Hysterie des Westens gegen und um Russland

Hysterie des Westens gegen und um Russland
 
Die russischen Medien sind voll mit Zitaten westlicher Politiker und freiheitlich-demokratischer Medien, die alle Russland vorwerfen, einen Angriff auf die Ukraine vorzubereiten. Solidarisch fühlen sich auch baltische Staaten und Polen von Russland bedroht, von einer Bedrohung der NATO durch Russland ganz zu schweigen.
 
 
Für meine deutschsprachigen Zuschauer habe ich einige Artikel und Kommentare aus den russischen Medien herausgezogen.
 
Beginnen wir die Presseschau mit einem Land, welches eigentlich weniger im Zentrum der Aufmerksamkeit steht – zumindest in den russischen Medien. Dieses Land macht hin und wieder auf sich aufmerksam, wenn es darum geht, unbekannte unter Wasser schwimmende Objekte entdeckt zu haben und natürlich sofort weiß, dass es sich um russische U-Boote handelt.
 
Nun glaubt Schweden, dass sich Russland über ihren schwedischen Verteidigungsminister lustig macht. Dieser hatte mitgeteilt, dass Schweden bereit ist, Militäreinheiten zur Unterstützung der bedrohten Ukraine dorthin zu verlegen.
 
Das russische Außenministerium hatte auf diese Mitteilung über Facebook geantwortet, dass der schwedische Verteidigungsminister nicht der erste Feldherr ist, der Russland mit seiner heldenhaften schwedischen Armee erschrecken will. Anscheinend habe man in Stockholm nicht die richtigen Schlussfolgerungen aus den Schlachten und Kriegen gezogen, die Schweden gegen Russland geführt hat.
 
Natürlich hat sich auch der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates der Ukraine zu Wort gemeldet und der Weltöffentlichkeit mitgeteilt, dass er mit vielen westlichen Politikern Gespräche geführt habe. Alle haben mit Verständnis zugehört und versprochen, im Fall der Fälle zu helfen. Allerdings, so der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, bleibt nach wie vor eine wichtige Frage offen: Will Putin angreifen und wenn ja, wann wird er angreifen.
 
Man weiß also gar nicht, ob Putin angreifen will, versetzt aber den Rest der Welt in Hysterie.
 
Besonders gefreut haben wird die Ukrainer, dass die USA bereit sind 80.000 Kilogramm Munition im Wert von 60 Mio. Dollar zu liefern. Warum man diese humanitäre Hilfe, für die anscheinend notleidende ukrainische Armee, in Kilogramm und nicht, wie üblich, in Tonnen berechnet hat, ist wohl nur dem Umstand der Effekthascherei für weniger aufmerksame Leser und Zuschauer geschuldet. Mit eintreffen dieser Lieferung in der Ukraine, schulden die Ukraine der USA seit 2014 2,5 Milliarden USD für die Lieferung von militärischen Ausrüstungsgütern.
 
Auch Großbritannien möchte vom ukrainischen Kuchen in Stück abhaben und hat mit Kiew Gespräche über die Lieferung von militärischen Ausrüstungsgegenständen, natürlich gegen Bezahlung, aufgenommen. Es geht um Raketen verschiedener Kategorien und Einsatzmöglichkeiten.
 
Der Chef des Hauptstabes für Aufklärung des ukrainischen Verteidigungsministeriums scheint zum Lieben Gott, der ja bekanntlich für das Wetter auf der Welt zuständig ist, beste Kontakte zu haben. Während amerikanische Aufklärungsdienste informiert hatten, dass der Angriff Russlands auf die Ukraine im Zusammenhang mit dem Wetter steht und mit Abnahme der Temperaturen die Wahrscheinlichkeit eines russischen Angriffes zunimmt, weiß der Chefaufklärer der ukrainischen Armee, dass die Temperaturen im Januar und Februar wohl besonders angriffslustig sind, denn für diesen Zeitraum hat er den Angriff der russischen Armee auf sein Land vorhergesagt. Als Beweis führt er an, dass an der Grenze bereits 92.000 russische Soldaten stationiert sind, die allerdings bis vor wenigen Stunden noch niemand in der Ukraine gesehen hat.
 
Die ukrainische Aufklärung hat auch bemerkt, dass die Republiken Donezk und Lugansk eine Verstärkung ihrer Militärpräsenz vorgenommen haben. Allerdings, so betont die ukrainische Armeeaufklärung, handelt es sich um russische Truppen auf dem zeitweilig okkupierten Gebiet der Ukraine, die verstärkt werden.
 
In den beiden Republiken sollen seit 22. November Stabsübungen stattfinden. Hierzu wurden Kräfte aus der Mobilmachungsreserve hinzugezogen. Die Übungsaktivität soll unter der Führung der Achten Allgemeinen Armee des Militärbezirks SÜD Russland stattfinden – sagt die ukrainische Aufklärung.
 
