Ein nicht gegebener Stalin-Befehl gereicht Putin heute zum Nachteil

Ein nicht gegebener Stalin-Befehl gereicht Putin heute zum Nachteil

Am 1. September jährt sich der 80. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges. Polen war das erste direkte Opfer der größenwahnsinnigen Politik des deutschen Staates. Der Führer befahl und das deutsche Volk folgte ihm. Bezahlt wurde mit der Kapitulation am 8. Mai 1945.

Selbstverständlich gedenkt Polen dieses Tages der nationalen Katastrophe, denn es hat Millionen Menschen und unschätzbare materielle Werte verloren. Um wie viele Jahrzehnte das Land durch die deutsche Aggression in seiner kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung zurückgeworfen wurde, kann wohl nicht mit Sicherheit berechnet werden.

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Aber der 8. Mai 1945 brachte auch den Polen die Möglichkeit, ohne die mordenden Deutschen, eine neue Entwicklung zu beginnen, auch wenn nicht alle davon begeistert waren, dass diese Entwicklung von der Sowjetunion begleitet wurde. Die Sowjetunion hat aber im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges das Gleiche getan, was die westlichen Alliierten getan haben – sie hat Einflusszonen geschaffen.

Um diese Einflusszonen zu schaffen, haben hunderttausende sowjetischer Soldaten ihr Leben gegeben. Die Polen, die heute leben, leben deshalb, weil Stalin einen Befehl nicht gegeben hat … den Befehl, die sowjetischen Truppen an der Westgrenze der Sowjetunion anzuhalten und sich zukünftig nur noch auf die Verteidigung des Gebietes der Sowjetunion zu konzentrieren. Das Betreten, des durch deutsche Truppen okkupierten polnischen Territoriums, bezeichnen die Polen heute als Okkupation. Und sie sind der Ansicht, dass es keinen Grund gibt, gegenüber den hunderttausenden gefallenen sowjetischen Soldaten Dankbarkeit zu zeigen. Deshalb hat man auch in den letzten Jahren hunderte sowjetischer Denkmäler geschliffen.

Hätte Stalin den Befehl gegeben, die Truppen an der Westgrenze der Sowjetunion anzuhalten, so würden heute noch hunderttausende sowjetischer Menschen leben und am Aufbau des Landes teilnehmen können. Aber das polnische Volk würde wohl nicht mehr existieren, denn die Mordmaschinerie der Deutschen hätte weiter funktioniert.

Und so gereicht ein nicht gegebener Befehl Stalins, Putin heute zum Nachteil.   

Polen hat sich in seinen Russenhass so hineingesteigert, dass man den Präsidenten Russlands zu den Gedenkminuten am 1. September nicht nach Polen eingeladen hat. Ein russischer Präsident scheint gefährlicher zu sein, als eine deutsche Kanzlerin.

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Dafür war aber bis zum gestrigen Tag geplant, dass der amerikanische Präsident, der Präsident des Landes, welches mit der Befreiung Polens und den Kämpfen an der Ostfront wenig, ja eigentlich gar nichts zu tun hatte, nach Polen kommt. Aber in den USA wird schlechtes Wetter erwartet und so kommt Trump nicht nach Polen. Er wird sich durch seinen Vize vertreten lassen.

Und der Vize wird mit den Polen wohl einen Vertrag über die militärische Zusammenarbeit unterzeichnen und die Truppen, die damals, also1944/45 nicht nach Polen gekommen waren, um die polnischen Menschen zu retten, die kommen jetzt.

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Der weißrussische Präsident Lukaschenko, dessen Land ebenfalls einen wesentlichen Anteil am Sieg im Zweiten Weltkrieg hat und welches nicht minder unter den deutschen Mördern gelitten hat wie Polen, erhielt eine Einladung – also der Präsident, den die westlichen Demokratien als letzten Diktator Europas bezeichnet haben.

Aber Lukaschenko zeigt Solidarität mit Russland und wird die Einladung nicht annehmen. Er hat sogar angewiesen, dass kein anderer hochgestellter weißrussischer Politiker oder hochgestellte weißrussische Persönlichkeit, zu diesen Feierlichkeiten fährt. Weißrussland wird durch seinen Botschafter vertreten.

Auch der Präsident Armeniens wird nicht zu den Feierlichkeiten kommen. Es handelt sich um eine Prinzipfrage, erklärte der Außenminister Armeniens. Zwischen den Zeilen war zu lesen, dass man es nicht zulassen wird, dass Polen die sowjetischen Siegervölker gegeneinander ausspielt, indem differenzierte Einladungen ausgesprochen werden.

Polen kommentierte die Nichteinladung Putins derart, dass man keinen Staatsmann am Tag einer bewaffneten Aggression einladen kann, der heute gegenüber seinen Nachbarn genauso handelt, wie damals Deutschland. Interessant ist aber, dass man einen Vertreter Deutschlands eingeladen hat.

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Interessant wird zu beobachten sein, an welcher Stelle der Ehrentribüne der Vertreter oder die Vertreterin des Staates stehen oder auch sitzen wird, der die polnische Bevölkerung fast ausgerottet hätte. Und interessant wird sein zu erfahren, ob die deutsche Delegation auch einen Koffer mit Reparationsgeldern mitgebracht hat, die die Polen jetzt fordern.

 

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