Russland sammelt Schnipsel zum Nawalny-Puzzle

Russland sammelt Schnipsel zum Nawalny-Puzzle
 
Russische Medien informieren über Einzelereignisse im Nawalny-Puzzle. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass in Russland sehr wohl Untersuchungen im „Fall Nawalny“ eingeleitet worden sind. Allerdings wohl aber in einer Richtung, die nicht allen gefallen wird.
 
 
Das russische Innenministerium teilte mit, dass aus Russland keinerlei Getränkeflaschen ausgeführt worden sind, so wie es die Begleiter Nawalnys bei öffentlichen Äußerungen behauptet haben. Es geht dabei um eine Flasche, in der sich das Gift Nowitschok befunden haben soll und mit dem sich nur Nawalny vergiftet hatte, aber sonst niemand, der mit dieser Flasche in Kontakt kam.
 
Durch Mitarbeiter von Nawalny wurden angeblich alle Gegenstände eingesammelt, die in irgendeinem Zusammenhang mit der angeblichen Vergiftung Nawalnys  stehen könnten und, so deren Verlautbarungen, deutschen Ärzten übergeben.
 
Die einzige Person, die diese Flasche hätte ins Ausland schaffen können, war Maria Pewschich/Мария Певчих. Bei der Sicherheitskontrolle auf dem Airport Nowosibirsk, von wo aus der Flug Richtung Berlin startete, wurde keine Flasche im Gepäck gefunden. Ein weiterer Passagier, Georgi Alburow/Георгий Албуров hatte weder im persönlichen noch im Frachtgepäck Flaschen mit sich geführt.
 
Die Mineralwasserflasche, welche Frau Pewschich/Певчих mit sich nach Berlin führte, kaufte sie an einem Getränkeautomat in der Transitzone des Airports nach der Sicherheitskontrolle.
 
Die Mitarbeiter des Nawalny-Fonds, welche im Hotelzimmer Gegenstände zur Beweissicherung einsammelten, verweigern die Zusammenarbeit und jegliche Gespräche mit den russischen Rechtspflegeorganen.
 
 
Eine weitere Information des russischen Innenministeriums ist zu entnehmen, dass am Tag, als Nawalny im Flugzeug zusammenbrach, es zu einem anonymen Anruf bei der Omsker Polizei kam. Der Anrufer informierte, dass er das Gebäude des Kreisgerichtes, den Bahnhof, eine Postfiliale, Banken und den Omsker Airport vermint habe. Die Polizei erhielt den Anruf um 8.23 Minuten. Aus dem Omsker Airport wurden 180 Passagiere und 58 Mitarbeiter evakuiert. Eine Bombe wurde nicht gefunden. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Flugzeug bereits in der Nähe des Omsker Airports und man vermutet, dass mit dieser Bombendrohung die Landung des Flugzeuges verhindert oder doch zumindest verzögert werden sollte.
 
Durch die zuständigen russischen Behörden konnte der Anruf zurückverfolgt werden. Ausgangspunkt für diesen Anruf war ein Server mit Standort in Deutschland. Russland hat eine Rechtshilfeanfrage an Deutschland gesandt mit der Bitte, die Identität des Absenders der anonymen Information festzustellen. Deutschland ließ diese Anfrage unbeantwortet.
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