Wann werden Geldfälscher in Russland arbeitslos?

Wann werden Geldfälscher in Russland arbeitslos?

 

Die Tendenz ist eindeutig: Fälschungen von Geld werden immer perspektivloser in Russland. Zumindest ist die Tendenz der entdeckten Fälschungen eindeutig positiv – eben weil sie negativ ist.

 

 

Natürlich kann man die Tendenz, dass immer weniger Geldfälschungen vorliegen, auch anders werten. Es könnte sein, dass die Fälscher immer qualifizierter arbeiten und somit echtes von falschem Geld kaum noch unterschieden werden kann. Dem widerspricht aber die Tendenz bei den neuen russischen Banknoten im Nominalwert 2000 und 200 Rubel. Eigentlich müsste die Fälschung des 2000-Rubel-Scheins genauso populär sein, wie die des 5000-Rubel-Scheins. Aber die Anzahl der Fälschungen ist relativ gering, was davon zeugt, dass die Qualität des echten Scheines hoch und die Qualifizierung der Geldfälscher wohl doch nicht so gut ist, dass man echte und falsche Geldscheine nicht mehr unterscheiden kann.

Man kann also davon ausgehen, dass die Statistik eine positive Tendenz aufzeigt, d.h. die Fälschungen wirklich rückläufig sind und das russische Bankensystem so gut arbeitet, dass Fälschungen schnell erkannt und aussortiert werden.

Bisher liegen Seitens der russischen Zentralbank die Ergebnisse für die ersten drei Quartale zu entdeckten Rubelfälschungen und Fälschungen ausländischer Valuta vor.

Wie immer liegt der 5000-Rubelschein mit Abstand an der Spitze der gefälschten Geldscheine, gefolgt vom 1000-Rubelschein. Der 2000-Rubelschein ist, gemeinsam mit dem 200-Rubelschein, der neueste in Russland und besteht aus einem Spezialpapier, welches die Haltbarkeit des Geldscheines wesentlich verlängern soll.

Insgesamt hat die Anzahl der gefälschten Geldscheine in den letzten zehn Jahren stark abgenommen – von ehemals rund 155.000 entdeckten Fälschungen im Jahre 2009 auf rund 30.000 Fälschungen im abgelaufenen Jahr 2019.

Die Geldfälscher vermeiden immer mehr die direkte Ausgabe gefälschter Geldscheine in Geschäften, denn die Gefahr der Entdeckung ist groß. Kaum eine Handelseinrichtung in Russland nimmt 5000-Rubelscheine ohne Prüfung durch einen Detektor entgegen.

So versuchen die Fälscher das Geld über Geldautomaten zu tauschen. Sie überkleben die Geldscheine mit einem speziell präparierten Papierstreifen, so dass die Geldautomaten die gefälschten Scheine nicht erkennen können. Dann heben sie die eingezahlte Summe an einem anderen Geldautomaten wieder ab.

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