EU und Russland verhandeln zur Reisefreiheit für Anti-Covid-Dissidenten

EU und Russland verhandeln zur Reisefreiheit für Anti-Covid-Dissidenten
 
Russische Medien berichten, allerdings mit einer etwas ernsthafteren Überschrift, dass die Europäische Union und Russland Gespräche über die gegenseitige Anerkennung von Covid-Impfungen aufgenommen haben. Die eingeleitete Prozedur verspricht langfristig zu einem guten Ende zu führen. Gut Ding will eben Weile haben.
 
 
Offiziell ist es eine Sauna im Fitnessclub „Albatros-Nord“ in Kaliningrad. Ich bezeichne diese Einrichtung als „Informationszentrum“, denn man erfährt hier vieles, viel mehr als am Trefftisch in der Kneipe. Andere meinen, es ist ein Treffpunkt von Agenten und Spionen, die sich hier austauschen und ihre Arbeit in den frühen Morgenstunden koordinieren. Egal was zutrifft, hier wurde der Begriff „Covid-Dissident“ für diejenigen geboren, die sich standhaft weigern, sich impfen zu lassen. Somit sind diejenigen, die sich haben impfen lassen, „Anti-Covid-Dissidenten“.
 
Bei einer inoffiziellen Umfrage in dieser Einrichtung zu früher morgentlicher Stunde, stellten wir fest, dass Parität herrscht, d.h. die Hälfte ist geimpft, die andere Hälfte nicht.
 
Das Gejammere ist jetzt groß, denn ab 1. November kann man den Fitnessclub nur noch mit QR-Code betreten. Die Anzahl der Agenten und Spione im „Informationszentrum Nord“ wird sich also halbieren.
 
Noch schlimmer trifft es die, die gerne shoppen gehen, denn vermutlich noch in dieser Woche wird auch die QR-Code-Pflicht für Handelszentren in Kaliningrad eingeführt. Wer auf die Statistik schaut, wird verstehen, warum diese Maßnahmen notwendig sind.
 
 
In Restauranteinrichtungen aller Art ist die QR-Pflicht bereits umgesetzt und es drohen harte Strafen für diejenigen, die dieses Regime nicht beachten – also sowohl für die Gäste, wie auch für die Inhaber und das Personal der Einrichtungen.
 
Für Ausländer, die Kaliningrad besuchen, natürlich ein harter Schlag, denn diese verfügen über keinen QR-Code und können diesen auch nicht erhalten … es sei denn, man kauft sich einen gefälschten QR-Code und den dazugehörigen russischen Pass … Wird ein Ausländer bei derartigen Transaktionen erwischt, wird er wohl mit einer saftigen Strafe und einem langjährigen Einreiseverbot für Russland rechnen müssen.
 
Aber nun brennt ein winziges Lichtlein am Ende des Covid-Tunnels, denn Russland und die Europäische Union haben Gespräche über die gegenseitige Anerkennung der Impfungen aufgenommen. Während des ersten Treffens hat man besprochen, welche weiteren Treffen man durchführen möchte und was während dieser Treffen so alles besprochen werden muss. Im wesentlichen geht es wohl es um technische Fragen, denn jedes Land muss eine Möglichkeit erhalten, zu prüfen, ob der vorgezeigte Impfpass auch echt und gültig ist. Und vermutlich gibt es Dinge zu beachten, die Otto- oder Iwan-Normalgeimpfter nicht weiß und nicht wissen braucht, die aber für die Politiker wichtig sind.
 
Ziel ist ein Abkommen zu erreichen, welches es den Bürgern der EU-Staaten und den Bürgern der Russischen Föderation ermöglicht, frei und ungehindert reisen zu können, ohne sich Quarantäne- oder sonstigen einschränkenden Maßnahmen unterwerfen zu müssen. Somit ist dann auch für diesen Personenkreis der Besuch von Restaurants, Einkaufszentren, Saunen und ähnlicher Einrichtungen wieder möglich.
 
Der Gesprächsprozess scheint langatmig zu werden – zumindest deuten die Informationen in den russischen Medien darauf hin. Hilfreich bei den Gesprächen ist sicherlich der Fakt, dass die Weltgesundheitsorganisation ebenfalls kurz davorsteht, die russischen Impfungen international anzuerkennen.
 
Am 8. Oktober hatte Dmitri Peskow bereits informiert, dass es zu baldigen Resultaten im Rahmen dieser Gespräche kommen wird.

 

 

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Kommentare ( 1 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 15. Oktober 2021 01:48 pm

    Das soll für die überlebenden und ansonsten gesund gebliebenen Geimpften gelten. Die Verhandlungen werden sich wohl hinziehen. Die alte BRD-Regierung wird ständig das Gespräch aber keine Einigung suchen. Dann kommt die neue Regierung, die garantiert die erstrittenen Kompromisse infrage stellt und neu verhandeln will.
    Grund für diese ganze eigentlich schäbige Eierei ist das Geld, der Maximal-Profit, den die Pharma-Konzerne, speziell Pfizer, machen und weiter machen wollen. Was interessieren da diese belanglosen Kollateralschäden. Hauptsache, diese Todeskandidaten wurden vorher geimpft, damit die Kasse klingelt.
    "Die für Corona-Risikogruppen gedachte Drittimpfung hat in einem Seniorenheim in Oberhausen (Nordrhein-Westfalen) für einen dramatischen Zwischenfall gesorgt. Insgesamt neun Personen mussten danach behandelt, zwei sogar reanimiert werden.
    Die beiden reanimierten Personen befänden sich in einem stabilen Zustand. Zuvor war noch berichtet worden, dass eine Person verstorben sei

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