Guillaume-Affäre nun auch in Kaliningrad? Verrat aus dem russischen Sicherheitsrat.

Guillaume-Affäre nun auch in Kaliningrad? Verrat aus dem russischen Sicherheitsrat.
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Russische Medien informierten in der vergangenen Woche über die Verhaftung des engsten Vertrauten des Ex-Gouverneurs des Kaliningrader Gebietes und heutigen Bevollmächtigten Vertreters des russischen Präsidenten für den Föderalen Verwaltungsbezirk Ural. Nun wurde bekannt, dass dieser Geheiminformationen aus dem russischen Sicherheitsrat an westliche Dienste übergeben haben soll.

Alexander Worobjow, engster Vertrauter von Nikolai Zukanow, wird beschuldigt, geheime Informationen aus dem russischen Sicherheitsrat, an westliche Länder übergeben zu haben. Darüber berichtet das Portal „Znak.com“ unter Bezugnahme auf Quellen bei den zuständigen Organen.

Die russischen Sicherheitsorgane beobachteten mehrere Jahre Worobjow und hatten Kenntnis von der Übergabe geheimer Informationen an westliche Staaten. Was bis jetzt noch nicht öffentlich bekannt wurde ist, wie Worobjow an diese Informationen gelangt ist. Es besteht die Möglichkeit, dass Zukanow ihm diese Informationen übergeben hat oder er diese Informationen aus anderen Quellen erhielt oder sich zu diesen Informationen irgendwie Zugang verschaffte.

Der des Landesverrats beschuldigte Worobjow hatte keinen Zugang zu Dokumenten des Sicherheitsrates. Seine Einstufung als Geheimnisträger ließ einen Umgang mit derart eingestuften Dokumente des Sicherheitsrates nicht zu. Die russischen Medien mutmaßen, dass er sein gutes Verhältnis zu Zukanow ausgenutzt haben könnte, um von diesem Informationen zu erhalten.

Die Untersuchungen gegen Worobjow werden durch den zentralen Apparat des russischen Sicherheitsdienstes FSB in Moskau geführt. Die Untersuchungen werden sich natürlich auch auf die Person von Nikolai Zukanow ausweiten, dem man im mindestens vorwerfen kann, sich ungenügend um die Sicherheitsüberprüfungen seiner Mitarbeiter gekümmert zu haben. In wie weit man ihm Begünstigung zum Geheimnisverrat nachweisen kann, bleibt den Ermittlern vorbehalten festzulegen.

Es ist auch davon auszugehen, dass nun das gesamte Umfeld des Ex-Gouverneurs Zukanow durch die Sicherheitsorgane überprüft wird um festzustellen, wer eventuell noch im Interesse ausländischer Dienste gearbeitet haben könnte. Insbesondere wird es wohl Personen mit Kontakten ins westliche Ausland treffen, die sich den Fragen der Sicherheitsorgane stellen müssen.

Zum Schicksal von Nikolai Zukanow ist bisher noch keine Entscheidung gefallen. Medien berichten, dass er am heutigen Dienstag zu einem Gespräch beim russischen Präsidenten Putin gebeten wurde. Insider kommentieren, dass seine politische Laufbahn wohl durch diesen Zwischenfall beendet sein wird. Für Kaliningrad würde dies bedeuten, dass der immer noch über dem Regierungsgebäude schwebende Geist von Ex-Gouverneur Zukanow, mit all seinen Schatten wohl endlich und für immer verschwinden wird.

Kommentare ( 1 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 12. August 2019 11:36 pm

    Ist denn in dieser "Sache" schon etwas durchgesickert? Oder ist diesmal die Verschwiegenheit der Ermittlungen gewährleistet?
    Wäre ja schon mal ein Schritt auf dem richtigen Weg.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 12. August 2019 20:46

      Besten Dank für den ersten Kommentar auf dem neuen Portal. ich bin verwundert, dass das funktioniert, denn ich selber kann keine Kommentare absenden. Schau´n wir mal, was unsere IT-Spezialisten heute Nacht machen.

      Gegenwärtig gibt es überhaupt keine Nachrichten in dieser Angelegenheit. Auch ich warte ungeduldig. Wobei derartige Vorfälle viele Monate brauchen, bis sie offiziell vor ein Gericht gebracht werden. Für mich ist allerdings viel wichtiger, dass es im Uraler Verwaltungsbezirk personelle Veränderungen gibt - und zwar endgültige.

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