Gold. Russland vor neuen Wachstumssanktionen

Gold. Russland vor neuen Wachstumssanktionen
 
Das Ende der Fahnenstange ist wohl fast erreicht. Die Feindstaaten Russlands müssen sich nun schon echt Mühe geben, sich noch weitere Sanktionen einfallen zu lassen, die auch wirklich Auswirkungen auf Russland haben. Die Möglichkeiten neigen sich langsam dem Ende. Jetzt will man Russland mit seinem Gold in die Knie zwingen.
 
 
Glaubt man den Informationen aus den Medien der russischen Feindstaaten, so werden sich die Führer der G7 während ihres Treffens in der Alpenfestung Schloss Elmau mit neuen Sanktionen gegen das ungezogene Russland beschäftigen. Es ist schon nicht mehr ganz so einfach noch irgendetwas zu finden, was man Russland noch antun könnte. Die ganze Welt sieht, dass sich Russland von nichts und niemanden hat beeindrucken lassen, weder seit 2014 und schon gar nicht seit dem 24. Februar 2022. Es wächst langsam die Gefahr, dass sich die größten Mächte dieser Welt vor der Welt lächerlich und unglaubwürdig machen, denn was ist eine Macht, dessen Macht machtlos ist?
 
Nun planen die G7-Staaten anscheinend ein Verbot des Ankaufs von russischem Gold. Man hofft, dass Russland dadurch Einnahmeverluste von 16,5 Milliarden USD erleiden wird.
 
Für mich ist dieses Thema ziemlich neu und ich habe keinerlei Erfahrungen.
 
So steht die Frage, wem denn Russland in der Vergangenheit Gold verkauft hat. Sollten es im wesentlichen die G7-Feindstaaten gewesen sein – so wird Russland diesen sowieso kein Gold mehr verkaufen, denn diese Staaten verfügen nicht über Währungen, die das Vertrauen Russlands genießen. Russland braucht keine USD, Euros, Pfund. Und die bisherigen Reserven Russlands an diesen Währungen sind auch wertlos, weil Russland sie nicht frei einsetzen kann.
 
Somit ist das Verbot des Einkaufs von russischem Gold doch eher ein symbolischer Akt von Sanktion für die Bürger, die sich in der Materie nicht auskennen.
 
Russland selber hat vor wenigen Wochen beschlossen, keinerlei Informationen über die Entwicklung der eigenen Goldreserven mehr zu veröffentlichen. Gott sei Dank, kann man da nur sagen, auch wenn ich als Blogger ab jetzt weniger grafisches Material zur Verfügung stellen kann.
 
 
Weiterhin hat Russland beschlossen, einen völlig neuen internationalen Währungsfond aufzubauen, der im wesentlichen aus den Valuten der BRICS-Staaten bestehen soll. Und natürlich – auch wenn ich dies nirgendwo so gelesen habe, werden sich die Goldreserven entwickeln.
 
 
Russland fördert jährlich rund 330 Tonnen Gold. Wenn Russland radikal vorgehen würde und diese Menge jedes Jahr vollständig nutzt, um seinen eigenen Goldvorrat aufzustocken, so würde das Land innerhalb des ersten Jahres vom jetzigen Platz 6 der weltweiten Goldreserven auf Platz vier rutschen. Ein Jahr später wäre man bereits auf Platz drei und nach weiteren zwei Jahren könnte Russland Platz zwei besetzen. Dabei ignorieren wir einmal, dass die jetzt anlaufende weltweite Krise durchaus Einfluss auf die Goldvorräte der Feindesländer nehmen könnte.
 
 
Ich stelle mir vor, dass Russland dies so konsequent durchziehen kann und im Jahre 2026 einen Rubel hat, der nicht nur von Energieträgern mit begrenzter Zukunft gestützt wird, sondern in erster Linie von Gold und einer sich rasant aufbauenden und sich entwickelnden Industrie.
 
Verbleibt also nur noch auf wirkliche Beschlüsse der G7 aus der Alpenfestung zu warten. Wir wissen ja aus der Geschichte, dass man schon vor vielen Jahren hier den Endkampf gegen den Bolschewismus organisieren wollte. Pech nur, dass der 8/9. Mai 1945 dazwischengekommen war.
 
 
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Kommentare ( 3 )

  • Vogonendichter

    Veröffentlicht: 27. Juni 2022 22:39 pm

    Die G7 Staaten haben sich offenbar vorgenommen, keine Elektronik und entsprechende Komponenten mehr herzustellen. Auch vom Satelitenbau scheinen sie Abstand nehmen zu wollen.
    Was solls es finden sich bestimmt auch andere Abnehmer.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 28. Juni 2022 11:32 pm

    Bezüglich der behaupteten "Goldreserven" der USA habe ich so meine begründeten Zweifel. Was zählen denn die USA dazu? Nur die wirklich eigenen Goldbestände, physisch vorhanden? Oder auch die angeblich durch Transaktionen erworbenen, die nur irgendwo in den Büchern stehen? Ach nee, solche Bücher gibts ja gar nicht mehr wegen Manipulationsschwierigkeiten. Da ging ja nur die doppelte Büchführung.
    Oder zählen die USA auch die Goldbestände anderer Länder mit dazu, die diese zur angeblichen Sicherheit in den USA eingelagert aber seit Jahrzehnten nicht mehr zu Gesicht bekommen haben? Oder zählt da auch das Raubgold aus Deutschland und anderen Kriegsgegnern dazu?
    Wenn dem so wäre, daß die USA so viel Gold ihr eigen nennen würden, hätte wohl der damalige US-Präsident (ich meine, Nixon war es) nicht die Golddeckung des US-Dollars aufgehoben und diese Währung Druckmaschinen gedeckten Wert erklärt.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 28. Juni 2022 11:59

      Für mich steht, wenn ich die Goldvorräte Deutschlands sehe, die wesentlich höher sind als die Russlands, immer die Frage, wie es ein Land schaffen konnte, nach der totalen Kapitulation derartige Mengen an Gold wieder zu schaffen ... egal, wo dieses Gold jetzt lagert und ob man Zugriff hat oder nicht - offiziell verfügt Deutschland über den zweitgrößten Goldbestand der Welt. Wie ist das gelungen?

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 28. Juni 2022 18:08 pm

    Natürlich Dank unseres Bienenfleißes, oder was sonst wohl?
    Da gibt es doch ganz sicher einen für jeden zugänglichen Plan über die Historie.

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