Putins Bilderrätsel auf der Krim-Brücke

Putins Bilderrätsel auf der Krim-Brücke
 
Putin sollte man nicht nur zuhören, wenn er etwas sagt. Man sollte auch manchmal nachdenken über das, was er sagt oder auch einfach nur tut. Er liebt es, zwischen den Zeilen zu sprechen. Er liebt es aussagekräftige Geschenke zu machen und er liebt Öffentlichkeitsarbeit mit geheimnisvoller Signalfunktion.
 
 
Am Montag, einen Tag vor Nikolaus, veröffentlichten russische Medien Informationen und Bilder vom Besuch des russischen Präsidenten Putin auf der Krim. Vermutlich wird es den ukrainischen Präsidenten Selenski geärgert haben, dass Putin ohne seine Genehmigung über die wieder instandgesetzte Brücke auf die Krim fuhr.
 
Putin machte ein paar Anmerkungen zum Tempo und der Qualität der Instandsetzung. Er fand die Brücke schön. Und natürlich war ein Kameramann mit im Auto und filmte das Gespräch, welches Putin mit dem, ihn begleitenden russischen Vizepremier Marat Chusnullin führte. Und wie zufällig, so ganz nebenbei, bemerkte der aufmerksame Zuschauer den Mercedes-Stern auf dem Lenkrad.
 
Videoeinspielung: Putin im Mercedes-Fahrzeug
 
Logisch, dass dies sofort Fragen provozierte. Für Antworten auf derartige Fragen ist der Pressesprecher Putins zuständig. Dieser meinte, dass gerade kein anderes Auto vor Ort war und somit habe man das genommen, was da eben so rum stand.
 
Videoeinspielung: Dmitri Peskow erzählt, wie er Fahrzeuge überführt hat
 
Wie man sieht, hat man in der russischen Präsidentenadministration seinen Humor noch nicht verloren, trotzdem ja, glaubt man den westlichen Quellen, die Vorräte an Raketen und Granaten sich dem Ende neigen und nun wohl auch das Geld knapp wird, nachdem die Europäische Union den Ölpreis gedeckelt hat und den Transport von russischem Öl versucht zu erschweren.
 
Warum Putin mit einem Fahrzeug aus dem Feindesland Deutschland gefahren ist, bleibt nun den neugierigen Russlandfreunden und -feinden überlassen zu phantasieren. Ich persönlich bin auch noch zu keinem vernünftigen Schluss gekommen. Aber die Analytiker des BND werden wohl dem Bundeskanzler schon Lösungsvarianten des Putin-Krim-Brücke-Bilderrätsels anbieten können.
 
 
Putin soll dann auch noch darauf hingewiesen haben, dass eine feste Landverbindung auf die Krim notwendig ist. Er wisse, dass man daran arbeite. Die Landverbindung verläuft durch die drei russischen Regionen Donezk, Saporoshez und Cherson.
 
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Sie sahen einen Beitrag von „Baltische Welle“. Vielen Dank für Ihr Interesse. Tschüss und Poka aus Kaliningrad.
 
 
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