Nawalny will nicht nackt nach Russland zurückkehren

Nawalny will nicht nackt nach Russland zurückkehren
 
Alexej Nawalny befindet sich gegenwärtig in Deutschland zur medizinischen Behandlung. Er plant seine Rückkehr nach Russland. Das deutsche Krankenhaushemd scheint ihm für seine triumphale Rückkehr nicht repräsentativ genug zu sein. Und er fordert von Russland seine Bekleidung zurück.
 
 
Bei seiner Einlieferung in das Krankenhaus in Omsk wurde der Patient Nawalny ausgezogen und er bekam die dortige, vermutlich ebenfalls wenig attraktive, Krankenhausbekleidung, wie sie üblich ist für stationäre Patienten.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Unsichtbarer Reisender“
 
Bei der Abreise nach Deutschland nahm seine Begleitung zwar Mineralflaschen mit Nowitschok-Abfüllung mit, aber nicht die Bekleidung des Patienten. Nun fordert Herr Nawalny seine Bekleidung zurück.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Besonderheiten des nationalen Fischfangs“
 
Das Krankenhaus hat dem exOmsker Patienten geantwortet, dass russische Ermittlungsbehörden im Rahmen von Voruntersuchungen, die Bekleidung zur Aufbewahrung entgegengenommen haben.
 
Unklar ist, warum kein Massensterben in Omsk unter dem Krankenhauspersonal und den Ermittlungsbehörden eingesetzt hat, zumindest jedoch müssten dutzende von Personen ins Koma gefallen sein, denn wenn Wasserflaschen mit Nowitschok vergiftet waren, so doch auch die Bekleidung von Nawalny. Wer damit in Kontakt kommt, ist eigentlich schon tot – so sagen es zumindest die Entwickler von Nowitschok.  
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Besonderheiten des nationalen Fischfangs“
 
Es darf angezweifelt werden, dass Russland die Bekleidung nach Deutschland liefert. Man kann wohl davon ausgehen, dass Herr Prigoschin, der russische Unternehmer, der sich sehr um das Wohl von Herrn Nawalny, seinem Schuldner von 107 Mio. Rubel kümmert, vermutlich Geld sendet, damit sich Nawalny in Deutschland neu einkleiden kann. Und bei der Gelegenheit zeigt Russland dem deutschen BND, oi, Entschuldigung, ich meine natürlich den deutschen Behörden, die vermutlich dringend auf die Bekleidung zur Beweismanipulierung warten, die bekannte „Figur aus drei Fingern.“
 
Foto: Figur aus drei Fingern
 
Nawalny fordert von den russischen Behörden, dass seine Bekleidung, ordentlich verpackt, ihm nach Deutschland überstellt wird. Damit die Russen auch wissen, was er unter „ordentlich“ versteht, schrieb er, dass alles in einer Plastetüte verpackt werden soll.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker
 
Zwischenzeitlich hat Russland eine weitere Anfrage nach Deutschland gesandt. Die Generalstaatsanwaltschaft möchte gerne mit dem russischen Staatsbürger Alexej Nawalny ein Gespräch führen. Es geht um Einzelheiten seiner Reise nach Nowosibirsk und Tomsk.
 
Weiterhin möchte man sich selber von seinem Gesundheitszustand überzeugen und von ihm direkt hören, wie es ihm denn geht.
 
Außer dem Small-Talk möchte aber die Staatsanwaltschaft auch wissen, wer die Reise von Nawalny in die Tiefen des russischen Landes geplant habe, wer ihn von Moskau aus, bis zu seinem Eintreffen in Omsk, begleitet hat.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Preschwalski“
 
Weiterhin möchte die Staatsanwaltschaft wissen, warum Herr Nawalny während seines Aufenthaltes in Tomsk das Hotelzimmer gewechselt hat. Die Antwort, dass die Matratze zu hart oder zu weich war, wird den Staatsanwalt vielleicht nicht so richtig überzeugen.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Priwalowskije Millionen“
 
Man kann wohl davon ausgehen, dass Deutschland, welches keine einzige bisherige Anfrage Russlands beantwortet hat, auch die Befragung von Nawalny durch russische Rechtspflegeorgane oder andere Personen nicht zulassen wird.
 
Die russischen Rechtspflegeorgane wollen aber zwischenzeitlich nicht untätig bleiben. Die zuständigen Behörden, sprich Transportpolizei bzw. Staatsanwaltschaft, hatten begonnen, Begleiter von Nawalny während seiner Reise zu befragen.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Der Revisor“
 
Jetzt erklärte der Direktor der Nawalny-Stiftung „Fond zur Korruptionsbekämpfung“, dass man nicht mehr zu diesen Gesprächen erscheinen werde. Der Direktor kommentierte, dass es überhaupt keinen Anlass für derartige Gespräche gäbe und auch die rechtliche Grundlage für derartige Gespräche fehle. Der Direktor bezweifelte die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft bzw. der Transportpolizei in dieser Angelegenheit und meinte, dass das russische Untersuchungskomitee sich mit dem Fall beschäftigen müsse.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Wahltag“
 
Wie die russischen Behörden dann erfolgreich ermitteln sollen, wenn die unmittelbar Beteiligten die Zusammenarbeit verweigern, bleibt offen.
 
Für eine weitere Nawalny-Angelegenheit, die bereits seit längerer Zeit in Russland anhängig ist, ist aber unzweifelhaft und in letzter Instanz der Oberste Gerichtshof Russlands zuständig. Dieser erfüllte die Forderungen des Justizministeriums und liquidierte die politische Partei Nawalnys „Russlands Zukunft“. Ein Gericht hatte im vergangenen Jahr die Registrierung der Partei mit der Begründung verweigert, dass es bereits eine Organisation mit dieser Bezeichnung gäbe. Als Initiator für die Gründung der Partei trat die Nawalny-Stiftung „Fond zur Korruptionsbekämpfung“ auf, deren Liquidierung Nawalny, wegen drohender Zahlungsunfähigkeit, angekündigt hat.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Der Idiot“
 
Somit wird Nawalny, nach seiner Rückkehr nach Russland, ausreichend Zeit haben, sich den Fragen der russischen Rechtspflegeorgane zu stellen, denn es gibt keinerlei Nawalny-Strukturen mehr in Russland.
 
Videoeinspielung: Kinoklassiker „Das Dorfgericht“

 

Reklame

Kommentare ( 0 )

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung