Was gibt es Neues vom russischen Extremisten Nawalny?

Was gibt es Neues vom russischen Extremisten Nawalny?
 
Man hört und sieht nichts mehr vom ehemals populärsten Korruptionsbekämpfer in Russland. Manchmal wird noch gefragt, ob es irgendetwas Neues gibt. Aber es gibt nichts Neues … außer ein paar Kleinigkeiten, die aber kaum der Rede wert sind.
 
 
So hat die russische Medienaufsichtsbehörde RosKomNadsor 49 Internetseiten von Nawalny und seinen Anhängern blockiert. Zu den blockierten Seiten gehört auch die persönliche Internetseite des Extremisten Nawalny. Wer also nostalgisch veranlagt ist, Zeichentrick- und Märchenfilme liebt, wird auf dieser Internetseite nicht mehr fündig werden.
 
Natürlich habe ich diese Information russischer Medien überprüft und festgestellt, dass das System der Blockierung von Internetseiten durch die russische Medienaufsichtsbehörde doch noch Reserven zu seiner perfekten Funktionsweise hat.
 
Aber irgendetwas muss trotzdem funktionieren, denn Leonid Wolkow, der im Ausland befindliche Koordinator der verbotenen Nawalny-Stäbe und mit internationalem Haftbefehl Gesuchte, informierte, dass seine persönliche Internetseite und die Seiten anderer ehemals führender Persönlichkeiten der Extremismus-Organisation blockiert sind. Und wenn Leonid Wolkow dies sagt, so muss es ja stimmen.
 
Der nächste Schritt, den die russische Generalstaatsanwaltschaft gehen wird, wird die Blockierung aller Youtube-Kanäle sein, auf denen Nawalny oder seine Mitstreiter zu Wort kommen oder das Wort ergreifen. Die russische Staatsanwaltschaft und die Medienaufsichtsbehörde haben sich bereits an Youtube gewandt, damit die entsprechenden Blockierungen vorgenommen werden. Sollte Youtube den Forderungen nicht nachkommen, so könnte es durchaus sein, dass die Firma bis zum Jahresende einige Strafen zu zahlen hat und es vielleicht, auch unter Beachtung der Nichtbeachtung anderer Forderungen durch Youtube, zu weiteren … nun, sagen wir mal … organisatorischen Maßnahmen kommen wird, mit denen das souveräne Russland seine Interessen schützt.
 
Leonid Wolkow hat bereits aus dem Ausland verkündet, dass man für alle Blockierungen einen Ausweg finden wird. Auch daran dürfte es keine Zweifel geben. Es beginnt also das „Hase und Igel Spiel“.
 
Dann gab es noch so eine nebensächliche Information aus Baschkirien, einer russischen Region, wo natürlich auch Nawalny tätig war. Das dortige Innenministerium hat nun bereits eine dritte Klage gegen exMitarbeiter der dortigen Nawalny-Organisation eingereicht, die defacto schon nicht mehr existiert. Man fordert von den verklagten Personen Schadenersatz für den Polizeieinsatz am 23. Januar, während der nicht genehmigten Demonstration. Diese sollen jetzt die Benzinkosten für die eingesetzten 89 Polizeifahrzeuge bezahlen und die zusätzlichen Aufwendungen im Lohnfond für 31 Polizisten, die für den Einsatz Zulagen bezahlt bekommen haben. Insgesamt belaufen sich die Forderungen auf 130.300 Rubel. Für die arbeitslosen exMitarbeiter vermutlich nicht ganz wenig Geld.
 
Die beiden anderen, vorangegangenen Klagen, waren da allerdings weniger bescheiden und beliefen sich auf 1,1 Mio. Rubel bzw. 529.400 Rubel – ebenfalls konkret gegen Personen eingereicht.
 
Somit werden alle ehemaligen Mitarbeiter von Nawalny, in dieser russischen Republik, auf lange Zeit hoch verschuldet sein – sollte das Gericht die Klage des Innenministeriums anerkennen.
 
Und da ist gerade das Stichwort „Schulden“ gefallen. Und auch hierzu gibt es eine kleine Meldung der russischen Medien. Diese stehen zwar nicht direkt im Zusammenhang mit Nawalny, aber doch irgendwie können die exMitarbeiter davon Nutznießer werden.
 
Es ist ja bekannt, dass Schuldner in Russland mit Reiseverbot ins Ausland belegt werden können. Dies ist eine Methode, vermutlich die effektivste Methode, um Schuldner zur schnellen Zahlung der Schulden zu bewegen.
Nun hat eine Regierungskommission eine Gesetzesergänzung vorgeschlagen, wonach den Personen, die mit Reiseverbot belegt worden sind, der Reisepass entzogen werden soll. Bezahlt derjenige seine Schulden, bekommt er den Pass zurück … falls das Gültigkeitsdatum nicht abgelaufen ist.
 
Somit ist klar, dass alle ehemaligen exMitarbeiter von Nawalny und natürlich auch Nawalny selber, so lange nicht aus dem Lande ausreisen können, bis nicht die letzte Kopeke an Schulden bezahlt ist. Und die Schulden wachsen mit jedem Tag.

 

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Kommentare ( 1 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 29. Juli 2021 19:17 pm

    Das ist nun mal so. Die damalige versuchte "Orangene Revolution" hatte noch so einige Organisationsschwächen und die Indoktrination der Bevölkerung war noch nicht so weit gediehen. Daraus haben die Initiatoren und Organisatoren im In- und Ausland gelernt. Nur einer nicht und der hieß und heißt Janukowitsch. Als der dann im Herbst 2013 endlich begriff, was da mit der Assoziation mit der EU bedeutete, waren die Putschisten besser vorbereitet . Aber ganz so richtig, wie sich diese und die Nato das vorgestellt hatten, klappte es denn doch nicht. Also langer Atem und einen willfährigen Nawalny in RU installiert, der aus London über seine Bekannte und mit ausländischem Geld ausgestattet, die Grundlagen schaffen sollte zu einer namhaften oppositionellen Bewegung in Rußland, der schnellen Ablösung Putins und einer starken Destabilisierung des Landes. Aber nicht nur in RU sondern auch auf dem amerikanischen Kontinent, wurden diese Praktiken studiert und nix war mit Revolution nach Gene Sharp

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