Lawrow erklärt: Russland hört auf zu „himmeln“. Schlussstrich im Verhältnis zur EU?

Lawrow erklärt: Russland hört auf zu „himmeln“. Schlussstrich im Verhältnis zur EU?
 
Wie Balsam auf meine verwundete, russisch-adaptierte Seele, wirkten die Äußerungen des russischen Außenministers Lawrow am heutigen Abend. Russland hört nicht nur auf Deutschland anzuhimmeln, sondern überdenkt auch sein Verhältnis zur gesamten Europäischen Union.
 
 
Im heutigen Beitrag von „Kaliningrad-Domizil“ unter dem Titel „Deutschland will Rosinenpolitik mit Russland“ klagte ich darüber, dass Russland immer noch Deutschland anhimmelt, wohl in dem Glauben, ohne Deutschland nicht leben zu können. Für jemanden, der mehr als nur Sympathien für Russland hat, ein unerträglicher Zustand, wenn man sich mit Politik, mit der deutschen Politik beschäftigt und sieht, was selbst ein Blinder sieht: Deutschland ist politischer Kriegsgegner Russlands und besetzt die vorderste Frontlinie.
 
Grafik: Titelaufmachung (Klicken Sie auf die Grafik, um zum Beitrag zu gelangen)
 
Wenige Stunden später äußerte sich der russische Außenminister Sergej Lawrow zur Situation zwischen Russland und der Europäischen Union. Er meinte, dass es langsam Zeit wird, dass Russland sein Verhältnis zur Europäischen Union überdenkt.
 
Ich empfand ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit, dass meine Gedanken, die nicht selten emotionalen, aber auch angriffslustigen Charakter tragen, auch bei russischen Entscheidungsträgern so vorhanden sind. Mit meinen Überlegungen liege ich also nicht ganz verkehrt – zumindest aus russischer Sicht.
 
Sergej Lawrow kommentierte, dass es Zeit wird für Russland, endlich aufzuhören in Richtung Europäische Union zu schauen, um deren Meinung und Beurteilung zu berücksichtigen. Wenn die Europäische Union nicht die Notwendigkeit eines gegenseitig wertschätzenden Dialogs mit Russland versteht, so wird es wohl notwendig sein, dass Russland sein Verhältnis mit Brüssel beendet.
 
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„Mit den Leuten, die im Westen für die Außenpolitik verantwortlich zeichnen und die nicht die Notwendigkeit eines gegenseitig wertschätzenden Gespräches verstehen, werden wir einfach die Kontakte auf eine bestimmte Zeit abbrechen müssen.
 
Videoeinspielung: Internetfund
 
Dies um so mehr, wo Frau Ursula von der Leyen erklärt, dass man mit, den gegenwärtig Verantwortlichen in Russland, keine geopolitische Partnerschaft schaffen kann. Dann soll es eben so sein, wenn die es so wollen“, - erklärte der russische Außenminister.
 
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Die russischen Medien erinnern an die am Montag durch die Europäische Union beschlossenen, aber noch nicht in Kraft getretenen Sanktionen, gegen 10 russische Staatsbürger, im Zusammenhang mit der Nawalny-Affäre. Sergej Lawrow kommentierte, dass sich die Europäische Union in dieser Angelegenheit unangemessen und inakzeptabel aufführt. Russland wird versuchen zu verstehen, ob es überhaupt möglich ist, mit der EU irgendwelche Geschäfte unter den jetzigen Bedingungen durchzuführen.
 
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Wenn man sich diesen einen Satz, diesen letzten Satz, auf der Zunge zergehen lässt, so kommt eine Ahnung auf, dass vielleicht sogar Russland die Initiative ergreift und den Bau von Nordstream-2, wegen andauernder Erpressungen seitens westlicher Politiker, als perspektivlos einstuft und beendet. Finanzielle Verluste hierbei betreffen nicht Russland, sondern rund 100 deutsche und andere Firmen. Das nicht nach Deutschland gelieferte Gas wird problemlos andere Abnehmer finden.
 
Mir scheint, Russland ist auf einem konsequenten und richtigen Weg.
 
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