Was will der deutsche Außenminister in Moskau?

Was will der deutsche Außenminister in Moskau?
 
Großes Rätselraten, was der deutsche Außenminister Heiko Maas in Moskau will. Russische Medien haben erfahren, dass er am 11. August nach Russland reist. Bestätigt wurde der Fakt sowohl in Berlin, wie auch in Moskau.
 
 
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Filmklassiker - Priwalowskije Millionen
 
Bekannt wurde, dass der Außenminister Moskau besucht und „noch eine russische Stadt“. Um es mit spitzer Zunge zu formulieren, bleibt zu hoffen, dass sich der deutsche Außenminister nicht die russische Stadt Chabarowsk oder Minsk auswählt …
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Filmklassiker - Priwalowskije Millionen
 
Für diejenigen, die meinen groben Scherz nicht verstanden haben, sei erwähnt, dass am 9. August in Weißrussland Wahlen stattfinden. Der weißrussische Präsident Lukaschenko, im Westen liebevoll als letzter Diktator Europas bezeichnet, will sich wieder wählen lassen, hat aber erstmals wohl ernsthafte Konkurrenten. Weiterhin befinden sich im Land Kämpfer einer fremden Macht, wo Lukaschenko einen Umsturz, zumindest jedoch Einmischung in die Wahlen befürchtet. Und damit alles in fester Hand bleibt und am Status Quo keine Veränderungen stattfinden, hat er schon mal eine Teilmobilmachung der Armee angeordnet.
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Filmklassiker
 
Die Einberufung der Reservisten erfolgt ab 10. August, also einen Tag nach der Wahl und einen Tag vor dem Besuch von Heiko Maas in Russland. Einberufen werden Reservisten aus den Regionen, die direkt an Russland angrenzen. Somit kann man davon ausgehen, dass Minsk auch nach den Wahlen Hauptstadt von Weißrussland ist und Heiko Maas nicht dorthin reist.
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Filmklassiker - Priwalowskije Millionen
 
Ersatzweise könnte man auch Kaliningrad vorschlagen, denn der letzte Besuch eines deutschen Außenministers liegt nun schon 15 Jahre zurück – und er soll nicht besonders glücklich gewesen sein, erzählt man sich.
 
Im April unterhielt sich Heiko Maas mit dem „SPIEGEL“ und meinte, dass er auf ein Treffen mit Sergej Lawrow, seinem russischen Amtskollegen hoffe.
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Filmklassiker - Priwalowskije Millionen
 
Nachdem Sergej Lawrow den SPIEGEL-Artikel gelesen hatte, antwortete er im Rahmen seiner ersten Online-Pressekonferenz:
 
„Ich möchte ihn (Heiko Maas) einladen, zu jeder beliebigen Zeit zu uns nach Moskau zu kommen, wenn er denn Zeit dafür hat. Ab dem Moment der Landung hier, werden wir seine Sicherheit und Gesundheit und die seiner Begleitung im vollen Umfang gewährleisten. Soll er kommen. Heiko, wenn Du mich jetzt hörst – ich meine das im Ernst.“
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Filmklassiker – Tote Seelen
 
Und somit haben wir so ganz nebenbei noch erfahren, dass sich beide Minister duzen. Das ist für einen Outsider ein wenig ungewöhnlich, denn Herr Lawrow ist wesentlich älter als Herr Maas … wobei, in Russland herrscht so eine Unsitte, dass die Vorgesetzten ihre Unterstellten einfach duzen … mal ganz abgesehen von dem unerträglichen gegenwärtigen Verhältnis beider Länder zueinander.
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Filmklassiker - Priwalowskije Millionen
 
Vier Monate haben beide Länder gebraucht, um den Besuch vorzubereiten. Und nun ist es wohl so, dass ausgerechnet der deutsche Außenminister, einer der ersten hochgestellten Politiker aus den demokratieverwöhnten westlichen Ländern ist, der das sanktionsgeplagte Russland besucht.
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Filmklassiker – Der Revisor
 
Vor ihm war nur der ungarische Außenminister in Moskau.
 
„Kommersant“ formuliert diskret diplomatisch, dass beide Länder viele Themen haben, die man besprechen kann. Wie wahr, wie wahr.
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Filmklassiker - Dorfgericht
Reklame

Kommentare ( 1 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 5. August 2020 01:23 pm

    Heiko-chen Maas als Außenminister zu bezeichnen ist doch wohl ein bisschen viel des Schmuß um die Backe. Er steht dem Auswärtigen Amt und keinem Außenministerium vor. Also ist er der Vorsteher eines Amtes so wie Gesundheitsamt, Steueramt, Verkehrsamt ... Zudem, was qualifiziert denn diesen Herrn zu einem "Außenminister"? Rein gar nichts. Er hat auf diesem Gebiet wirklich keinerlei Qualifikationen, keinerlei Erfahrung - reinweg gar nichts. Auch jetzt nach über drei Jahren der Möglichkeit der Einarbeitung in den Bereich der Außenpolitik und der Diplomatie scheinen für ihn bestimmte internationale Geflogenheiten und Anerkenntnisse innerer Angelegenheiten anderer Staaten irgendwie böhmische Dörfer zu sein.
    Also, was wollen wir mit so einem Vorsteher eines Auswärtigen Amtes? Was kann diese Spaßfigur Maas gegen diese geheimdienstlich geschulte Fleischmasse von Pompeo ausrichten?

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 5. August 2020 05:08

      ... interessante Einschätzung und Charakterisierung. Wobei Sie nicht der Einzige sind, der so denkt und den Herrn Amtsvorsteher so einschätzt. An anderer Stelle wurde kommentiert: "... der peinlichste Außenminister den Deutschland je hatte ..."

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung