Wenediktov hat keine Zweifel an der ehrlichen elektronischen Wahl in Moskau

Wenediktov hat keine Zweifel an der ehrlichen elektronischen Wahl in Moskau
 
In sieben Regionen der Russischen Föderation wurden die Wahlen zur Staatsduma in elektronischer Form durchgeführt. Nach Abschluss der Wahlen kamen Zweifel an der korrekten Funktionsfähigkeit der elektronischen Wahlen in Moskau auf. Wenediktov, der Chefredakteur von „Echo Moskau“ bestätigte, dass alles seine beste Ordnung hatte in Moskau.
 
 
Video: Wenediktow während Polit-Frühstück mit Putin
 
Für diejenigen, die Herrn Wenediktov nicht kennen. Er ist der Chefredakteur von „Echo Moskau“, einer Radiostation, die sich im Bestand von Gasprom-Media befindet und durch Gelder russischer Steuerzahler finanziert wird. Er ist einer der bekanntesten Journalistenpersönlichkeiten in Russland und lässt keine Möglichkeit aus, politische und gesellschaftliche Vorgänge, Politiker und gesellschaftlich Aktive in Russland zu kritisieren. Selbst vor Präsident Putin macht er in seiner Kritikeuphorie keinen Halt. In einem Interview erwähnte Wenediktov, dass Putin ihm den Unterschied zwischen einem Verräter und einem Feind erklärt habe. Der Verräter nutzt einen schwachen Moment aus, um seinem Gegenüber den Dolch in den Rücken zu stoßen. Einem Feind steht man Auge in Auge gegenüber und bekämpft sich direkt. Einer davon siegt und kann dann den Besiegten vielleicht sogar zum Verbündeten machen. „Sie, Alexej sind kein Verräter, Sie sind ein Feind“, - soll Putin in dem Gespräch geäußert haben – erinnert sich Wenediktov.
 
Video: Interview Wenediktov
 
In Moskau wurde für den Zeitraum der Wahlen ein gesellschaftlicher Stab für die Wahlbeobachtung geschaffen. Der Leiter dieses Stabes war Alexej Wenediktov. Einen noch besseren Leiter dieses Stabes zu finden, ist schwer vorstellbar, denn Wenediktov ist über alle Zweifel erhaben, in irgendeiner Weise freundlich programmierte Beziehungen zu staatlichen Strukturen oder Strukturen irgendwelcher Parteien zu haben. Somit hat sein Wort zur Einschätzung der elektronischen Wahlen doppeltes Gewicht. Und somit ist auch klar, warum man in den westlichen Medien nichts über die Manipulierung der elektronischen Wahlen in Russland liest, denn wenn sogar Wenediktov bestätigt, dass alles völlig korrekt verlaufen ist, wird es den westlichen russophoben Diskreditierern schwer fallen, etwas anderes zu behaupten, geschweige denn zu beweisen.
 
Video: Momentaufnahmen aus Wahllokalen in Kaliningrad 2021
 
So meldete also der Stab von Wenediktov, dass man im Rahmen der Wahlen in Moskau keinerlei Anzeichen von Manipulationen der Stimmabgaben festgestellt habe. Der Operativstab habe alle elektronisch abgegebenen Stimmen nochmals kontrolliert und keine Verstöße festgestellt.
 
Dies allerdings verwunderte die zuständige Moskauer Wahlkommission, die sich nicht vorstellen konnte, wie man elektronische Stimmen nochmals prüfen kann, zumal eine nochmalige Kontrolle elektronischer Stimmen durch die gegenwärtig gültige Gesetzgebung nicht zulässig ist. Man kann Kontrollen durchführen. Die Ergebnisse tragen aber nur Informationscharakter und sind juristisch nicht verwertbar.
 
Letztendlich sind dies aber Nuancen, die für die Wählerschaft weniger von Interesse ist. Wichtig ist, dass einer der größten gesellschaftlichen Kritiker in Russland erklärt hat, dass die elektronischen Wahlen in Moskau korrekt verlaufen sind.
 
