Ist die Europäische Union ein potentieller Mörder?

Ist die Europäische Union ein potentieller Mörder?
 
Der Prozess der Sanktionierung irgendwelcher Personen, Organisationen oder wirtschaftlicher und finanzieller Vorgänge, hat sich in den letzten Tagen etwas verlangsamt. Der Vorrat an Gemeinheiten der westlichen Staatengemeinschaft, scheint sich seinem Ende zuzuneigen. Nun steht aber, die vorerst rhetorische Frage, ob die Europäische Union zu einem potentiellen Mörder werden könnte.
 
 
In den letzten zwei Wochen kam es in den russischen Medien zu Meldungen, dass es Schwierigkeiten mit der Medikamentenversorgung gäbe. Es wurden konkrete Beispiele angeführt, wie z.B. bestimmte Schilddrüsenpräparate. Hierbei handelte es sich um Importmedikamente, die anscheinend in Russland keine Alternative haben.
 
Auch ich muss Medikamente einnehmen – mit zunehmendem Alter eine normale Sache. Bis vor zwei Jahren, habe ich mich medizinisch und medikamentös in Deutschland betreuen lassen – natürlich privat. Die Corona-Periode hat mir die Chance gegeben, mich völlig umzustellen und so brauche ich weder deutsche Ärzte noch Medikamente aus Deutschland. Ich habe schon vor zwei Jahren darauf bestanden, nur noch russische Medikamente einzunehmen und meine hiesigen Ärzte konnten mir den Wunsch erfüllen. Bei der Gelegenheit verschwand auch noch eine Allergie, mit der ich mich seit 15 Jahren rumärgere. Vielleicht war der Medikamentenwechsel hierbei hilfreich.
 
Aber nicht für alle medizinischen Probleme gibt es russische Präparate. Da gibt es doch schon ein bisschen Vertrauen und Zuversicht, wenn der Minister für Industrie und Handel Denis Manturow informiert, dass die Medikamentenversorgung vollständig sichergestellt ist, auch wenn ausländische Firmen ihre Produktion in Russland einstellen oder nicht mehr nach Russland liefern wollen.
 
Wäre denn wirklich alles so gut, wie der Minister sagt, so dürfte es keinerlei Engpässe geben. Aber die Medien haben darüber informiert. Also haben wir noch Schwächen – wenn nicht in der Produktion, so doch aber vielleicht in der Logistik.
 
Letztendlich zählt aber das Ergebnis, d.h. es müssen immer alle Medikamente in einer Stadt vorhanden sein. Aber viele westliche pharmazeutische Firmen haben Russland verlassen oder haben Sanktionen verhängt. Mit anderen Worten, sie schaffen durch die Nichtlieferung oder Nichtproduktion von lebenswichtigen Präparaten eine reale Lebensgefahr für die Patienten, mit denen sie bisher Geld verdient und die ihren Präparaten vertraut haben. Es besteht die Gefahr, dass diese Menschen sterben, damit westliche Politiker ihren politischen Willen zur Erdrosselung Russlands durchsetzen können.
 
Dabei wird doch immer wieder von den westlichen Sanktionierern betont, dass die Sanktionen nicht gegen das einfache russische Volk gerichtet sind, sondern gegen Putin und seine Oligarchen. Da scheint wohl den westlichen Politikern einiges entgangen zu sein. Und das bringt mich zu der Überlegung, ob hier nicht der Fall einer unterlassenen Hilfeleistung vorliegt, oder aber Totschlag oder aber sogar Mord, denn die Vorenthaltung von Medikamenten ist eine geplante und hinterlistige Tat mit dem Ziel, billigend den Tod eines Menschen in Kauf zu nehmen.
 
Bekannt geworden ist der Weggang der Schweizer Firma „Novartis AG“. Die amerikanische Firma „Eli Lilly“ wird keine Medikamente mehr nach Russland exportieren. Auch „Bayer“, „Merck“, „Pfizer“ und andere Firmen werden in diesem Zusammenhang genannt.
 
Russland hat nun begonnen, eine Liste der Medikamente und medizinischen Ausrüstungsgüter zu erarbeiten, die bisher importiert worden sind und die weder in Russland noch in befreundeten Ländern hergestellt werden. Man bereitet sich also in Russland auf weitere „mörderische“ Entscheidungen westlicher Firmen vor.
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Kommentare ( 2 )

  • Frank.3

    Veröffentlicht: 30. März 2022 12:58 pm

    Ich bin neu hier auf dieser Seite und bin froh nun auch Berichte der" anderen Seite" lesen und kommentieren zu können. Vieles wird uns im Westen bewusst verschwiegen, um so wichtiger sind Seiten wie ihre. Die von ihnen angesprochene Problematik mit Medikamenten ist mir z.B. gänzlich unbekannt und absolut beschämend.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 30. März 2022 13:00

      ... herzlich willkommen. Sie werden hier viele Informationen finden, die Sie in den klassischen deutschen Medien nicht lesen können. Ich bin auch auf VKontakte zu erreichen und auf Telegram.

      Ich habe meine Zusammenarbeit mit „YouTube“ und „Facebook“ eingestellt. Sie finden mich ab sofort unter folgender neuer Adresse „BALTISCHE WELLE“: https://t.me/baltischewelle oder bei https://vk.com/u.niemeier oder über meine Internetseite http://kaliningrad-domizil.ru

  • Frank.3

    Veröffentlicht: 30. März 2022 13:09 pm

    Hallo Herr Niemeier und vielen Dank für die Info
    Viele Grüße
    Frank Krause

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