US-Banken stehlen das Geld ihrer Kunden

US-Banken stehlen das Geld ihrer Kunden
 
Russland überweist Geld, überweist Zinsen, überweist Anteile an russischen Staatsobligationen an seine Kunden, an seine Kreditgeber, auf die amerikanische Konten, die diese Kunden bei Vertragsabschluss zum Kauf von russischen Staatsanleihen angegeben haben. Aber das Geld trifft dort nicht ein.
 
 
Wenn das Geld, welches Russland überwiesen hat, nicht eintrifft, so könnte es sein, dass die Bankdaten verkehrt sind. Möglich. Aber haben wirklich alle Kunden plötzlich verkehrte Bankdaten? Und wenn dem so wäre, so müsste doch das Geld zurückkommen – als unzustellbar. Aber es kehrt nicht zurück. Es ist einfach verschwunden.
 
Russland hat nun die Vermutung, dass alle US-Dollar-Überweisungen, die Russland vornimmt, einfach durch die Banken einbehalten werden und ihren Empfänger nicht erreichen. Vermutlich handeln sie auf Weisung der amerikanischen Regierung und stehlen das Geld – oder wie soll man diesen Vorgang sonst nennen?
 
Die russische Regierung hat sich damit beschäftigt und ist zu einem ganz logischen Schluss gekommen. Die USA wollen mit allen Mitteln den Default Russlands erreichen und tun alles, damit kein einziger Cent diejenigen erreicht, die Ansprüche aus russischen Staatsobligationen haben. Somit stehlen sie einfach das Geld und können Anfang Mai weltweit verkünden, dass Russland seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen ist. Damit kann das Bankrottverfahren zur Wahrung der Interessen der Gläubiger eingeleitet werden. Es beginnt die Beschlagnahme russischen Eigentums weltweit.
 
Stellen Sie sich vor, Sie haben bei der Bank Ihres Vertrauens einen Kredit aufgenommen. Als Sicherheit haben Sie Ihr Haus bei der Bank hinterlegt. Sie schicken Ende des Monats die Zinsen an ihre Bank. Die behauptet, das Geld nicht erhalten zu haben und lässt am nächsten Tag ihr Haus versteigern – natürlich zu einem Spottpreis. Käufer ist Ihr Nachbar, der Sie noch nie so richtig leiden konnte. So in etwa müssen Sie sich die jetzige Situation vorstellen.
 
Die russische Regierung hat nun empfohlen, keine Zahlungen mehr vorzunehmen, da das Geld sowieso nicht ankommt. Wer trotzdem zahlen will, sollte zuerst eine kleine Testsumme absenden und den Rest ebenfalls stückeln, um mögliche Diebstahlsverluste durch amerikanische oder andere westliche Banken in Grenzen zu halten.
 
Die amerikanische Finanzagentur Standard&Poor`s triumphierte schon im vorauseilenden Gehorsam und erklärte den Default für Russland, vorerst den technischen Default. Es besteht kein Zweifel, dass er souveräne Default Anfang Mai erklärt wird. Gleichzeitig erschreckt diese angeblich seriöse amerikanische Firma mit der Information, dass der russische Default 1998 Nichts war, im Vergleich zu dem, was Russland jetzt erwartet.
 
Lassen Sie uns nochmals kurz über mögliche Varianten zur Lösung des Problems durch Russland sprechen.
 
Eine Variante zur Bezahlung wäre die Nutzung der 300 Mrd. USD, die sich auf westlichen Banken befinden. Da es insgesamt um eine Summe von 650 Millionen USD geht, eine Kleinigkeit, eine Stelle nach dem Komma. Aber die Gelder sind durch die Banken gestohlen. Vornehm nennt man dies im Westen „eingefroren“. Diese Variante geht also nicht.
 
Die zweite Variante wäre, aus den in Russland vorhandenen Reserven von 340 Mrd. USD die Zinsen zu bezahlen. Einerseits ist dies nicht vorteilhaft für Russland, weil man eben diese Reserven maximal vorsichtig einsetzen möchte und andererseits geht das Geld ja sowieso auf dem Weg zum Empfänger verloren, da die ausländischen Banken das Geld nicht dem Konto des Empfängers gutschreiben, sondern einfach stehlen.
 
Dann gibt es eine dritte Variante, die Russland jetzt umsetzt. Für alle Anspruchsberechtigten wurden in Russland Rubelkonten eingerichtet und die Zinsen werden, zum Kurs der Zentralbank, in Rubel dem Anspruchsberechtigten überwiesen. Jetzt bleibt es den Kreditoren überlassen, die Zahlung anzuerkennen oder auch nicht anzuerkennen.
 
Diejenigen, die die Zahlung nicht anerkennen, müssen sich an ein Gericht wenden, welches dann den Default feststellt.
 
