Druckmittel Kaliningrad - Litauen erreicht gesteckte Ziele

Druckmittel Kaliningrad - Litauen erreicht gesteckte Ziele
 
Die Europäische Union ist gegenwärtig wieder dabei, Gelder zu verteilen. Es geht um Steuergelder der Bürger in den gut funktionierenden Wirtschaften der Mitgliedsländer, die in die Taschen derjenigen fließen, die weniger gut sind.
 
 
Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, über wie viel Geld die Europäische Union verfügt. Die Finanztöpfe der Union werden gefüllt aus Zahlungen der Mitgliedsländer. Reiche Mitgliedsländer zahlen mehr, arme Mitgliedsländer erhalten Geschenke. Nach den Ursachen, warum Reiche reich und Arme arm sind, scheint aber in der Europäischen Union niemand zu fragen.
 
Videoeinspielung: „… wieviel Geld hast du …“/Sowjetischer Filmklassiker
 
Ein Beispiel ist Litauen – ein Land, welches über nicht ausreichende Finanzmittel verfügt, um sowohl seine eigenen nationalen Aufgaben zu erfüllen, wie auch die Verpflichtungen im Rahmen der Europäischen Union. Deshalb erhält das Land, ähnlich wie Polen, aber auch andere Länder, regelmäßig nicht unerhebliche Finanzzuschüsse aus dem EU-Haushalt.
 
Videoeinspielung: „… über den Preis einigen wir uns …“/Sowjetischer Filmklassiker „Tote Seelen“
 
Und so teilen russische Medien mit, dass Litauen es wieder einmal geschafft hat, die Kaliningrader Karte auszuspielen, um einen zusätzlichen Finanzzuschuss für den Transitverkehr zu erhalten.
 
Videoeinspielung: „…“/Sowjetischer Filmklassiker „Lustige Leute“
 
Insgesamt erhält Litauen europäische Hilfsgelder in Höhe von 189 Milliarden Euro im Verlaufe der Jahre 2021 - 2027.
 
Die Summe der Unterstützungsgelder wächst ständig, da die eigenen Finanzmittel Litauens, bedingt durch eine unvernünftige Politik im Verhältnis zu seinem russischen Nachbarn, beständig abnehmen. Russland ist nicht mehr bereit, die antirussische Politik Litauens zu tolerieren und unternimmt aktive Schritte, um die wirtschaftlichen Bindungen zu kappen. Eines der aktuellsten Beispiele ist, dass der Transitverkehr für Waren und Dienstleistungen durch Litauen zurückgefahren wird. Es ist abzusehen, wann es überhaupt keinen Transitverkehr durch Litauen und die beiden anderen baltischen Staaten mehr geben wird.
 
Aber die durch Russland an Litauen bezahlten Transitgelder waren erheblich und füllten zu einem Großteil den litauischen Haushalt.
 
Videoeinspielung: „… ehre die Kopeke …“/Sowjetischer Filmklassiker „Tote Seelen“
 
Da diese Gelder jetzt fehlen, muss die Europäische Union einspringen. Es muss nicht extra und immer wieder erwähnt werden, dass u.a. Deutschland mit seiner Finanzkraft, einer der Hauptsponsoren der unvernünftigen Politik Litauens ist.
 
Der Transit, der wohl vorläufig bleiben wird, ist der Personentransit, d.h. die Züge, die zwischen der russischen Exklave Kaliningrad Richtung Moskau und St. Petersburg fahren und gezwungen sind, hierbei litauisches und weißrussisches Territorium zu nutzen.
 
Videoeinspielung: … Zugfahrt/Sowjetischer Filmklassiker „Der Idiot“
 
Und Litauen behauptet, dass die Kosten für diesen Transit, insbesondere durch die in den letzten Jahren gewachsenen Anforderungen an die Sicherheit, stark gewachsen sind. Und wenn die EU daran interessiert ist, dass dieser Personentransit weiterhin funktionieren soll, dann brauche man mehr Geld.
 
