Russische Luftabwehrsysteme S-300 fast schon altbacken

Russische Luftabwehrsysteme S-300 fast schon altbacken

 

Bis zum Jahre 2014 hatte wohl kaum jemand von den russischen Luftabwehrsystemen S-300 gehört. Wen interessierte schon die russische Armee? Das änderte sich plötzlich ab 2015, als Russland sich in Syrien engagierte.

Nach einigen Zwischenfällen in Syrien, entschied Russland zum Eigenschutz und zum Schutz syrischer Einrichtungen, Raketensysteme S-300 nach Syrien zu verlegen. So, wie Israel und die USA darauf reagierten, war es ein eindeutiges Signal, dass es sich hierbei wohl nicht um Potjomkinsche Raketen handelt.

 

 

Kaum hatte die Welt Kenntnis von diesen Systemen genommen, wurde bekannt, dass Russland bereits über wesentlich modernere Systeme S-400 verfügt. Sie stehen u.a. in Kaliningrad und sollen dort für die Luftsicherheit Russlands sorgen.

Neuerdings stehen diese Raketensysteme aber auch in der Türkei. Das NATO-Land hat sich entschieden, drei Abteilungen dieser Systeme zu kaufen und zwei Abteilungen sind bisher geliefert worden. Die Reaktion der USA, die sofort mit Sanktionen reagierte, zeigen, dass es sich auch bei diesen Systemen nicht um Spielzeug handelt.

 

 

Ab und zu tauchten dann aber auch schon Informationen über die russischen Raketensysteme S-500 auf – streng geheim natürlich. Aber am Wochenende war es mit der Geheimniskrämerei vorbei und der Chef von RosTech Sergej Schemesow/Сергей Чемезов informierte, dass man Mitte 2020 mit der Serienproduktion der neuesten Raketenabwehrsysteme beginne. Der Bedarf der russischen Armee ist anscheinend so groß, dass man die kommenden fünf Jahre keinerlei Verkäufe an Drittstaaten vornehmen werde.

Dafür ist man aber bereit, der stark gewachsenen Nachfrage nach Systemen S-400 in der Welt nachzukommen und Bestellungen zu realisieren. Neben der Türkei, könnte auch Indien zukünftig ein Großabnehmer sein. Man sei bereits im Gespräch – so Schemesow.

Bleibt somit nur eine neugierige Frage offen: Wie ist der Entwicklungsstand der S-600?

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