USA lieben russisches Gold und Diamanten, aber verzichten auf russische Patronen.

USA lieben russisches Gold und Diamanten, aber verzichten auf russische Patronen.
 
Die Sanktionen der USA gegen Russland nehmen schon wirklich merkwürdige Formen an. Jetzt wurde es Russland verboten, Patronen aller Art in die USA zu exportieren. Den größten Teil der Munition die die Amerikaner in Amerika verfeuern, liefert Russland. Gold, Diamanten und andere interessante russische Waren erleben einen Importboom.
 
 
Viele meiner Zuschauer kommentieren Beiträge, die das Verhältnis Russlands zu anderen Ländern betreffen, mit den Worten „… ist doch eine verrückte Welt.“ Nun bekommen meine Zuschauer, die so kommentieren, einen weiteren Fakt geliefert, der sie in ihrer Meinung bestätigt.
 
Russische Produzenten von Patronen, die für den Zivilsektor bestimmt sind, haben seit vielen Jahren den amerikanischen Markt fest im Auge und fest im Griff. Sie sind die größten Lieferanten für die schießwütigen Amerikaner. Und das passt einigen Amerikanern nicht. Immerhin verdienen die Russen damit Geld und das kann Amerika nicht zulassen, frei nach dem Trump-Motto: American first.
 
Am 7. September haben die USA neue umfangreiche Sanktionen gegen das leidgeprüfte Russland verhängt. Die Liste der Sanktionen scheint so lang gewesen zu sein, dass man das Importverbot für russische Patronen einfach überlesen hatte. Neben Patronen dürfen auch keine Schusswaffen mehr aus Russland importiert werden.
 
Russland ist der Hauptlieferant für Patronen in die USA. Gesprochen wird über einen Handelsumfang vom mehr als 100 Mio. USD. Russland hält damit einen Marktanteil von 21 Prozent des Gesamtimports von Patronen für den Zivilgebrauch. Im Jahre 2020 hatte Russland den schießwütigen Amerikanern 765 Millionen Stück Patronen geliefert. Härtester Konkurrent ist Südkorea mit einem Marktanteil von rund zehn Prozent.
 
Steht nun die Frage, woher die Amerikaner die fehlenden Patronen bekommen. Der Mensch ist ja ein Gewohnheitstier und es muss ja einen Grund haben, warum die Amerikaner in so großem Umfang russische Patronen nutzen. Vermutlich ist es nicht nur das wohlige Gefühl, welches einem Amerikaner durchläuft, wenn er eine Russenpatrone in das Magazin seiner amerikanischen Maschinenpistole einführt …
 
Nicht betroffen von Sanktionen sind Öl und Ölprodukte. Russische Medien berichten, dass die USA wie irre und verrückt in Russland einkaufen. In den ersten fünf Monaten des aktuellen Jahres wuchs der Import um 35 Prozent und dies vor dem Hintergrund, dass bereits im Jahre 2020 ein riesiger Importzuwachs zu verzeichnen war. Hoffentlich geraten die Amerikaner mit diesen Importen nicht zu sehr in die Abhängigkeit von Russland.
 
Und noch ein Segment ist von den Sanktionen gegen Russland nicht betroffen. Düngemittel. Hier haben die USA 35 Prozent mehr eingekauft, als 2020. Es leben die Sanktionen der europäischen Staaten gegen Russland, kann man dabei nur ausrufen.
 
Damit das Bild der sich vorteilhaft entwickelnden Handelsbeziehungen komplett wird, sei noch erwähnt, dass die USA 25 Prozent mehr Eisen und Stahl aus Russland importiert haben.
 
Kurz und gut, der Import von Waren aus Russland wuchs um das anderthalbfache in den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 im Vergleich zum analogen Zeitraum des Jahres 2020. In absoluten Ziffern gesprochen geht es um 11,5 Milliarden USD.
 
Damit niemand glaubt, dass die Kreml-Propaganda, unter Nutzung meines YouTube-Kanales diese Ziffern verbreitet, um damit Depressionen in der Europäischen Union auszulösen, sei angemerkt, dass diese Informationen vom „Statistischen Büro für Volkszählungen der USA“ verbreitet worden sind.
 
Ganz am Rande erwähnten russische Medien, dass, ungeachtet aller Sanktionen, die USA den Import von Rohstoffen, Mineraltreibstoff, Edel- und Halbedelmetallen und Edelsteinen aus Russland ebenfalls erheblich gesteigert haben.
 
 
 
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