Blubs, Sie haben Post …

Blubs, Sie haben Post …
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

Jeden Tag erhalte ich einige Briefe von bekannten und unbekannten Leuten. Einige haben nur Fragen – z.B. wie man vom entdeutschten Land Deutschland am besten und preisgünstigsten nach Königsberg siedeln kann, andere fragen, ob ich nicht Interesse an neuesten Pornofilmen hätte und es gibt Post von Leuten, die fragen, ob ich nicht ihr altdeutsches Haus, unweit der Goebbels-Straße in Königsberg kaufen will – es ist verbürgt, dass Goebbels dort mal an die Tür geklopft hat.

Und dann gibt es völlig andere Post, die mir real vorschlagen, ohne Arbeit über Nacht zum Millionär zu werden. Und so erhielt ich am 20. Dezember einen interessanten Vorschlag – gerade noch rechtzeitig vor dem russischen Weihnachtsfest. Und ich erfuhr, dass Russland das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist.

Man teilte mir mit, dass man 5000-Rubel-Scheine produziert, ganz neu und von den echten nicht zu unterscheiden. Auch die Bankautomaten akzeptieren diese Banknoten. Und, um die unechten Banknoten in echte über die Bankautomaten umzutauschen, liefert man auch gleich noch die notwendigen Bankkarten der Sberbank und der Alpha-Bank mit. Eine Karte kostet 5000 Rubel – allerdings echte Rubel.

Man teilt mit, dass sich die Herstellungskosten für einen gefälschten 5000-Rubel-Schein auf 140 Rubel belaufen. Da man auch etwas verdienen will, schlägt man 350 Prozent drauf und verkauft ihn für 500 Rubel.

Wobei, Muster werden nicht versandt und mit Kleinstmengen beschäftigt man sich auch nicht. Mindestens 1000 gefälschte Scheine sollten schon abgenommen werden.

Und falls noch Fragen offen sind, werden in dem email alle Adressen und Telefonnummern genannt, wo man sich hinwenden kann. Und es gibt sogar eine Internetseite, wo man sehen kann, wie die Scheinchen hergestellt werden.

Also, ich habe weder die Internetseite angeklickt, noch wollte ich weitere Einzelheiten wissen und einen Auftrag wollte ich auch nicht platzieren. Aber interessant fand ich schon, welche unternehmerischen Aktivitäten es doch so im größten Land der Erde gibt und wie offen man damit umgeht.

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Kommentare ( 1 )

  • ru-moto

    Veröffentlicht: 27. Dezember 2018 15:06 pm

    Geldwerkstätten werden auch woanders betrieben.

    Das Geschäft solcher Produkte floriert und die Blüten finden reißend Absatz. So kam es erst jetzt im Dezember in 13 Ländern bei den Abnehmern zu Hausdurchsuchungen. Dazu liefen seit Oktober 2017 die Ermittlungen des Bundes- und Landeskriminalamtes in Wien. Das Falschgeld wurde im "Darknet" gehandelt und als Hersteller wurde in Leoben ein 33-jähriger selbständiger Steirer lokalisiert. Mitten in der Bezirks-Stadt fanden die Ermittler das Haus und die Wohnung samt Blüten und dazugehörigem Drucker und Werkzeug zur Herstellung des Falschgeldes. Die Hologramme dafür bezog der emsige Jung-"Unternehmer" aus China.

    10er, 20er und 50er-EUR-Scheine im Wert von mindestens einer halben Million Euro haben die Fälscherwerkstatt verlassen und fanden ihre Abnehmer in halb Europa...
    Das Verfahren wurde vertagt, der Beschuldigte wieder enthaftet. Schlimmstenfalls droht ihm ein Genuß-Aufenthalt im weltweit modernsten *****Gefängnis in seiner Heimatstadt.

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