Die Besonderheiten der elektronischen Wahl in Russland bestanden darin, dass nur sieben Regionen eine elektronische Wahl ermöglicht hatten. Sechs Regionen nutzten hierfür das zentrale elektronische Wahlsystem der föderalen Wahlkommission. Die Resultate wurden schnell und ohne technische Probleme abgearbeitet. In Moskau wurde aber ein eigenständiges elektronisches Wahlsystem installiert, welches wohl holperte und stolperte und die elektronische Auszählung verzögerte sich, so dass es zu Vermutungen kam, dass hier Manipulationen vorliegen könnten. Insgesamt hatten sich 1.943.590 Moskauer Wahlberechtigte für die elektronische Wahl eintragen lassen. 96,5 Prozent hatten dann auch real an der Wahl teilgenommen.
 
Grafik: Wahlbeteiligung in Russland
 
Diese hohe Beteiligung zeigt anscheinend, dass die elektronische Wahl eventuell die Lösung des Problems der traditionell niedrigen Wahlbeteiligung in Russland ist. Man muss den Wählern ermöglichen, am Sonntag, zwischen Frühstück und Gänsebraten, am PC ein paar Klicks zu machen, ohne dass diese, bei Wind und Wetter irgendwo hin gehen müssen. Dazu ist es in den letzten Jahren unüblich geworden, dass im engen Umfeld der Wahllokale fliegende Händler ihre Stände aufbauen und dort zu besonders günstigen Preisen Zucker, Graupen und Bulotschkies anbieten, um damit die Wähler aus den Wohnungen und zu den Urnen zu locken. Somit lohnt es sich nicht mehr für Babuschka und Preisfüchse zur Wahl zu gehen.
 
Fotos: Preisgünstige Waren zu den Wahlen - Privatarchiv
 
Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten, äußerte sich auch zum Thema der elektronischen Wahlen und trat als Befürworter eines schnellen Ausbaus dieser Möglichkeit auf. Er regte an, dass sich die Zentrale Wahlkommission und technische Spezialisten intensiv beschäftigen sollten. Seinen Worten war zu entnehmen, dass es ihm nicht nur um die rein technische Lösung des Problems ging, sondern auch darum, dass diese Möglichkeit der Wahl durch den Wähler selber akzeptiert wird. Und hier ist entsprechende Aufklärungsarbeit zu leisten.
 
Auch Valentina Matwijenko, die Vorsitzende des Föderationsrates, der Oberkammer der russischen Staatsduma kommentierte, dass das System der elektronischen Stimmenabgabe für ganz Russland eingeführt werden muss. Man solle alles unternehmen, damit das System bereits zu den Präsidentenwahlen im Jahre 2024 einsatzbereit ist.
 
 
Reklame

Kommentare ( 1 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 27. September 2021 13:54 pm

    Bereits vor der Wahl zur Duma wurden schon durch die bundesdeutschen "Qualitätsmedien" - Tausende - von Wahlverstößen in den Nachrichte gemeldet. Ich habe von diesen öffentlich-rechtlichen Propaganda-Zentralen aber nie einen einzigen objektiven Beweis zu sehen bekommen. Das, was man so dann im Internet an angeblichen Wahlverstößen zu sehen bekam, ich weiß nicht, das war so plump und vordergründig auffällig gemacht. Der größte Lacher dabei waren doch die stete Anwesenheit eines fotografierenden Smartphones. Wo der /die / das Wahlfälscher auch noch freundlich in die Linse blinzelt, ist auch die Aufnahme gelungen? Die Chefin der Zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa, hat sich ja zu den angezeigten vermutlichen Verstößen eindeutig geäußert. Das kam aber meines Wissens nach nicht bei Kleber und Konsorten. Mich wundert eigentlich nicht, daß es in den Berliner Wahlbüros gestern eigentlich nach westlicher Lesart gravierende Wahlverstüße gegeben hat, also keine Anerkennung der Wahl? Grins.

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung