Alimentenschulden in Russland erreichen historisches Maximum

Alimentenschulden in Russland erreichen historisches Maximum

Die Gesamtsumme der Alimentenschulden ist in Russland auf 152 Mrd. Rubel gestiegen. Sie hat damit einen nie gekannten Umfang angenommen. Darüber informierten die russischen Gerichtsvollzieher.

 

 

Die Anzahl der Schuldner hat sich dabei im vergangenen Jahr verringert, wobei die Summe der nicht gezahlten Unterhaltsverpflichtungen um 13 Prozent wuchs. Insgesamt liegen auf den Schreibtischen der russischen Gerichtsvollzieher 806.000 Vollstreckungsbefehle. Durchschnittlich schuldet jeder Unterhaltspflichtige 189.000 Rubel seinen Kindern.

Wer in Russland seinen Unterhaltsverpflichtungen nicht nachkommt, muss mit zusätzlichen Bestrafungen rechnen. Angewandt wird Sozialarbeit oder bis zu 15 Tage Arrest. Wird Unterhalt wiederholt nicht bezahlt, droht das Strafgesetzbuch mit bis zu einem Jahr Zwangsarbeit oder drei Monaten Arrest oder bis zu einem Jahr Freiheitsentzug

 

 

Weiterhin haben die Gerichtsvollzieher die Möglichkeit, einem Unterhaltsschuldner die Fahrerlaubnis zu entziehen oder eine Reise ins Ausland zu verbieten. Um diese Maßnahmen einzuleiten, muss sich eine Unterhaltsschuld von mindestens 10.000 Rubel angehäuft haben. Zum 1. November 2019 wurde gegen 1,4 Mio. russische Unterhaltsschuldner ein Reiseverbot verhängt.

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