Geheimnisvoller Großinvestor kauft russische Staatsanleihen

Geheimnisvoller Großinvestor kauft russische Staatsanleihen

 

Von Zeit zu Zeit positioniert Russland Staatsanleihen, die von all denen gekauft werden können, die über Geld verfügen und die mit dem russischen Staat Geld verdienen wollen. Nun sollte man meinen, dass das Image Russlands so ramponiert ist, dass keiner diesem Staat mehr traut. Aber weit gefehlt.

 

 

Beginnen wir mit der Feststellung, dass es eigentlich für einen finanziell nicht ausgebildeten Bürger schwer ist zu verstehen, warum Russland als Staat überhaupt Schulden macht und Staatsanleihen ausgibt. Die Kassen und Reserven Russlands, egal, ob wir über Valutareserven, Goldreserven oder den Fond des Nationalen Wohlstandes sprechen, sind brechend voll und man könnte völlig ohne Kredite auskommen.

 

 

Warum Russland trotzdem Staatsanleihen auflegt und verkauft, ist wohl nur damit zu erklären, dass man über diesen Mechanismus erfahren will, wie das wirkliche Rating des Landes ist. Denn die Ratings, die westliche Agenturen regelmäßig veröffentlichen, zeigen Russland immer fast auf „Ramsch“-Niveau.

 

 

 

Investoren scheinen aber diesen Einschätzungen nicht zu trauen, denn der russische Finanzminister Anton Siluanow informierte, dass gerade durch einen Ausländer die größte, jemals von Russland aufgelegte Staatsanleihe, komplett gekauft wurde.

Es geht um die Staatsanleihe, die Russland im Januar zum Verkauf gestellt hat und die einen Umfang von 58 Milliarden Rubel hat. Diese Staatsanleihe wurde komplett von einem einzigen ausländischen Nichtresidenten aufgekauft.

Der Name wurde nicht genannt und so kann dieser ausländische Investor jedermann sein, also auch eine juristische Person, die im Ausland registriert ist und deren Inhaber letztendlich ein Russe ist. Es kann aber auch ein Russe sein, der über eine dritte Person in sein Land investiert. Aber es kann auch ein waschechter „Wessi“ sein, der überzeugt ist, dass man durchaus 58 Mrd. Rubel, fast eine Milliarde USD, in Russland riskieren kann.

Schaut man auf die Geschichte der Zahlungsverpflichtungen der Sowjetunion und das Verhalten Russlands, als Rechtsnachfolger der Sowjetunion, so braucht sich der ausländische Investor wirklich keine Sorgen zu machen, denn Russland hat sämtliche Schulden der Sowjetunion bezahlt, mit Zins und Zinseszins – die letzte Rate im Jahre 2017.

 

 

 

Der Minister kommentierte somit völlig richtig, dass Ausländer Russland gegenwärtig als Rettungsinsel für ihr Geld sehen. 35 Prozent aller Kreditgeber in Russland sind Ausländer. Bei Auktionen kaufen Ausländer gegenwärtig 50 % bis zu zwei Drittel aller zum Verkauf ausgeschriebenen Wertpapiere.

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