Wozu Kontakte abbrechen, die schon nicht mehr existieren?

Wozu Kontakte abbrechen, die schon nicht mehr existieren?
 
In der vergangenen Woche erregten Äußerungen des russischen Außenministers Sergej Lawrow großes internationales Aufsehen. Sowohl der Kreml, wie auch Brüssel sahen sich veranlasst zu reagieren und zu kommentieren. Es ging um einen möglichen Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen der Russischen Föderation und der Europäischen Union.
 
 
Egal, welche der Meldungen, welche der Kommentare man las … es bleibt bei dem Fakt, dass wir kurz vor dem Ende der Beziehungen zwischen Russland und der Europäischen Union, mit allen weiteren daraus resultierenden Konsequenzen, stehen.
 
Videoeinspielung: Interview des russischen Außenministers Lawrow
 
Je nach dem, wer sich hierzu äußerte, letztendlich war dies eindeutig zu verstehen – egal wie diplomatisch die bevorstehende Katastrophe formuliert wurde.
 
Nun meldete sich am Montag der russische Außenminister Lawrow nochmals zu Wort.
 
Er kommentierte, dass die Europäische Union schon seit langer Zeit auf den Bruch mit Russland hinarbeite. Der jetzige Zustand ist der, dass an sich so gut wie nichts mehr übrig geblieben ist, von den ehemaligen Beziehungen zwischen Russland und der EU.
 
Somit ist klar, dass ein Abbruch der diplomatischen Beziehungen, mit dem wohl am 22., spätestens 23. Februar, dem Tag der Vaterlandsverteidiger in Russland, sehr viele rechnen, wohl sehr wahrscheinlich ist.
 
Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen wurde von Russland für den Fall angedroht, wenn die Europäische Union weitere Sanktionen gegen Russland verhängt, welche die Sicherheitsinteressen des Landes betreffen.
 
Videoeinspielung: Interview des russischen Außenministers Lawrow
 
Mit ihren bisherigen Äußerungen hat sich die Europäische Union selber sehr wenig Spielraum gelassen. Sie muss scharfe Sanktionen verhängen, wenn sie nicht ihr Gesicht verlieren will.
 
Lawrow kommentierte, dass jedem, der sich ein kleinwenig für die internationalen Vorgänge interessiert, schon seit langem klar war, wohin die Entwicklung geht.
 
Lawrow sprach in St. Petersburg mit einem Journalisten von „Kommersant“ – kurz, nachdem er ein Treffen mit seinem finnischen Amtskollegen gehabt hat. Sollte der finnische Außenminister als Gesandter der EU mit Lawrow gesprochen haben – wir wissen es nicht – so ist klar, dass dieses Gespräch nichts genützt hat, denn im gegenteiligen Fall, hätte sich Lawrow gegenüber den Medien anders geäußert.
 
Videoeinspielung: Interview des russischen Außenministers Lawrow

 

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Kommentare ( 1 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 16. Februar 2021 02:29 pm

    Als erstes muß man konstatieren , daß die Staaten der EU sich selbst eine sehr enge Korsage umgelegt haben. Aber damit noch lange nicht genug. Diese EU-Staaten haben sich selbst alle eine ziemlich schmerzhafte Kandarre angelgt, wozu sie auf den ersten Blick allerdings niemand gezwungen hat. Die Zügel scheinen die Leute in Belgien, an der Wallsteet und anderen Ländern und Staaten zu haben, mit ihrer (lachhaft) Kommisionspräsidentin und weiteren wohl nicht qualifizierten Leuten.
    Warten wir es ab, wie es sich weiter entwickelt. Direkt können wir sowieso nichts ausrichten.

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