Grafik: Karte Transitverbindung Kaliningrad – Russisches Mutterland
 
Fünf Tage hat man in Brüssel darüber beraten und dann konnte sich Litauen durchsetzen. Damit zeigen sich die Vorteile des EU-Systems: Ein Land, eine Stimme oder „… alle Räder stehen still, wenn Litauen das so will.“
 
Somit ergibt sich, dass Litauen in den Haushalt der Europäischen Union ein Euro einzahlt und im Gegenzug vier Euro zurückerstattet bekommt. Logisch, dass man in Litauen von einer derartigen Gemeinschaft begeistert ist.
 
Videoeinspielung: „…“ /Sowjetischer Filmklassiker „Revisor“
 
Ich wäre auch begeistert, wenn ich einer Bank einen Euro gäbe und nach einem Jahr vier Euro zurückerhalte.
 
Die Gemeinschaft der ostdeutschen Rentner ist da wohl weniger begeistert, denn obwohl auch die ostzonalen Rentner ihr Leben lang in einen Gemeinschaftstopf, wenn auch sozialistischen, einbezahlt haben, erhalten sie immer noch, 30 Jahre nach der Übernahme der Ostzone durch die BRD, bis zu – wenn ich richtig informiert bin – 15 Prozent weniger Rente als die Deutschen, die westlich der Elbe geboren worden sind. Gründe hierfür sind, dass nicht ausreichend Geld in den bundesdeutschen Rentenkassen vorhanden ist. Dabei wäre es so einfach, diese Kassen zu füllen. Litauen bräuchte nur eine etwas gemäßigtere Politik zu betreiben und schon fließen die russischen Transitgelder in Hülle und Fülle und Deutschland könnte dann, mit dieser indirekten russischen Hilfe, seinen Rentnern aus der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone, eine gleiche Rente zahlen, wie deutschen Rentnern der Ersten Kategorie.
 
Russische Medien kommentieren, dass Litauen von der o.g. Summe der EU-Hilfsgelder 6,2 Milliarden Euro für die Umsetzung der Kohäsionspolitik der Republik verwendet, fünf Milliarden Euro für die Landwirtschaft, 490 Millionen Euro für die Schließung des Atomkraftwerkes, 1,4 Milliarden Euro für den Ausbau der Rail Baltica und 1,5 Milliarden Euro für die Gewährleistung der Kriegsmobilmachung.
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Kommentare ( 2 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 25. Juli 2020 18:25 pm

    - Seit wann ist es denn bei Kalinigrad Domizil üblich, das westzonale Vokabular in Anwendung zu bringen?

    - Meiner Ansicht nach wird sich diese Angelegenheit bezüglich Litauen dann erledigen, wenn zwischen der Exklave Kaliningrad und dem Mutterland eine stabile Färverbindung zustande kommt. Damit werden so viele bürokratische Hürden und Einschränkungen wegfallen, weil alles sich nach den Bedingungen des Inlandes dreht.
    Dann wird aber Litauen ein noch beträchtlicheres Problem haben, weil dann in Brüssel niemand mehr das verlogene Angst-Gewimmer und die nicht mehr anfallenden Kosten für die wohl nur noch sehr selten genutzte Bahnverbindung nachvollziehen kann.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 25. Juli 2020 18:48

      ... das westzonale Vokabular verwende ich schon etwas länger ... um mich nicht vollständig von Deutschland zu entfernen und mich bei den Beamten, die mit der "Begleitung" meines Portals beauftragt sind, ein wenig einzuschleimen und denen auch die Arbeit ein wenig zu erleichtern - viele kennen vielleicht die Abkürzung DDR nicht ...

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 26. Juli 2020 01:03 pm

    Also, Uwe, wirklich - so eine Fehleinschätzung. Die "begleitenden" Beamten sind doch auf deren Strichliste verpflichtet, wann und in welchem Zusammenhang solch böse Worte wie DDR, Bildungssystem der Margot Honecker, Poliklinik, Frauenstudium ... usw. genannt werden.
    Ansonsten sind diese Leute doch mit ihrem Leben und ihrer Aufgabe vollkommen unzufrieden oder denken, daß sie die Seite gewechselt haben. Das kann man doch nicht machen.

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