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Projekt "Ostmesse Kaliningrad"

Sa, 30 Mär 2013 Projekt Angebot & Nachfrage


Projekt "Ostmesse Kaliningrad"

Weihnachten 2013 in Kaliningrad - Königsberg

Die Tradition der Weihnachtsmärkte beginnt sich in der westlichsten Stadt Russlands zu entwickeln. Kaliningrad selber beginnt sich in die internationale, die europäische Aufmerksamkeit zu stellen. Diskussionen über die Stadtbezeichnung nehmen mehr und mehr offiziellen Charakter an und im Zusammenhang mit der Entwicklung des Tourismus, als einer der Hauptrichtungen für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes bis zum Jahre 2020, sind Überlegungen zur Wiederbelebung eines deutschen Weihnachtsmarktes in Kaliningrad vermutlich zur „Rechten Zeit am rechten Ort.“

Unter Beachtung fehlender Erfahrungswerte, möglicher religiöser und politischer Befindlichkeiten, begrenzter finanzieller Mittel und möglicher organisatorischer Schwierigkeiten, ist eine zurückhaltende Vorgehensweise angebracht.

Für das Start-Up-Projekt-2013“ schlage ich vor:

Ein interessierter deutscher Investor gründet in Kaliningrad eine GmbH „Ostmesse Kaliningrad“ mit 100% ausländischer Beteiligung. Sollte der Investor nicht selber als Geschäftsführer auftreten wollen, wird ein anderer Beauftragter als Geschäftsführer eingesetzt. Dieser hat dann das Start-Up des Marktes zu organisieren. Hierzu gehört:

  • Gespräche mit den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung
  • Gespräche mit der Handelsverwaltung der Stadt
  • Festlegung des Standortes / der Beteiligung am vorhandenen Markt
  • Kauf der Standkioske und der dazugehörigen Dekoration und Ausstattung
  • Erarbeitung des Marktkonzeptes (Verkaufssortiment je Kiosk)
  • Abstimmung aller Maßnahmen für die Hygiene, Sicherheit usw.
  • Abstimmung aller Fragen zur Warenzertifizierung
  • Abstimmung aller Fragen mit dem Zoll zum Import der Ware
  • Abklärung eines Platzes zur Zwischenlagerung der Kioske zwischen den Veranstaltungen
  • Und weitere organisatorische Arbeiten

 

Amortisierungsüberlegungen

Zur Risikominimierung wird vorgeschlagen, die Anzahl der Kioske im ersten Jahr auf maximal 10 zu begrenzen. Bei Nutzung von gebrauchten Kiosken, incl. Dekoration aus Deutschland sowie Transport belaufen sich die Kosten pro Kiosk auf maximal 2.000 bis 2.500 Euro.

Entschließt sich der Investor den Markt selber zu betreiben, so besteht seine Verdienstmöglichkeit in der erzielten Marge.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Vermietung der Kioske an Kaliningrader Einzelunternehmer. Somit kann sich die Investition über Mieteinnahmen amortisieren.

Da der deutsche Investor aber ein Warensortiment vorgibt, ist der Kioskbetreiber verpflichtet das festgelegte Sortiment zu übernehmen. Der Investor realisiert nun über eine Großhandelsmarge am Verkauf der Ware einen zweiten Gewinn.

Da jeder Investor an einer möglichst schnellen Amortisation interessiert ist, sollte die Firma „Ostmesse GmbH“ von Anfang an ein Marktkonzept für mehrere Ereignisse im Jahr, bis hin zu einem deutschen Monatsmarkt erarbeiten. Bei ständiger Nutzung der Kioske vermindern sich die Kosten für die zeitweilige Einlagerung und der Markt selber kann sich als ständige Einrichtung zu einer Touristenattraktion außerhalb der bekannten Kaliningrader Märkte entwickeln.

Das Investitionsrisiko selber schätze ich als relativ gering ein. Selbst wenn der Markt für die deutschen Teilnehmer nicht erfolgreich ist und somit nicht fortgesetzt wird, kann durch den Wiederverkauf der Kioske und der Dekoration ein Großteil des finanziellen Einsatzes wieder zurückfließen, so dass mögliche Verluste sich in einem überschaubaren Bereich bewegen.

 

Sortimentsproblematik

Im Start-Up-Markt2013 sollten sich die deutschen Organisatoren auf Waren beschränken, die „unempfindlich“ sind. Also Waren mit einem langen MHD oder Industriewaren. Dies hilft mögliche Probleme bei der Zollabfertigung zu kompensieren oder unerwartete Forderungen seitens der Hygienekommission gelassener zu sehen.

Mögliche Sortimente wären:

  • Erzgebirgische Holzerzeugnisse (Pyramiden, Räuchermännchen usw.)
  • Lebkuchen/Stollen die nicht in Kaliningrad gehandelt werden
  • Kerzensortiment
  • Porzellan mit Weihnachtsdekor
  • Holzspielzeug
  • Lebensmittel in Konserven und Süßwaren in Weihnachtsverpackung, die nicht in Kaliningrad gehandelt werden
  • Weihnachtsdekoration (Adventskranz, Gestecke, ausgesuchter Baumschmuck)

Die genannte Liste ist nur ein Gedankenspiel und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Es sollten grundsätzlich keine Waren in die Kioske aufgenommen werden, die bereits in Kaliningrad in irgendwelchen Supermärkten angeboten werden. Die deutschen Kioske müssen sich sowohl optisch wie auch warentechnisch komplett von allen anderen Anbietern unterscheiden und somit ein Anziehungspunkt für die Kaliningrader werden („… da wird was angeboten, was es sonst nirgendwo gibt …).

