Russische Oligarchen von Amerikas Gnaden spüren amerikanische Ungnade

Russische Oligarchen von Amerikas Gnaden spüren amerikanische Ungnade
 
Die USA und ihre Verbündeten haben in den letzten Jahren eine Vielzahl von Sanktionen gegen Russland im allgemeinen und gegen konkrete russische Personen verhängt. Jetzt geht man in den USA den nächsten Schritt – Haussuchungen bei russischen Oligarchen, die eigentlich amerikanische Oligarchen sind.
 
 
Der Name „Deripaska“ ist allen in Russland bekannt. Ein russischer Oligarch, der ständig im Zentrum der Aufmerksamkeit der russischen Gesellschaft steht.
 
Es gibt aber noch viele andere russische Oligarchen, die alle in Russland bekannt sind – bekannt bei Babuschka, bei Kindern im Kindergarten und bei allen anderen Mitgliedern der russischen Gesellschaft natürlich auch.
 
Im Westen wird der Begriff „Oligarch“ gerne benutzt, um die soziale Ungerechtigkeit in der russischen Gesellschaft zu bezeichnen. Aber die Oligarchen müssen auch herhalten, um zu begründen, wie böse Putin ist, der sich mit diesen Oligarchen umgibt, von diesen gestützt und finanziert wird.
 
Die Wenigsten wissen wirklich, was ein Oligarch ist, woher sie kommen und wie sie eigentlich entstanden sind.
 
Im Rahmen meiner gegenwärtigen Arbeit zur Aufarbeitung der Ereignisse in der Sowjetunion in den Jahren 1990/91 und den darauffolgenden wilden, ungesetzlichen Zeiten in Russland, werde ich die Thematik der Oligarchen ausführlich behandeln.
 
Beschäftigt man sich mit dieser Zeit, kommt man zu erschreckenden Erkenntnissen. Man erfährt, dass es keine russischen Oligarchen gibt, sondern es gibt amerikanische Oligarchen mit russischer Nationalität.
 
In Vorbereitung des Zusammenbruchs der Sowjetunion und in Vorbereitung des weiteren Zusammenbruchs der Russischen Föderation, wurde die Kaste der Vertrauenspersonen, auch häufig als Strohmänner bezeichnet, durch die USA in Russland geschaffen. Man suchte aus der exPartei-Nomenklatur oder auch in anderen sowjetischen und russischen Strukturen Personen, denen man vertrauen und im Rahmen der Raub-Privatisierung ehemaliges Volkseigentum in unterschiedlichen Formen anvertrauen konnte. Diese Personen wurden zu Oligarchen und mit tausenden von Beratern direkt in der russischen Regierung, sorgten die USA dafür, dass die privatisierten Objekte des Volkseigentums, nur in deren Hände gelang. Hinter den Kulissen dieser Oligarchen standen natürlich US-Strukturen.
 
Wichtig war, dass diese amerikanischen Oligarchen russischer Nationalität immer die Interessen der USA wahrnahmen. Damit dies garantiert war, mussten die Oligarchen alle erarbeiteten Gelder in das Ausland transferieren und weiteres Eigentum im Ausland schaffen. Das machte diese Oligarchen abhängig, denn wer nicht mitspielt, lief Gefahr, mit Sanktionen belegt zu werden, d.h. Einreiseverbot und Konfiszierung von Konten und sonstigen Aktiva – also Dingen, die ihnen ja sowieso nicht gehörten, die sie nur verwalteten und von denen sie ein paar Krümelchen für ihr eigenes komfortables Leben durch ihre amerikanischen Auftraggeber hingeworfen bekamen.
 
 
 
 
In dem Zusammenhang werden sich meine Zuschauer sicherlich an die Offshore-Zonen, den Zentren für das Verstecken von illegalen Geldern in der westlichen Einflusssphäre erinnern. Wobei der Begriff nicht richtig ist, denn es handelt sich nicht um westliche, sondern um amerikanische Einflusssphären, denn die Schaffung dieser Offshore-Zonen erfolgte über amerikanische Initiativen, um über diese Zonen Einfluss auf die Verhaltensweisen derer nehmen zu können, die ihre Gelder und Aktiva hier versteckten – also nicht nur der Russen, sondern von Politikern und anderen Entscheidungsträgern weltweit.
 
 
Einige russische Oligarchen haben wohl den Ruf der Heimat verstanden und begonnen, dieser Heimat zuzuhören, haben Angebote genutzt, um ihr „russisches Kapital“ zu legalisieren, es nach Russland zurückzuführen, in Russland zu investieren.
 
Soweit zur langatmigen Vorgeschichte.
 
Zu denen, die sich wohl auf ihre russische Heimat rückbesinnen, scheint auch Deripaska zu gehören. Dieser verfügt über riesige Industrieimperien in Russland, die durch die USA mit wirklich heftigen Sanktionen belegt worden sind. Deripaska wurde gezwungen, sich von diesen Aktiva zu trennen – verstehen Sie, liebe Zuschauer? Wie kann es sein, dass Amerika einen russischen Bürger zwingen kann, sich von seinem Eigentum zu trennen?
 
Deripaska hat dies getan und hat anscheinend parallel versucht, zu retten, was zu retten geht. So hat er sich in der Kaliningrader Offshore-Zone registriert. Die Kaliningrader Offshore-Zone ist eine von zwei russischen Offshore-Zonen, die Russland speziell geschaffen hat, um rückkehrendes Kapital aus dem Ausland eine neue russische Heimstatt zu geben.
 
 
 
 
Die Amerikaner sehen nun mit Sorge diese Tendenz, denn die Kaliningrader Offshore-Zone hat schon einige interessante Namen als Residenten zu verzeichnen.
 
Nun gilt es für die USA, an alle untreuen Vasallen aus Russland, Signale zu senden. Ein Signal war die schon erwähnte Enteignung Diripaskas. Ein zweites Signal war die, Anfang dieser Woche durchgeführte, Haussuchung bei Deripaska in den USA.
 
Allerdings haben die US-Behörden nicht das Haus durchsucht, in dem Deripaska persönlich wohnt, sondern in diesem Haus wohnen andere Familienmitglieder. Der Warnschuss der USA geht also auch gegen das gesamte Umfeld dieser russischen Oligarchen von Amerikas Gnaden. Man hofft wohl, dass die so verwöhnten Russen auf ihre „Oberhäupter“ Einfluss nehmen, um den Prozess der Rückbesinnung auf die russische Heimat noch zu stoppen.
 
Vier Stunden dauerte die Haussuchung in einer komfortablen Villa. Sie FBI-Agenten schleppten Kisten und Koffer aus dem Haus und waren nicht bereit mitzuteilen, was sich darin befand.
 
 
 

 

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