Arztfehler in Russland – Gesundheitsministerium macht dies zum Thema

Arztfehler in Russland – Gesundheitsministerium macht dies zum Thema

 

Das russische Gesundheitsministerium hat die nicht einfache Thematik ärztlicher Fehler, die zum Tode von Patienten führen, in Russland zum öffentlichen Thema gemacht. Der Zustand ist so nicht akzeptabel – meint man im föderalen Zentrum.

 

 

70.000 Fälle von Verschlechterung des Gesundheitszustandes bei kranken Patienten durch unsachgemäße Behandlung durch Ärzte soll es im Jahr in Russland geben – Fälle, die bei qualifiziertem Arzteinsatz hätten vermieden werden können – so die Statistik.

Kommentiert wird, dass die Ärzte häufig nicht über die Gesamtwirkung von Medikamenten informiert sind und somit das falsche Medikament oder ein Medikament in falscher Dosierung verordnen. Und so kommt es auch zu Todesfällen beim Einsatz einfacher Medikamente oder einfacher medizinischer Technik bei der Untersuchung von Patienten.

Der russische Gesundheitsminister ist der Ansicht, dass die bekannten Fakten davon zeugen, dass die Sicherheit der medizinischen Hilfe sich auf niedrigem Niveau befinde. Hier stehen die medizinischen Hochschulen, Universitäten und anderen Ausbildungsstätten in besonderer Verantwortung, diesen Qualifizierungszustand zu ändern – so der Minister.

Der Minister zeigte sich besorgt über die Kadersituation in den Regionen. Es ist sehr schwer, nicht nur einen Oberarzt zu finden, sondern auch medizinische Verwaltungsbeamte. Die Rotation ist erheblich und die Qualität der Arbeit verbessert sich häufig nicht.

 

 

Der Minister kritisierte weiter, dass viele Ärzte keine Art haben, einfühlsam mit den Patienten umzugehen.

Ende 2018 hatte Russland insgesamt mehr als 50.000 unbesetzte Arztplanstellen und weitere 50.000 freie Stellen für mittleres medizinisches Personal.

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Kommentare ( 1 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 18. Februar 2020 02:39 pm

    "Kommentiert wird, dass die Ärzte häufig nicht über die Gesamtwirkung von Medikamenten informiert sind und somit das falsche Medikament oder ein Medikament in falscher Dosierung verordnen."
    Das ist aber kein rein russisches Problem. Das kommt genauso gut hierzulande vor, daß die Ärzte von den von Pharma-Referenten aufgeschwatzten Medikamenten nur noch die angebliche Hauptwirkung im Kopf haben, aber die Nebenwirkungen nicht einmal selbst auf dem Beipackzettel gelesen haben. Das ist kein allgemeines Geschreibsel, sondern persönliche direkte oder indirekte "Erlebnisse". Ich kann nur jedem raten, sich diese Beipackzettel gründlich durchzulesen, falls Medikamente notwendig sind.

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