Steht aber die Frage, was die ausländischen Kreditgeber mit den vielen Rubeln machen sollen, denn man kann sie nicht in Dollar oder Euro umtauschen. Hier bietet Russland an, diese Gelder wieder in Russland zu investieren und weiter Geld im größten Land der Erde zu verdienen. Der Neuaufbau des Landes beginnt jetzt und die Verdienstmöglichkeiten sind gewaltig.
 
Mit anderen Worten: Während ein Teil der Kreditoren, die Russland gerne in die Pleite treiben wollen, vor Gericht klagen und sich natürlich die Prozesse arg in die Länge ziehen, verdienen die anderen schon kräftig Geld. Für das Gericht wird es ziemlich schwierig festzustellen, ob es ein Default gegeben hat oder nicht, denn ein Teil der Kreditgeber sagt, dass es kein Default gab und andere behaupten dies. Ein endloser Prozess … wie gesagt. Die Anwälte, die sich damit beschäftigen, verdienen mit der Angelegenheit Geld. Und je länger die Streitigkeiten dauern, umso mehr Geld verdienen die Anwälte.
 
Und wenn jemand glaubt, dass die Gelder, um die jetzt gestritten wird, irgendwelche Zinseszinsen tragen – nein. Dem ist nicht so. Sie liegen auf russischen Konten und bei gegenwärtig sieben Prozent Inflation in den USA, aber auch in Deutschland, ist das Geld in zehn Jahren praktisch nichts mehr wert. Somit eigentlich logisch, dass es vorteilhaft ist, sich die Zinsen in Rubel auszahlen zu lassen und in Russland wieder zu investieren.
 
Dieser ganze theoretische, künstlich erzeugte Default Russlands, erregt natürlich international Aufsehen. Einerseits schauen viele Russophobe mit Schadenfreude auf Russland und glauben, es den Russen nun mal so richtig zeigen zu können. Andererseits aber denken andere Leute mit kühlem Kopf nach und werden zu der Erkenntnis kommen, dass heute die USA das Geld der Russen klauen und morgen klauen sie das Geld von Fritz Müller oder Tante Lieschen. Und schnell beginnt man seine Dollar zu verkaufen. Im Zusammenhang damit, dass die Bedeutung des USD schon angefangen hat weltweit abzunehmen, beschleunigt sich der Prozess des Kraches des amerikanischen Finanzsystems. Hoffentlich haben dies die Amerikaner auch bedacht. Image ist Image. Ich glaube nicht, dass der Spruch „… ist das Image ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“, in diesem Fall, wenn das Finanzsystem kracht, angebracht ist.
 
Interessant ist übrigens, dass die Mehrzahl der Kreditgeber für Russland, aus Europa und nicht aus den USA kommen. Bei einem Default verliert also kaum ein Amerikaner Geld, sondern in erster Linie Europäer. Wieder mal sind die USA die lachenden Dritten.
 
Sollte es aber am 4. Mai doch zu diesem künstlich erzeugten Default kommen, so ist klar, dass die Kreditgeber ihr Geld verlieren und über jahrelange Prozesse einklagen müssen. Ausländische Investoren werden sich aus Russland zurückziehen und Kredite, die Russland zukünftig erhalten will, werden um ein Vielfaches teurer. Aber Russland braucht keine Kredite mehr, denn durch die Sanktionen darf Russland gar keine Kredite aus dem Ausland mehr erhalten. Defacto schaden sich also die europäischen Gläubiger selber und die Amis genießen das Leben bei einem gut temperierten Glas Whisky.

 

 

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Kommentare ( 1 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 15. April 2022 14:40 pm

    Alles theoretisches Gerede. Es muß weltweit bekannt gemacht werden, um welche Banken und Filialen es sich im einzelnen handelt. Wer sind die Direktoren mit Lebenslauf, Familie, Fotos, Videos, welche Entwicklungen, welche dreckigen Posten, welche Verwicklungen kennzeichnen diese Herrschaften. Diese persönlich des Diebstahls beschuldigen und anklagen, internationale Haftbefehle ausstellen.
    Von wegen, diese Haftbefehle wären nicht durchsetzbar? Das weiß man nicht, wo der Kerl oder die Tante mal landet, wo man sie festnehmen lassen kann. Nicht zu kurzfristig denken.
    In einer schwarzen Liste alle diese Typen erfassen, natürlich mehrsprachig, die auch bei Nachfolgern stets gepflegt werden muß. Hetzt diesen Leuten die Anwälte und die Journalisten auf den Hals.
    Die dürfen nicht mehr in Ruhe leben dürfen. Viele haben doch auch Dreck jeglicher Art, ob persönlich, privat oder geschäftlich am Stecken.
    Die Herrschaften lieben es doch nicht, negativ durch die Gazetten gezerrt zu werden.

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