Russischer Senator sendet Signale: Krieg oder Neustart

Russischer Senator sendet Signale: Krieg oder Neustart
 
Der Senator im russischen Föderationsrat Andrej Klimow äußerte sich in einem Interview mit dem Informationsportal „Lenta.ru“ zur gegenwärtigen internationalen Situation. Er sehe nur zwei Möglichkeiten: Entweder der Dritte Weltkrieg oder aber ein Neustart.
 
 
Das Verhalten der NATO ist gegenwärtig nur auf die Zuspitzung der Situation ausgerichtet – so der Senator. Unter Nutzung der Situation rund um die Ukraine habe man die Einsatzbereitschaft der sogenannten Schnellen Einsatzkräfte weiter erhöht. Die Spezialkräfte, die sich gegenwärtig unter der Führung der Türkei befinden, sind nun nicht mehr in sieben, sondern fünf Tagen vollständig einsatzbereit. Bei der Truppe handelt es sich um 6.400 Mann Personalstärke.
 
Russland hat eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet. Beide Seiten sollen sich verpflichten, unter keinen Umständen Atombewaffnung einzusetzen. Beide Seiten sollen sich verpflichten, sich nicht als Gegner anzusehen.
 
Das Problem besteht darin, dass ein kleiner Zwischenfall oder eine nicht richtige Entscheidung zu Folgen führt, die die ganze Menschheit betreffen. Er sehe nur zwei Varianten der Entwicklung der Ereignisse: Entweder der Dritte Weltkrieg oder aber ein Neustart.
 
Der Westen drängt nicht nur Russland in eine ausweglose Lage, sondern sich selber auch – kommentiert der Senator. Russland habe ausreichend Möglichkeiten, sich zu schützen. Aber dieser Schutz wird Folgen haben, auch und insbesondere im Zentrum Europas. Die Folgen werden schwerwiegend sein. Es wird eine neue Flüchtlingswelle einsetzen und eine humanitäre Katastrophe wird beginnen. Es wäre gut, empfiehlt der Senator, das durchzulesen, was Moskau empfiehlt, um damit die Ausgewogenheit der Interessen zu organisieren.
 
Zur Erreichung dieser Ausgewogenheit der Interessen, bedarf es des politischen Willens. Ein Großteil der westlichen Politiker hat diesen Willen nicht, weil sie zu einer Zeit geboren, aufgewachsen und erzogen sind, wo der Krieg für sie nur ein theoretischer Begriff ist. Vielen fehle Professionalität und Erfahrung in der Arbeit. Sie haben ihre Karriere im Rahmen und auf der Grundlage einer antirussischen Politik, der Russophobie gemacht. Sie können gar nicht anders. Sie wissen nicht, wie man eine andere Politik organisiert und erfolgreich gestaltet.
 
Präsident Biden – schätzt der Senator ein – ist ein professioneller und erfahrener Politiker und das weckt bei ihm einen vorsichtigen Optimismus. Biden ist durch eine gute außenpolitische Schule gegangen. In seiner Nähe gibt es ausreichend Kräfte, die ebenfalls professionell arbeiten und Erfahrung haben. Wenn diese sich aber nicht durchsetzen können, so muss man eben andere Antworten auf die Fragen der Zeit finden – kommentierte der Senator und erinnerte an die Worte Putins, dass die Antworten dann nur im militär-technischen und militärischen Bereich gefunden werden.
 
Klimow informierte, dass man sich nicht in endlose Gespräche verwickeln lassen werde und auch Entscheidungen Russlands werden nicht auf die lange Bank geschoben. Alles hängt davon ab, ob im Westen der gesunde Menschenverstand sich durchsetzt.

 

 

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Kommentare ( 2 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 24. Dezember 2021 02:49 pm

    "Beide Seiten sollen sich verpflichten, sich nicht als Gegner anzusehen."
    Was macht dann der Westen mit der Nato? Die Nato hat dann keinen Gegner mehr und ist dann aber auch endgültig mehr als flüssig - nämlich überflüssig. Wäre das schön. In der privaten Wirtschaft werden jede Menge Arbeitskräfte gebraucht. Hat die Bundeswehr nicht mindestens hunderttausend Sesselfurzer dann zu viel im Bestand? Der "große" Olaf in Berlin könnte mit dem freiwerdenden Geld in Absprache mit Ferari-Lindner alle Schulen hierzulande grundrenovieren, modernisieren und neu ausstatten können. Da bliebe sogar noch Geld übrig, Viele Krankenhäuser und Seniorenheime wieder in kommunales Eigentum zu übernehmen. Es kann ja schließlich nicht Sinn der Sache sein, daß die Beitragszahler der Pflegeversicherung die Gewinne der Aktienbesitzer steigern und die Pfleger/innen nur mit dem Mindestverdienst nach Hause gehen.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 24. Dezember 2021 03:19 pm

    Nur mal etwas für Kenner zum Schmunzeln, wenn man den Ernst der Lage ausblendet. Da haben drei (!) Frauen beim Spiegel einen Artikel am gestrigen Tage (23.12.2021 18:00 Uhr veröffentlicht, wo es um den eventuellen Überfall der RF auf die Ukraine geht. Man sollte sich mal die mit veröffentlichte Karte auch mit ansehen, wo diese Stadt Jelnja liegt, die immer mit genannt wird und deren Verbindungswege in Richtung Ukraine. Naja, Frauen, die da meinen Journalistinnen zu sein und das im Dreierpack.
    Gegenüber der »New York Times« offenbart der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, General Kyrylo Budanow, der anfangs noch einen russischen Truppenaufmarsch verneint hatte, in welcher Zeit, doch die ukrainische Armee besiegt wäre. Wollte der Schoko-König nicht die RF in einem Waffengang zur Kapitulation zwingen und auf dem Roten Platz in Moskau die Siegesparade abhalten? Nun müssen die NY Times und anonyme Russen der Regierung wieder dafür herhalten, daß Rußland der Aggressor sein soll.

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