Ich war niemals in New-York

Ich war niemals in New-York
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Niemals in meinem Leben war ich in den USA und mit, an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, werde ich niemals dorthin reisen. Reisen ist für mich Stress und die lange Reise in die USA bedeutet langer Stress. Dazu kommt, dass meine Gesinnung wohl zukünftig Grund sein wird, dass mir die USA – völlig zu Recht – die Einreise verweigern werden.

Jedes Land hat das Recht, Gäste einzuladen oder auch nicht. Üblicherweise wird dies über das Visaregime geregelt – eine Art Vorfilter, um ungebetene Gäste noch vor der Grenze abweisen zu können.

Die USA haben nun, neben der bisherigen Prozedur für die Erlangung eines Visums festgelegt, dass der Antragsteller sein Engagement in sozialen Netzwerken offenlegen muss. Darüber informieren russische Medien unter Bezugnahme auf  AP (Associated Press).

Bereits ab dem 31. Mai geben die amerikanischen Behörden neue Antragsformulare an die Visaantragsteller aus. Dort gibt es einen neuen Absatz, wo der Antragsteller seine Identifizierungsangaben im sozialen Netzwerk offenlegen muss. Der Antragsteller kann diese Angaben verweigern oder auch mitteilen, dass er sich nicht in sozialen Netzwerken engagiert. Allerdings wird mit Folgen gedroht, wenn sich diese Angaben als unwahr herausstellen.

Begründet wird diese Neuerung durch das amerikanische Außenministerium mit der wachsenden Terrorgefahr und der Bedrohung der öffentlichen Sicherheit.

Auf diese Art und Weise gewährleisten die USA, dass sich weniger der unbeliebten und ungeliebten Russen im Lande tummeln. Es ist eben die Freiheit der USA – frei zu entscheiden, wem sie die Einreise gewährt oder auch nicht. Wer nicht so denkt und fühlt wie dies für die USA wünschenswert ist, bekommt keine Einreise – völlig richtig, völlig logisch. Und ich sage dies ohne Ironie, ohne Sarkasmus. Privat lade ich mir ja auch keine Leute ein, die ich nicht leiden kann oder die über mich in der Öffentlichkeit oder hinter vorgehaltener Hand schlecht reden oder Gerüchte verbreiten. Und dasselbe Recht hat jeder Staat in dieser Welt.

Somit steht für mich nur noch die Frage, ob und wann sich Russland ein Vorbild an den USA nimmt und von allen einreisenden Bürgern die Sozialnetzkontakte wissen will. Wenn es denn zu solch einer Entscheidung kommen würde, würden wir wohl, im zeitweilig durch Russland okkupierten Ostpreußen, auf eine Reihe von Touristen aus Deutschland verzichten müssen.

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Kommentare ( 2 )

  • ru-moto

    Veröffentlicht: 2. Juni 2019 22:45 pm

    Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
    Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur,
    Darum, Mensch, sei zeitig weise!
    Höchste Zeit ist's! Reise, reise!

    Reisen bildet, öffnet uns den Horizont...
    Reisen ist keine Schande, im Gegenteil. Es fördert den Frieden.

    Ich hatte das Glück, bereits in sehr jungen Jahren viel reisen zu können.
    Jedoch verspürte ich nie den Wunsch, jemals nach Amerika reisen zu wollen.
    Europa und der Rest der Welt sind so groß und schön, so dass dieser Wunsch niemals aufkam.
    Amerika hat mich auch nicht verdient.

    "Sozialnetzkontakte" ist ein neumodisches Zauberwort.
    Wenn Russland ebenfalls, so wie die USA, von allen einreisenden Bürgern die Sozialnetzkontakte wissen wollte, wären tatsächlich kaum noch deutsche Touristen in Kaliningrad anzutreffen.

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 3. Juni 2019 20:49 pm

    Wem mal so richtig das Gruseln kommen will, der sucht mal im www nach den Fragebogen, was die US-Einwanderungsbehörde so alles wissen will. In diesem Zusammenhang gibt es auch Berichte von Personen, denen trotz eines US-Visums vor Reiseantritt letztendlich die Einreise in das gelobte Land verwehrt wurde und deren Erlebnisse in diesem Zusammenhang.

    Das Ganze mit den Veröffentlichungen von Edward Snowden verglichen ....
    Meine Güte, müssen die Yankees eine Angst haben. Die plagt die blanke Angst vor der Vergeltung, was sie tagtäglich für Verbrechen weltweit begehen.

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