Die konsequenten deutschen politisierten Mediziner

Die konsequenten deutschen politisierten Mediziner
 
Vor einigen Tagen informierte ich meine Leser und Zuschauer, dass Herr Prigoschin, ein russischer Unternehmer, die Behandlungskosten des Berliner Patienten übernommen und der Charitè eine Million Rubel überwiesen habe. Eine noble Geste – zumindest auf den ersten Blick.
 
 
Herr Prigoschin hat nicht nur eine Million Rubel Anfang September überwiesen. Davor hatte er bereits eine erste Summe für die Behandlung von Herrn Nawalny übersandt.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Priwalowskije Millionen“
 
Die Charitè bestätigte den Geldeingang und kommentierte, dass die Summe jetzt ausreichend ist, um den Patienten vollumfänglich behandeln und heilen zu können.
 
Das dürfte Herrn Prigoschin gefreut haben. Er ist zwar kein Freund von Nawalny, aber dessen Gläubiger, denn Nawalny schuldet ihm mindestens 87 Mio. Rubel. Andere Quellen beziffern die Schulden mit 107 Mio. Rubel.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Der Idiot“
 
Von einem toten Nawalny oder einem nicht mehr ansprechbaren Nawalny würde Prigoschin sicher kein Geld eintreiben können. Das hat er in einem Kommentar selber gesagt und ergänzt, dass, wenn Gott die Seele von Nawalny zu sich rufen wird, er ihn auf Erden zufrieden lassen wird, aber dann irgendwann „da oben“ mit ihm die Endabrechnung macht.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Priwalowskije Millionen“
 
Nun ist Nawalny wieder gesund und munter, gibt Interviews, macht Fotos und will nach Russland zurückkehren. Das wird sicherlich Herrn Prigoschin in einen wahren Freudentaumel versetzt haben, denn seine Gerichtsvollzieher werden wohl schon an der Grenze Warteposition bezogen haben.
 
Videoeinspielung: Internetfund
 
Und noch mehr wird sich Prigoschin gefreut haben, als ihm seine Buchhalterin mitgeteilt hat, dass die Gelder, die man an die Charitè überwiesen habe, wieder zurücküberwiesen worden sind. Die deutschen Mediziner wollten kein russisches Geld.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Priwalowskije Millionen“
 
Die nächste Aufgabe, die Prigoschin seiner Buchhalterin vermutlich gestellt hat war, diese Gelder nun einer anderen russischen Einrichtung, einem Kinder- oder Altenheim zu überweisen, denn er hatte erklärt, dass die gesamte Schuldensumme Nawalnys für soziale Zwecke in Russland verwendet wird.
 
Videoeinspielung: Kinder klatschen Beifall
 
Der Pressesprecher von Prigoschin mutmaßt, dass die Charitè die Gelder deshalb zurücküberwiesen hat, weil die USA Prigoschin mit Sanktionen belegt haben und man befürchte, dass die Entgegennahme der Gelder die USA veranlassen könnten, die Charitè mit Sanktionen zu belegen.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Der Revisor“
 
Die Befürchtungen der Charitè bestehen natürlich zu Recht, wie die Praxis zeigt. So ist das nun mal, wenn man sich in einem Abhängigkeitsverhältnis befindet und kein Souverän ist.
 
Allerdings gibt es auch andere Vermutungen.
 
Die Klinik muss natürlich, nach internationalem Recht und Standard, über die Verwendung der Gelder Rechenschaft ablegen. Das macht man in zivilisierten und ehrlichen Ländern mit einer detaillierten Rechnung. Und diese Rechnung könnte eine zusätzliche Argumentationshilfe für die Russen sein, um mit Deutschland über den Vorfall „Nawalny“ und das deutsche aggressive Vorgehen gegen Russlands Offizielle zu sprechen. Diese Gefahr besteht nun nicht mehr.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Priwalowskije Millionen“
 
Der Russe Prigoschin ist um eine Million reicher und der deutsche Steuerzahler um die Äquivalentsumme in Euro ärmer.
 
Russische Journalisten hatten versucht von der Charitè einen Kommentar zu erhalten. Die politisierten Ärzte lehnten es ab, mit den Russen zu sprechen.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Besonderheiten des nationalen Fischfangs“

 

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