Aufenthaltsgenehmigung für Immobilieninvestoren geplant

Aufenthaltsgenehmigung für Immobilieninvestoren geplant

 

Es bewegt sich gegenwärtig sehr vieles in Russland. Russland reagiert auf internationale Tendenzen, aber berücksichtigt auch negative Momente in der Entwicklung des eigenen Landes und der eigenen Wirtschaft. Mit neuen gesetzlichen Regelungen im Bereich der Migration will man dem entgegensteuern.

 

 

Nachdem Russland bereits die gesetzlichen Regelungen zur Staatsbürgerschaft komplett reformiert hat und die Doppelte Staatsbürgerschaft eingeführt wurde, hat sich das russische Wirtschaftsministerium nun mit der Erarbeitung einer Ergänzung zur Migrationsgesetzgebung beschäftigt.

Vorgesehen ist, dass Ausländer, die in russische Immobilien investieren, das Recht auf eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Geplant ist, dass die neuen Regelungen im Juni 2021 in Kraft treten können.

Mit dieser neuen Regelung will man auf die Wettbewerbssituation im internationalen Maßstab reagieren. Viele andere Länder haben bereits entsprechende Regelungen getroffen und Russland will sich nun auch für derartige Investoren öffnen.

Viele Einzelheiten sind noch unbekannt.

So ist unklar, um welche Immobilien es sich handelt, in die ein Ausländer investieren muss, um eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten. Ist eine Ein-Raum-Wohnung bereits Grundlage für den Erhalt einer Aufenthaltsgenehmigung oder gelten nur Investitionen in kommerzielle Immobilien. Wenn aber ein Ausländer in viele Ein-Raum-Wohnungen investiert, um diese für die Vermietung zu nutzen?

Dazu kommt, dass der Inhaber einer Aufenthaltsgenehmigung sich mindestens 183 Tage in Russland aufhalten muss, d.h. sein Lebensmittelpunkt muss in Russland sein. Nicht jeder Ausländer, der bereit ist zu investieren, will und kann dies. Viele möchten investieren, ihre Investitionen in die Hände einer russischen Verwaltungsfirma legen und einfach nur unkompliziert und jederzeit nach Russland reisen können, um ihre Investitionen und deren ordnungsgemäße Verwaltung kontrollieren zu können, was bekanntlich mit einem Visum nur schwer möglich ist.

Weiterhin muss natürlich geregelt werden, was mit der Aufenthaltsgenehmigung, welche bekanntlich jetzt unbefristet gilt, geschieht, wenn der Ausländer seine Investitionen abruft und sein Engagement in Russland beendet.

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