Bekannt wurde ebenfalls, in welchem Land die USA, mit hoher Wahrscheinlichkeit, die Atom-Bewaffnung stationieren wollen, die sich jetzt noch in Deutschland befindet und wo Informationen kursieren, dass diese abgezogen werden soll oder muss.
 
Es stellt sicherlich für niemanden eine Überraschung dar, dass Polen die Atombewaffnung aufnehmen soll. Es stellte sich heraus, dass für eine Stationierung dieser Atombewaffnung nur Länder in Frage kommen, wo der größte Teil der Bevölkerung russophob eingestellt ist und die Stationierung somit als vermeintlichen Garant für die Sicherheit des Landes sieht. Dass diese US-Atombewaffnung eben genau zum bevorzugten Ziel für russische Gegenschläge wird, wird wohl der Bevölkerung nicht mitgeteilt. Sollte also die US-Atombewaffnung aus Deutschland abgezogen werden, so kann die deutsche Bevölkerung aufatmen, denn es werden ein paar weniger russische Raketen auf deutsche Ziele ausgerichtet sein.
 
Russische Medien informieren ebenfalls, dass die Umlagerung der amerikanischen Atombewaffnung für die neuen Länder nicht kostenlos ist. Diese Länder haben die notwendige Infrastruktur auf ihre Kosten zu bauen. Und sie haben auch die Sicherheit dieser Lagerobjekte zu gewährleisten.
 
Polen bietet für alle diese Prämissen die besten Voraussetzungen, so dass der vermutliche neue Stationierungsort klar ist. Alle anderen Länder haben nicht die idealen Voraussetzungen wie Polen.
 
Da wir gerade beim Geld sind, möchte ich gleich noch eine Information zur europäischen Inflation nachreichen – vermutlich auch eine Art der Kriegsführung. Die Inflation in der Europäischen Union ist in diesem Jahr überproportional gestiegen und man sucht dafür nach Ursachen und Schuldige. Einen schuldigen hat Polen bereits gefunden – logisch, dass an der europäischen Inflation Russland schuld ist … wer denn sonst.
 
Der polnische Premierminister kommentierte, dass Russland seine Energiepolitik so gestaltet habe, dass in Europa die Inflation überproportional wächst. Und auch die Gasleitung „Nordstream-2“ ist Schuld an der hohen Inflation in Westeuropa, die wohl in diesem Jahr 4,1 Prozent, erstmals seit 2008 erreichen wird.
 
Natürlich hat sich auch der Kreml zu Wort gemeldet und lakonisch erklärt, dass Russland keine aggressiven Pläne gegen die Ukraine schmiedet. Allerdings informierte er, dass Informationen vorliegen, dass die Ukraine aggressive Handlungen gegen den Donbass plane.
 
„Das ist noch die Frage, wer wen angreifen will. Russland die Ukraine oder die Ukraine Russland. Amerikanische und ukrainische Medien bestätigen, dass Russland eine Aggression gegen die Ukraine vorbereite. Aber wir bestätigen, dass die Ukraine aggressive Handlungen gegen den Donbass plant. Das sind Nuancen, die man beachten sollte“, - so Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten.
 
Und der russische Verteidigungsminister Schoigu hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet und informiert, dass die USA vor kurzem einen Atomschlag gegen Russland mit zehn strategischen Bombern trainiert haben. Trainiert wurde ein Angriff aus westlicher und aus östlicher Richtung – zeitgleich. Man habe eine große Intensität von Flügen der US-Luftwaffe in unmittelbarer Nähe zur russischen Grenze festgestellt – wesentlich mehr, als noch im vergangenen Jahr.

 

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Kommentare ( 1 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 26. November 2021 19:52 pm

    " ... die Atom-Bewaffnung stationieren wollen, die sich jetzt noch in Deutschland befindet und wo Informationen kursieren, dass diese abgezogen werden soll oder muss."
    Ich denke, daß die Forderung nach Abzug der Atom-Sprengköpfe aus Westdeutschland auf ausdrücklichen Wunsch der Yankees erfolgte. Durch das Vorrücken der Nato bis an die polnisch/ukrainische Grenze, ergibt sich doch eine sehr große Verbesserung für die US-Streitkräfte, wenn diese Sprengköpfe samt Raketen oder Flugzeuge ca 1000 km näher an Moskau heran gerückt werden können. Dabei ergibt sich doch die verdeckte Möglichkeit, statt der alten A-Bomben gleich neue moderne nukleare Mehrfachsprengköpfe nach Polen zu liefern.
    Das die Polen wirklich so darauf versessen sein sollen, in einem Krieg den nuklearen Tod zu erleiden, will sich mir eigentlich nicht so ganz erschließen. Denn die müssen doch sich darüber im Klaren sein, daß bei einem Nato-Angriff auf die RF ein rechtzeitiger Gegenschlag erfolgt.

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