.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Der Idiot“
 
Das soll so sein, dass ein Patient, der in einer Intensivstation liegt, jede Minute neue Analysewerte liefert. Das hindert aber weder die deutschen Ärzte an der Arbeit und würde auch die russischen Ärzte nicht hindern, zumal eine Internetschaltung sicher auch eine automatische Datenübermittlung ermöglichen würde, so dass eigentlich weder Personal- noch administrativer Aufwand nötig wäre.
 
Um aber auch dieses Argument zu entkräften, ergänzte das Auswärtige Amt gleich, dass man diese Personendaten nur mit dem Einverständnis des Patienten übermitteln kann. Logisch, dass nach solchen Informationen deutscher Regierungsverantwortlicher der Heiterkeitspegel in Russland merklich ansteigt.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Der Idiot“
 
Weit weniger lächerlich fand der populäre russische Arzt Doktor Mjasnikow/Мясников die Äußerungen der Ehefrau an die Adresse des Leiters der russischen Ärztekammer.
Er wandte sich öffentlich an die Ehefrau und bezeichnete deren Auftritt als Beleidigung. Ihre Äußerungen seien hysterische Schreiereien. Für ihn sei es unverständlich, wieso die Dame zu der Meinung kommt, dass es sich bei Roschal nicht um einen Arzt, sondern um die Stimme des Staates handele. Selbst die Terroristen von Dubrowsk haben Roschals Autorität anerkannt und diesen in das von ihnen besetzte Theater gelassen, damit er von dort die Kinder evakuiert.
 
Doktor Mjasnikow erinnerte daran, dass es der staatlichen Schnellen medizinischen Hilfe, dem staatlichen Krankenhaus in Omsk zu verdanken ist, dass Alexej Nawalny noch lebt. Und eben die staatlichen russischen Stellen haben alles getan, damit der Patient aus Russland nach Deutschland ausreisen konnte.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Weiße Rosen“
 
„Ich möchte der Frau von Nawalny sagen: Selbst, wenn wir berücksichtigen, dass sie sich in einer Stress-Ausnahmesituation befindet und natürlich in einer gewissen nervlichen Anspannung lebt ist es unangebracht zu äußern „wir brauchen Sie nicht“ und dies auch noch in einem beleidigen, unzulässigen Tonfall“, - so Doktor Mjasnikow.
 
Roschal – so ergänzte Doktor Mjasnikow – wird natürlich darüber lächeln und mit den Schultern zucken, aber er hat viele Kollegen, die sich durch diese Äußerungen persönlich beleidigt fühlen.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Der Idiot“
 
Alle Äußerungen deutscher Verantwortlicher in den letzten Stunden deuten darauf hin, dass Herr Lambsdorff mit seinen Äußerungen am 6. September im deutschen Fernsehen Recht hat: „Wir bewegen uns auf eine lange diplomatischen Eiszeit zwischen Deutschland und Russland hin.“
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Priwalowskije Millionen“

 

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