Die Kraft der Verbündeten oder Die Bombardierung Jugoslawiens

Die Kraft der Verbündeten oder Die Bombardierung Jugoslawiens
 
Heute auf den Tag genau am 24. März 1999, entschied sich die NATO, ohne Mandat der UNO, Jugoslawien zu bombardieren. Fast drei Monate brauchte die gewaltige, allmächtige NATO, bis in Jugoslawien alles in Grund und Boden und Tod bombardiert worden war.
 
 
Der offizielle Grund, wie ihn die NATO selber nennt, war der Krieg im Kosowo. Beide beteiligten Seiten nahmen ethnische Säuberungen vor und die NATO befürchtete, dass dadurch die ganze Region destabilisiert werden könnte.
 
In Wirklichkeit war es der NATO völlig egal, wer wen ethnisch säuberte. Es ging darum, Jugoslawien aufzuteilen und neu auszurichten – natürlich Richtung Westen. Hauptsächlich hatte man es auf Serbien abgesehen. Gleichzeitig wollte man der ganzen Welt zeigen, wozu die NATO in der Lage ist.
 
Die UNO hatte damals die Handlungen der Mächtigen in Jugoslawien verurteilt – aber auch nicht mehr. Es gab keine Aufgabenstellungen an irgendjemanden, friedensstiftende Maßnahmen durchzuführen. Alles was geschah, geschah willkürlich und ohne Mandat für die NATO oder irgendeinen anderen Drittstaat. Alleine die Tatsache, dass sich die UNO Sorgen um die Situation in Jugoslawien machte, reichte aus, um das Land zu überfallen und in Grund und Boden zu bombardieren. Natürlich war dies damals kein Krieg, keine kriegerischen Handlungen. Die NATO bezeichnete ihren international nicht genehmigten Einsatz als „Humanitäre Intervention“.
 
Nach Einschätzungen von internationalen Organisationen, starben ungefähr 1.000 jugoslawische Militärs und 528 Zivilisten. Die Amerikaner zählten 1.500 zivile Opfer und Jugoslawien selber zählte 5.700 getötete Zivilisten.
 
Zerstört wurden viele Objekte der Infrastruktur, Industrieobjekte, Schulen, Krankenhäuser, Kultureinrichtungen und Militärobjekte.
 
Es setzte eine Flüchtlingswelle ein und viele der Flüchtenden wurden Opfer, wurden überfallen, ausgeraubt, ermordet.
 
Der ungesetzliche, ungenehmigte Überfall der NATO auf einen Staat, der keinen anderen Staat bedroht hatte, zog eine breite gesellschaftliche Diskussion in der Welt nach sich. Aber die Diskussion endete nicht damit, dass die beteiligten NATO-Staaten als Kriegsverbrecherstaaten gebrandmarkt wurden. Gegen diese Länder oder Verantwortlichen für diesen Überfall, wurden keine Sanktionen verhängt.
 
Die NATO erklärte, welche Ziele sie mit ihrer „Humanitären Intervention“ erreichen wollte:
 
  • Die unverzügliche Einstellung aller Kampfhandlungen im Kosowo und die Verhinderung von Kriegsverbrechen oder ethnischen Säuberungen
  • Die Demilitarisierung aller Militärs, der Polizeistrukturen und paramilitärischer Formationen
  • Die Stationierung von Friedenstruppen mit Mandat der UNO im Kosowo
  • Rückführung aller Flüchtlinge und umgesiedelten Personen
  • Verhinderung von weiteren destabilisierenden Handlungen in der Region
  • Regulierung der Situation auf vertraglicher Grundlage.
   
So war das damals, vor 23 Jahren. Bis heute ist für diese Verbrechen niemand in irgendeiner Form zur Verantwortung gezogen worden. Die gleichen Staaten, die damals gegen jedes internationale Recht einen Staat in Europa überfallen haben, nehmen sich heute das Recht heraus, einen souveränen Staat, der seine Sicherheit und die Sicherheit von ethnischen Minderheiten in einem benachbarten Staat schützen will, zu verurteilen, zu beleidigen, zu bestehlen, zu diskreditieren. Sie planen den Mord an Russland – wieder ungestraft und ohne Mandat der UNO und unter Verletzung aller, ausnahmslos aller internationaler Verträge.   
 
 
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Kommentare ( 1 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 25. März 2022 01:10 pm

    ""Sir, ich werde für Sie nicht den dritten Weltkrieg anfangen", raunzt General Mike Jackson, Kommandeur der britischen Kfor-Truppen. Am 12. Juni 1999 rücken Tausende Nato-Soldaten in den Kosovo ein. Doch am Flughafen Pristina müssen sie verblüfft feststellen: Die Russen sind schon da. 200 Fallschirmjäger haben in den Morgenstunden das Gelände besetzt. Sie verwehren nun den Nato-Einheiten den Zutritt. US-General Wesley Clark ist düpiert - die russische Einheit ist unbemerkt aus Bosnien vorgerückt, dreieinhalb Stunden Vorsprung genügen, um den strategisch wichtigen Flughafen vor der Nato unter russische Kontrolle zu bringen - ein verwegenes Manöver. Clark setzt auf Konfrontation. Jacksons Männer sollen die Landebahnen mit ihren Panzerfahrzeugen blockieren. Den Russen soll kein weiterer Coup gelingen, .... Doch Jackson widersetzt sich: "Das werde ich nicht tun."Eine bewaffnete Auseinandersetzung mit den Russen will er unbedingt vermeiden. (Spiegel Von Benjamin Bidder 17.02.2008, 13.09 )

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