Das konkrete Sortiment, festgelegt bis zum Einzelartikel, sollte rechtzeitig in Kaliningrad mit den zuständigen staatlichen Organen abgestimmt werden (Zoll, Hygiene, Zertifikate usw.) um bereits weit im Vorfeld alle organisatorischen Probleme auszuräumen.

Sonstige Organisationsfragen

Platz für den Markt

  • Haus der Räte, im Bestand des Kaliningrader Marktes

Zeitrahmen

  • Beginn der Organisation: 01.05.2013, Abschluss aller Vorbereitungen 30.10.2013. Transport aller Waren und Ausrüstungen nach Kaliningrad bis 15.11.2013. Sicherheitszeitraum ein Monat (16.11.2013 – 15.12.2013)

Infrastruktur (Strom, Wasser, Toiletten, Reinigung, Abfall, Sicherheit)

  • Ist gelöst im Rahmen des Gesamtmarktes. Sollten die Kioske vermietet werden, müssen die Kosten die seitens der Stadt für diese Logistik erhoben werden, auf die Standbetreiber zusätzlich zur Standmiete anteilig umgelegt werden.

Rechtliche Bestimmungen/vertragliche Absicherung für die Standbetreibung und den Verkauf des Sortimentes

  • Es erfolgt kein Verkauf von „empfindlicher“ Ware während des Start-Up-Marktes. Alle anderen Genehmigungen werden weit im Vorfeld geklärt (bis 30.06.2013)

Kioske

  • Es können gebrauchte Kioske in Deutschland erworben, demontiert und nach Kaliningrad geschafft werden. Bei Vorlage konkreter Preise sollte aber auch die Möglichkeit des Kaufes einheimischer Kioske in Kaliningrad geprüft werden. Nachfolgende Firma kann hierfür ein Ansprechpartner sein. Bei Kauf einer größeren Stückzahl (10) ist sicher mit einem fairen Preisangebot zu rechnen. Außerdem können bei Aufbauproblemen Spezialisten sofort vor Ort helfen: http://fr.onlyart.ru/rme.htm

Dekorative Ausgestaltung

  • Der deutsche Anteil am Markt sollte „schlüsselfertig“ ausgestaltet werden, so dass sich bei der Variante „Vermietung“ die Kioskbetreiber grundsätzlich auf das Verkaufsgeschäft konzentrieren können. Für den Komplettservice ist eine entsprechende (siehe oben) Standmiete zu zahlen. Die einheitliche, vorgegebene Gestaltung garantiert die Ordnung und Disziplin, die die deutschen Stände vermutlich von den anderen Standbetreibern optisch auffällig unterscheidet.

Personalfrage

  • In Zusammenarbeit mit dem staatlichen Arbeitsamt könnte hier das „Angenehme mit dem Nützlichen“ verbunden werden. Slogan: „Deutsche Unternehmer geben Kaliningrader Arbeitslosen eine neue Chance“. Bei Erarbeitung eines entsprechenden Konzeptes und guter Führung dieses zeitweiligen Personals, kann sich daraus ein „Einzelunternehmen Markt-Saison“ entwickeln und dieses Personal findet als selbständiger Unternehmer zukünftig generell Arbeit für die Organisation dieser kulturellen Ereignisse. Des Weiteren besteht die Möglichkeit der finanziellen Förderung von Jungunternehmern durch den russischen Staat (bis 300.000 Rbl. für Jungunternehmer im ersten Existenzjahr).

Steuerliche Fragen

Steuerliche Fragen müssen im Rahmen der Entscheidung über die Art und Weise des zu betreibenden Marktes geklärt werden. Werden die Kioske vermietet entstehen Steuerpflichten aus Mieteinnahmen. Um diese in interessanten Grenzen zu halten, könnte als Vermieter der Stände die Firma „Kaliningrad-Domizil“ auftreten (Steuerbelastung 6 Prozent). Die Versteuerung der Umsätze durch Warenverkauf könnte über den Erwerb eines Patentes (Zahlung Pauschalbetrag) geklärt werden.

Kulturelle Maßnahmen

Die organisatorische Belastung sollte sich hier im ersten Jahr in Grenzen halten. Gut wäre hier ein sehr enges Zusammenwirken mit dem deutschen Generalkonsulat und dem Deutsch-Russischen-Haus – weit im Vorfeld des Marktes. Hier gibt es mit großer Sicherheit einige organisatorische Erleichterungen.

Unterstützung durch Dritte

Mit der evangelischen Probstei in Kaliningrad sollte die Möglichkeit einer Zusammenarbeit besprochen werden, d.h. die Probstei beteiligt sich mit einem Stand und humanitären Angeboten (gespendete Weihnachtsartikel aus Deutschland – ohne kommerziellen Hintergrund, Bewirtung mit Selbstgebackenem durch RusslandDeutsche usw.).

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Investitionen, Kaliningrad, Wirtschaft

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