Sowjetisches Memorial in Kaliningrad weicht deutschem Memorial in Ostpreußen

Sowjetisches Memorial in Kaliningrad weicht deutschem Memorial in Ostpreußen
Begleittext zur Videoinformation
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Natürlich kann man nicht von einer Germanisierung des Kaliningrader Gebietes sprechen, wenn ein sowjetisches Memorial, welches an die, bei der Eroberung Ostpreußens im Großen Vaterländischen Krieg, gefallenen Sowjetsoldaten erinnert, weichen muss, damit die Kopie eines deutschen Pferdedenkmals wieder aufgestellt werden kann.

Um was geht es dann, wenn nicht um die Germanisierung?

Ist es denn nicht gerecht, wenn auf zeitweilig okkupiertem, ostpreußischem Territorium, welches temporär von den Russen verwaltet wird, wieder deutsche Kultur und Ordnung einzieht?

Für wen wurde denn dieses Memorial in Jasnaja Poljana aufgestellt? Natürlich nicht für die Befreier vom mörderischen deutschen Faschismus, von denen 27 Millionen ihr Leben gegeben haben. Nein, wie ich vorhergegangenen Kommentaren unter anderen Beiträgen auf meinem Portal oder in Sozialnetzwerken entnehmen kann, sind diese Befreier keine Befreier, sondern willfährige Willensvollstrecker des Despoten Stalin, Mörder, Vergewaltiger, Brandstifter. Und somit ist es nur Recht und billig, dass diesen sowjetrussischen Marodeuren die Gedenkstätten entzogen werden und an dieser Stelle wieder, wenn auch nur eine Kopie, die Statue eines legendären deutschen Pferdes aufgestellt wird, dessen Nachkommen hundert- und tausendfach die Soldaten auf ihrem Rücken trugen, die in der Sowjetunion die asiatischen Horden bekämpft haben, die Richtung Deutschland drängten.

Im September 2013 wurde mit großen TamTam und BumBum, mit Salz und Pfeffer, im Beisein von Deutschen, die speziell aus Deutschland angereist waren, in einer feierlichen Zeremonie die Kopie des Tempelhüters eingeweiht. Aufgestellt wurde diese Skulptur, dessen Original sich als Kriegsbeute in Moskau befindet, genau auf dem Postament, wo das Original ehemals stand.

Nach der Demontage des Originals, wurde das Postament genutzt, um ein Memorial für gefallene Sowjetsoldaten einzurichten. Gefallen sind an dieser Stelle sehr viele, denn der Widerstand der deutschen Truppen an dieser Stelle war besonders stark.

Nun, und eigentlich ist jetzt nichts Besonderes passiert. Man hat einfach das sowjetische Memorial geschliffen und darauf wieder ein deutsches Pferd gestellt – die historische Gerechtigkeit, im zeitweilig okkupierten Ostpreußen ist, zumindest an dieser Stelle, durch deutsche Ordnung und Kultur wiedererrichtet worden.

Eigentlich war die Aufstellung der Skulptur schon für das Jahr 2012 geplant – dem Jahr, wo das Pferdegestüt seinen 280. Geburtstag feierte. Aber die Russen zickten. Und, so schreibt eine der Organisatorinnen, übrigens eine Russin dieser Kult- oder Kulturhandlung, die in Deutschland wohnt und Deutschland über alles liebt, brauchte man erheblich länger, um die örtlichen Verantwortlichen davon zu überzeugen, das sowjetische Memorial abzureißen, um das Pferd aufstellen zu können. In einem Internetbeitrag kommentierte sie:

„Wir brauchten ein ganzes Jahr, um den örtlichen Bewohnern die Wichtigkeit und Bedeutung dieses Teil der preußischen Geschichte zu vermitteln.“

Dann wurde das Denkmal eingeweiht – am Sonntag, dem 29. September 2013. Die VIP-Gäste wurden in das Restaurant „Alte Apotheke“ eingeladen, wo reichhaltig die Tische gedeckt waren. Die russischen örtlichen Bewohner erhielten, finanziert aus dem Dorfhaushalt, eine Fischsuppe und eine Bratwurst.

Die regionale Vereinigung „Russische Gemeinde des Kaliningrader Gebietes“ hat sich offiziell an die Kaliningrader Staatsanwaltschaft gewandt und die Bitte geäußert, Untersuchungen einzuleiten zur Gesetzlichkeit der Aufstellung von Grabsteinen für deutsche Bürger im Kaliningrader Gebiet und das Aufstellen einer Kopie des Pferdes „Tempelhüter“ in der Siedlung Jasnaja Poljana.

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Kommentare ( 2 )

  • Udo Petz

    Veröffentlicht: 1. Juni 2019 10:56 pm

    Ein historisches Denkmal wieder aufstellen, das gefällt mir, aber deswegen eine Gedenkstätte beseitigen, ich finde, das geht zu weit. Gedenken an ein Pferd gegen Gedenken an viele Soldaten.
    Das hätte man anders lösen sollen, denke ich.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 1. Juni 2019 11:01

      ... ja. sehr gut, sehr kurz, auf den richtigen Nenner gebracht.

  • boromeus

    Veröffentlicht: 2. Juni 2019 14:28 pm

    2013 eingeweiht und jetzt schon berichten Sie davon?Das ist ja höchste Aktualität Ihrer Berichterstattung.Waere natürlich lobenswert, wenn Sie Ihren Lesern ein Bild der russische Memorials am Fusse des Sockels mitgeliefert hätten.Ist natürlich als Fussgänger etwas beschwerlich dort mit dem Bus hinzukommen,aber Sie finden bestimmt Ihre Infos im Internetz.Im übrigen ist die Gedenkstätte nicht geschliffen worden,wie Sie es so reisserisch darstellen, sondern in Absprache mit russischen Verantwortlichen verlegt worden.Und was einen Teil der historische Anlage Trakehnens angeht ,in diesem Falle das Stallmeisterhaus, das durch private Aufwendungen vor dem Totalverlust gerettet wurde, wie so viele historische Stätten im Oblast, die man aus Hass und Gleichgültigkeit der letzten 74 Jahre bis zur Unkenntlichkeit hat verfallen lassen, sich aber stets eigener Resorcen in der KGD Administration rühmt,die dafür zu sorgen hat ,das das eben nicht passiert sollte.
    Aber wen interessiert das schon ??

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 2. Juni 2019 15:20

      ... die russische Staatsanwaltschaft interessiert das ... zumindest teilweise.

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