Gasprom fördert, dass die Pumpen glühen

Gasprom fördert, dass die Pumpen glühen
 
Gasprom arbeitet daran, die unterirdischen Gasspeicher in Russland bis zur Oberkante Unterlippe aufzufüllen. Das garantiert zumindest die ununterbrochene Versorgung Russlands und seiner wirklichen Partner mit dem begehrten Energierohstoff.
 
 
Wie kalt der Winter 2021/22 wird, weiß niemand. Man befürchtet Schlimmes in Westeuropa. Man hatte dort Anfang 2021 mit weiter fallenden Energie- und Gaspreisen gerechnet und somit die, nach der Wintersaison 2020/21 leeren Speicher, nicht aufgefüllt. Dann kam das böse Erwachen, denn die Energiepreise schossen in die Höhe und alle im Westen begannen hektisch zu bestellen. Nur die Gasleitungen haben alle nur eine gewisse Kapazität und somit werden wohl die Speicher in den westlichen Industrie- und Demokratie-Nationen nicht so schnell befüllt werden, wie man es sich dort vorstellt. Kleine Sünden bestraft Gott sogleich, die großen nach neun Monaten … so ein altes Sprichwort – ein deutsches Sprichwort … glaube ich.
 
Und natürlich denkt Russland zuerst an sich – Gott sei Dank ist dies jetzt so. Man hat verstanden, dass man auf die Meinungen und Ansichten des Westens keinen Wert mehr legen muss, denn egal, was Russland macht, wie es Russland macht und warum es Russland macht … es macht es nie richtig. Somit konzentriert sich Russland auf sich und seine wirklichen Freunde und Partner.
 
Freunde hat Russland nur zwei, wie Alexander der III., einer der russischen Zaren mal sagte: Die Armee und die Flotte. Partner, echte Partner, gibt es schon ein paar mehr … das nach Gas hungernde Europa in Form der Europäischen Union, gehört nicht zu der Gruppe … nun gut, mit einigen ganz wenigen Ausnahmen.
 
Russland will Gasvorräte im Umfang von 72,6 Mrd. Kubikmetern auf seinem Territorium in den unterirdischen Lagern schaffen. Nimmt man die russischen Lagerstätten in Weißrussland und Armenien dazu, erhöhen sich die Vorräte auf 73,8 Milliarden.
 
Russland hat in der Heizperiode 2020/21 aus den unterirdischen Lagerstätten 60,6 Mrd. Kubikmeter Gas entnommen. Somit reichen die angelegten Vorräte theoretisch für 12 kalte Winter in Russland.
Dazu kommen natürlich noch die täglichen Fördermengen. Gasprom hat alle technischen Anlagen hochgefahren und diese arbeiten an der Belastungsgrenze. Täglich werden 848 Mio. Kubikmeter gefördert. Das sind täglich 4,6 Mio. Kubikmeter mehr, als in der vergangenen Periode gefördert worden. Um eine Vorstellung zu bekommen: mit dieser Mehrproduktion von 4,6 Mio. Kubikmeter Gas kann der Bedarf Kareliens oder Inguschetiens sichergestellt werden.  
 
Das sagt meinen deutschen Zuschauern vermutlich auch nicht viel. Somit schauen wir, welche Zahlen wir zu Deutschland im Internet finden.
 
In Deutschland gibt es gegenwärtig 47 Standorte mit unterirdischen Gasspeichern. Fünf weitere sollen noch gebaut werden. In diesen Lagerstätten befinden sich die größten Gasvorräte Europas. Im Jahre 2019 befanden sich dort rund 24 Mrd. Kubikmeter Gas. Dieses Gas stellt ungefähr 25 Prozent des Jahresbedarfes in Deutschland sicher. Allerdings relativiert sich diese Zahl unter Beachtung, dass in der Heizperiode erheblich mehr Gas benötigt wird – es kann also knapp werden, sehr knapp, wenn Russland an seine Leistungs- und Liefergrenze kommt.
 
Zum Glück ist man aber in Westeuropa im Allgemeinen und in Deutschland im Besonderen nicht auf russisches Gas angewiesen, so dass alle Angstdiskussionen, die gegenwärtig durch deutsche Politiker initiiert werden und die wieder mal Russland die Schuld für hohe Preise und geringe Gasmengen in die Schuhe schieben, völlig gegenstandslos sind.
 
Somit können 50 Prozent der deutschen Wohnungsbesitzer oder Wohnungsmieter, sprich 18 Mio. Haushalte ganz beruhigt in die Zukunft schauen – denn deren Wohnungen werden mit Gas beheizt.
Reklame

Kommentare ( 1 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 28. Oktober 2021 01:07 pm

    Es ist wirklich so, der Westen mit all seinen schlauen Börsenmaklern und Wirtschafts-Gurus hat sich vollkommen verspekuliert. Kurz gesagt, so richtig "schön verzockt". Nun sucht man natürlich dafür einen Schuldigen, daß nun das Gas so teuer geworden ist. Man meint, dafür Rußland verantwortlich machen zu können, weil dieser die EU nicht gewarnt habe. Was geht es die Russen die leeren EU-Tanks an. Und diesen Putin muß man einfach als Buh-Mann hinstellen, weil er die Deutschen nicht leiden könne.

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung