Endlich auch faschistische Ortsbezeichnungen im ExOstpreußen

Endlich auch faschistische Ortsbezeichnungen im ExOstpreußen

Es wurde schon langsam langweilig in diesem Kaliningrad, in diesem ExKönigsberg. Ewig diese Germanisierungsthemen, ewig diese Umbenennungen von russischen Straßen in altdeutsche Straßenbezeichnungen. Endlich kommt Abwechselung in den tristen End-russifizierenden Alltag.

Gerade noch rechtzeitig ist es den Verantwortlichen des Ortes „Tschistyje Prudy“ gelungen, dem Ort, kurz vor dem Besuch des Kaliningrader Gouverneurs, seine alte faschistische Bezeichnung Tollmingen zurückzugeben.

In ganz Russland beginnen jetzt die Vorbereitungen zum 75. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg. Die Vorbereitungen laufen unter der Bezeichnung „Über die Wege des Sieges.“ Am 25. Oktober beginnt der Kaliningrader Gouverneur über „… die Wege des Sieges“ Orte im Kaliningrader Gebiet zu besuchen und beginnt seinen Besuch im exStallupönen, dem heutigen Nesterow, in unmittelbarer Nachbarschaft zum exdeutschen Tollmingkehmen. Im Rahmen der Germanisierung ostpreußischer Orte, wurde der Ort 1938, ein Jahr vor dem Beginn des großen Mordens der Deutschen in Europa, in Tollmingen umbenannt. Alles nichtgermanische wollten die Deutschen in Ostpreußen tilgen.

Logisch, dass man damals alle Beschriftungen änderte, so auch am Bahnhof von Tollmingkehmen. Er erhielt die Bezeichnung „Tollmingen“.

Der Krieg ging verloren, die Schrift verblasste, eigentlich kümmerte sich niemand mehr darum. Der Bahnhof wurde zu einem Wohnhaus umfunktioniert. Noch im September 2019 zeigte ein frisches Foto auf der Internetplattform „prussia39“, dass der Schriftzug niemals restauriert wurde.

 

Und plötzlich kam es jemand in den Sinn, die Schrift zu erneuern. Man hätte ja Tschistye Prudy schreiben können, so wie der Ort heute heißt. Man hätte auch Tollmingkehmen schreiben können, wenn man schon die Historie der exdeutschen Gebiete hochhalten will. Aber man hat sich entschlossen, die faschistische Bezeichnung zu erneuern: Tollmingen.

Ein ganz aktuelles Foto, veröffentlicht vom Informationsportal „Eurasien Daily“ zeigt, dass die braune Ortsbezeichnung wieder in blendendweißer Farbe leuchtet und dies gerade noch rechtzeitig, bevor der Gouverneur kommt. Immerhin soll der Gouverneur, der doch noch nicht sehr lange im Kaliningrader Gebiet lebt, wissen, wo er sich befindet.

 

 

 

Bleibt uns allen allerdings nur zu hoffen, dass wir den 75. Jahrestag der Kapitulation Deutschlands, des Sieges der Sowjetunion im Großen Vaterländischen Krieg in Kaliningrad auf dem Platz des Sieges und nicht in Königsberg, auf dem Adolf-Hitler-Platz feiern.

 

 

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