Keiner wird frieren in Europa – verspricht Sergej Lawrow

Keiner wird frieren in Europa – verspricht Sergej Lawrow
 
Natürlich werden westliche Politiker die Worte des russischen Außenministers Lawrow anzweifeln, denn immerhin hat er diese am 1. April, dem Welttag der Falschmeldungen geäußert. Aber wer mit Russlands Geschichte seit dem 7. Oktober 1917 vertraut ist, weiß, dass Russland alle Verträge eingehalten hat und niemals den Gas- oder andere Hähne zugedreht hatte.
 
 
Westliche Politiker werden nicht müde, immer wieder vor der drohenden Energieabhängigkeit aus Russland zu warnen. Vor der amerikanischen Abhängigkeit hat niemand Angst, obwohl Russland bisher immer seinen Nichtwillen demonstriert hat, einen Wirtschaftskrieg führen zu wollen, ganz im Gegensatz zu den Amerikanern, die in den letzten Jahren völlig offen und ungeniert der Welt zeigen: Wer nicht so will, wie wir es sagen, bekommt unsere Sanktionsmacht zu spüren.
 
Russland hat eine TV-Sendung – natürlich im Propagandakanal ARD … nein, in Russland heißt der Kanal „Erster Kanal“. Ob man auf diesem Kanal besser hört oder sieht, wie auf anderen Kanälen, kann ich nicht sagen. Manchmal geht es dort recht heftig zu, insbesondere bei Talkshows. Und natürlich erhalten russische Politiker hier ausreichend Gelegenheit, ihre Gedanken und Meinungen zu äußern, in erster Linie natürlich die Regierung. Wo sonst soll die Regierung denn ihre Meinung äußern? Die Opposition, die parlamentarische und die außerparlamentarische, haben Unmengen von Medienmöglichkeiten geschaffen und somit muss man auch dem russischen Staat die Möglichkeit geben, dass er über Medien, zumal dem regierungseigenen und gebührenfreien TV-Sender „Erster Kanal“, seine Meinung und Ansichten äußert.
 
 
Und dieser „Erste Kanal“ hat das Sendeformat „Bolschaja Igra/Großes Spiel“. Hier trat Sergej Lawrow auf und erklärte, dass Russland niemals Europa erpressen wird, schon gar nicht mit seinen Energieressourcen.
 
„Wir haben eine prinzipielle Meinung, die durch nichts beeinflusst werden kann – wir werden niemals unsere Energieträger nutzen, unsere Lieferlogistik für Öl und Gas nach Europa als Druckmittel ausnutzen“, - so der russische Außenminister.
 
Nach dieser Äußerung des russischen Außenministers, wollte einer der Journalisten wissen, ob das auch für den Fall gilt, wenn Russland vom SWIFT oder sonstigen lebenswichtigen Dingen abgeschnitten werden sollte.
 
„Wir werden das nicht tun. Es handelt sich hier um eine prinzipielle Position des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Wir werden uns nicht in die Situation bringen, wo wir die Bürger der Europäischen Union frieren lassen müssen. Wir werden dies niemals tun“, - wurde Lawrow sehr deutlich.
 
Wir sind nicht das Kiewer Regime, welches den Wasserhahn zur Krim geschlossen hat und sich nun darüber freut. Dies ist eine schändliche Position in der internationalen Arena. Immer wieder spricht der Westen über die Gefahr, dass wir die Lieferung von Energieträgern einstellen, aber über die realen Handlungen Kiews, welches das Wasser abgestellt hat, schweigt man im Westen.
 
Die Gewährleistung der grundsätzlichen Dinge, die das Leben von Menschen sicherstellt, darf niemals Gegenstand von Sanktionen sein – ergänzte Sergej Lawrow.
 
Videoeinspielung: Sergej Lawrow im Interview

 

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Kommentare ( 1 )

  • Günther Tröge

    Veröffentlicht: 2. April 2021 10:20 pm

    Das ist einer der wesentlichsten Unterschiede zu den ständig gepriesenen Werten der NATO-Staaten die glauben mit Sanktionen den Rest der Welt ihre Sichtweisen des Lebens aufzudrängen. Deutschland als Juniorpartner der USA, versucht auch hierbei seinem Herrn in Übersee nachzueifern und nimmt dabei in Kauf, immer offensichtlicher seine Eigenständigkeit zu verlieren.

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