Pressesprecher des russischen Präsidenten beunruhigt über Situation im Donbass

Pressesprecher des russischen Präsidenten beunruhigt über Situation im Donbass
 
 
Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten, zeigte sich besorgt über die Verstärkung der NATO-Gruppierung im Umfeld der Ukraine. Die Situation im Donbass bezeichnete Peskow als durchaus erschreckend.
 
 
Russland wird zusätzliche Schritte einleiten, um seine Sicherheit zu gewährleisten – so Peskow am 2. April mit Blick auf die Verstärkung der NATO-Gruppierung in den Nachbarländern der Ukraine.
 
Vorausgehend verlautete aus der Präsidialverwaltung des ukrainischen Präsidenten, dass die Länder der NATO, die eine gemeinsame Grenze mit der Ukraine haben, die Gefechtsbereitschaft ihrer Truppen erhöhen müssen. Noch einen Tag zuvor verlautete aus der ukrainischen Präsidialverwaltung, dass die Ukraine, gemeinsam mit der NATO, Militärmanöver fortsetzen und den ukrainischen Luftraum durch ständige Kontrollflüge unter Kontrolle halten sollen.
 
Dies hat unzweifelhaft zum Anwachsen der Spannungen an der russisch-ukrainischen Grenze geführt.
 
 
Natürlich erfordert dies zusätzliche Maßnahmen der russischen Seite zur Gewährleistung der Sicherheit des Landes – kommentierte Dmitri Peskow. Russland habe das Recht, auf seinem Territorium Truppen dorthin zu verlegen, wo es dies für nötig erachte und dies muss niemanden beunruhigen. Er reagierte damit auf die Erklärung des Oberkommandierenden der ukrainischen Streitkräfte, der informierte, dass Russland an der Grenze zur Ukraine große Truppenverbände konzentriert.
 
Auf die Situation im Donbass eingehend, sprach Peskow von einer Vielzahl von Zwischenfällen und Provokationen durch ukrainische Armeeangehörige an der Frontlinie.
 
Die Charakterisierung der ukrainischen Seite, die Russland als Gegner bezeichnet hatte, wies Peskow zurück. Russland hat niemanden bedroht und wird niemanden bedrohen – auf dieser Basis baut Russland seine Politik auf – ergänzte Peskow.
 
Das Lugansker Informationszentrum berichtet über Artilleriebeschuss durch die ukrainische Armee. Verwendet werden großkalibrige 122mm-Geschosse. Erinnert wird daran, dass die Minsker Vereinbarungen den Einsatz derartiger Waffen verbieten.
 
Die russischen Medien berichten weiterhin über offizielle Äußerungen ukrainischer Verantwortlicher, dass man sich, gemeinsam mit der NATO, auf einen Krieg um die Krim vorbereite. Äußerungen zu diesem Umstand tätigte der Pressesekretär der ukrainischen Kontaktgruppe für die Regulierung der Situation im Donbass Alexej Arestowitsch in einem Interview mit ukrainischen Medien.
 
Im Rahmen der NATO-Übung „Defender Europa 2021“ wird ein Krieg gegen Russland trainiert. Der angedachte Kriegsschauplatz sind die Länder des Balkan, die Krim und alles, was sich nördlich von ihr befindet. Das NATO-Manöver ist für die Monate Mai/Juni geplant und ist das größte NATO-Manöver seit dem Ende des Kalten Krieges. Neben NATO-Mitgliedsländern nehmen an der Übung auch die NATO-Partnerländer Ukraine, Georgien und Moldawien teil.
 
 
Geäußert hat sich auch der ehemalige Premierminister der Ukraine Nikolai Asarow zu einem möglichen Krieg um den Donbass. Er kommentierte, dass, ohne einen entsprechenden Befehl aus den USA, es nur zu kleineren lokalen Provokationen kommen wird.
 
Videoeinspielung: Zitat Sergej Lawrow zum Schicksal der Ukraine
 
Bekannt wurde die neue Strategie der Ukraine für einen Krieg mit Russland. Der Krieg gegen Russland beginnt dann, wenn sich die Ukraine bedroht fühlt, entweder durch eine reale Aggression oder durch eine Gefahr für die militärische Sicherheit der Ukraine. In den veröffentlichten Kommentaren zu dieser neuen Strategie wird nicht davon gesprochen, dass eine Aggression dann beginnt, wenn ein Gegner die Staatsgrenze verletzt hat. Der Krieg beginnt dann, wenn die Ukraine meint, provoziert zu werden und ein militärischer Konflikt auf dem Territorium der Ukraine von außen unterstützt wird.
 
Zu Wort gemeldet hat sich auch der erste Präsident der Ukraine Leonid Krawtschuk, der sich einen besonderen Namen durch seine antirussische Rhetorik gemacht hat. In der letzten Zeit wurden seine Erklärungen und Kommentare ständig aggressiver. Er ist der Vertreter der Ukraine bei der Dreierkommission zur Regelung der Situation um den Donbass.
 
 
Er kommentierte, dass Russland keine Freunde habe. Russland habe nur Feinde oder Lakaien. Gegenwärtig ist die Ukraine Feind und Weißrussland erfüllt die Rolle eines Lakaien.
 
Der ukrainische exPräsident kommentierte, dass es zu einem Gespräch zwischen Selenski und Biden gekommen ist. Zur gleichen Zeit fand ein Gespräch zwischen Lukaschenko und Putin statt. Das ist für Krawtschuk der Beweis, dass Russland die Ukraine als selbständigen Staat nicht anerkennt und vernichten will.
 
Am Samstagnachmittag wurde bekannt, dass bei einem Angriff der ukrainischen Streitkräfte mit einer Drohne am Stadtrand von Donezk, ein Kind ums Leben gekommen ist und eine Zivilistin schwer verletzt wurde.
 
Die Volksmiliz der Donezker Volksrepublik rief die internationalen Beobachter auf, diesen Zwischenfall zu fixieren, sowie die Vielzahl der Fälle, in denen die ukrainische Armee die vereinbarte Waffenruhe verletze.
 
Es wird eingeschätzt, dass sich die Situation am 3. April entlang der gesamten Frontlinie in Donezk stündlich zuspitzt.
 
Der ukrainische Präsident beschuldigte Russland mit den Muskeln zu spielen.
 
Die Hauptverwaltung Aufklärung der ukrainischen Armee ließ verlauten, dass Russland sich darauf vorbereite reguläre Truppen auf das Gebiet der Donezker und Lugansker Volksrepubliken zu verlegen.
 
In Odessa haben ukrainische Nationalisten eine Protestaktion vor dem Gebäude des russischen Konsulats durchgeführt. Ein Videobeitrag wurde im Sozialnetzwerk „Facebook“ veröffentlicht. Grund für die Aktion der Nationalisten war die Zuspitzung der Lage im Donbass. Die Protestierer, gekleidet in Tarnuniformen, rufen Losungen „Ruhm der Nation“ und „Tod den Feinden“ sowie „Ukraine, Ukraine über alles“.
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