Kommen bald amerikanische Soldaten nach Kaliningrad?

Kommen bald amerikanische Soldaten nach Kaliningrad?

Amerikanische Touristen spielen in der Statistik des Ministeriums für Kultur und Tourismus des Kaliningrader Gebietes nur in der Spalte „Sonstige“ eine Rolle. Das könnte sich aber vielleicht bald ändern, wenn Polen mit den USA einen Vertrag unterzeichnet.

Polen hat die Absicht – so verkündete es der Leiter der polnischen Präsidialkanzlei – Anfang September eine Vereinbarung über die militärische Zusammenarbeit mit den USA zu unterzeichnen.

Zynische Stimmen kommentieren, dass es sich bei dieser geplanten Vereinbarung um eine ähnliche handelt, wie die aus dem vorigen Jahrhundert, als Polen gerne mit seinem großen Nachbarn Sowjetunion in einem Bett liegen und mit ihr kuscheln wollte.

Nun werden wohl die im vorigen Jahrhundert abgezogenen sowjetischen Soldaten durch US-Soldaten ersetzt.

Am 1. September, dem Beginn des Zweiten Weltkrieges, wird der amerikanische Präsident Trump in Polen erwartet. Weder der amerikanische Präsident noch Amerika selber haben zwar etwas mit Polen im Rahmen des Zweiten Weltkrieges zu tun, aber als einer der Sieger im Zweiten Weltkrieg, will man den Vertreter der USA gerne auf der Ehrentribüne der Feierlichkeiten sehen. Den Präsidenten des Staates, welcher Polen von den deutschen Truppen gesäubert hat, will man nicht sehen.

Und während des Aufenthaltes des US-Präsidenten soll der Vertrag über militärische Zusammenarbeit unterzeichnet werden. Da sich bereits jetzt eine nicht gerade kleine Anzahl von amerikanischen Soldaten in Polen aufhält, werden sich die Polen wohl bald noch über mehr amerikanische Freunde freuen können, die die Passierbarkeit des polnisch-litauischen Korridors Suwalski gewährleisten sollen.

 

 

Hätte Polen auch den russischen Präsidenten Putin zum Gedenktag eingeladen, so hätten die beiden Präsidenten auch besprechen können, ob die in Polen stationierten amerikanischen Soldaten mit dem neuen eVisum nach Kaliningrad einreisen können – immerhin sind sie ja Gäste Polens, auch wenn sie Amerikaner sind und somit nicht zu den Bevorzugten für das eVisum gehören.

 

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