Corona-Virus-Situation in den Regionen der Russischen Föderation Stand 06. Mai 2020

Corona-Virus-Situation in den Regionen der Russischen Föderation Stand 06. Mai 2020

„Kaliningrad-Domizil“ analysiert Meldungen russischer föderaler und regionaler Medien, die für eine seriöse Berichterstattung bekannt sind, sowie Meldungen staatlicher Behörden zur Corona-Virus-Lage in Russland, zur allgemeinen Information, insbesondere für deutsche Bürger die sich in Russland aufhalten.
 
 
165.929 Erkrankungsfälle sind in Russland insgesamt registriert.
21.327 Genesungen stehen dem gegenüber.
1.537 Sterbefälle sind in Russland für den bisherigen Gesamtzeitraum zu beklagen.
4.630.000 Virus-Teste wurden durchgeführt. Dies entspricht einem getesteten Bevölkerungsanteil von drei Prozent.
 
 
10.559 Erkrankungsfälle gab es am heutigen Berichtstag.
1.462 Genesungen stehen dem gegenüber.
86 Sterbefälle sind in Russland für den aktuellen Berichtstag zu beklagen.
130.000 Virus-Teste wurden am Berichtstag durchgeführt.
 
 
Die Corona-Virus-Erkrankung hat alle russischen Regionen erfasst. Schwerpunkt ist der Großraum Moskau mit 102.563 oder 62 % aller Erkrankten. Weiterhin befinden sich in der TOP-5 Gruppe der Großraum St. Petersburg mit 7.084, die Region Nischni Nowgorod mit 3.298, das Gebiet Murmansk mit 2.237 und die Republik Dagestan mit 2.267 Erkrankten. 48.480 oder 29 % aller Erkrankten konzentrieren sich in den weiteren Regionen Russlands.
 
 
583 Erkrankungsfälle sind im Kaliningrader Gebiet insgesamt registriert. Dies sind 0,4 % der Gesamterkrankungen in Russland.
123 Genesungen stehen dem gegenüber.
11 Sterbefälle sind im Kaliningrader Gebiet für den bisherigen Gesamtzeitraum zu beklagen.
Der Yandex-Index der Selbstisolierung beträgt für den Berichtstag 3,1 von möglichen 5,0 Bewertungspunkten.
 
 
17 Erkrankungsfälle gab es am heutigen Berichtstag im Kaliningrader Gebiet. Dies sind 0,2 % aller Erkrankungsfälle in Russland für den aktuellen Tag.
20 Genesungen stehen dem gegenüber.
0 Sterbefälle sind im Kaliningrader Gebiet am heutigen Berichtstag zu beklagen.
 
 
Beachten Sie, dass in Kaliningrad ein Selbstisolierungsregime festgelegt ist. Nur Personen mit einem Passierschein vom Arbeitgeber dürfen sich im Rahmen der dort geregelten Details im Freien bewegen. Für alle anderen gilt Ausgangsverbot, mit den Ausnahmen, die in der rot hinterlegten Grafik genannt worden sind.
 
 
 
Weitere Informationen aus dem föderalen Russland
 
Die russische Verbraucherschutzbehörde hat dem russischen Präsidenten einen Drei-Stufen-Plan für die Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens vorgestellt. Dieser Plan wird umgesetzt, wenn es die Situation gestattet. Die erste Stufe ist die Genehmigung, sich auf der Straße mit sportlichen Übungen zu beschäftigen. Es werden kleinere Geschäfte und Dienstleistungseinrichtungen geöffnet. Im zweiten Schritt werden familiäre Spaziergänge gestattet, Geschäfte mit großen Verkaufsflächen dürfen öffnen und einige ausgewählte Bildungseinrichtungen können den Unterricht wieder aufnehmen. Im dritten Schritt werden Parks und Grünanlagen unter Beachtung der festgelegten Sozialdistanz für die Bevölkerung geöffnet. Alle schulischen Einrichtungen nehmen den Betrieb wieder auf. Hotels und Gaststätten dürfen wieder Gäste empfangen.
 
Ab 12. Mai nehmen alle Industrie- und Bauunternehmen in der Moskauer Hauptstadt ihre Arbeit wieder auf. Das teilte der Moskauer Bürgermeister mit. Der russische Präsident begrüßte diese Entscheidung. Weitere Erleichterungen, insbesondere im Dienstleistungssektor, wird es vorerst nicht geben.
 
Gegenwärtig sind in Russland rund 1,2 Mio. Arbeitssuchende registriert. Seit dem 1. März hat sich die Anzahl der Arbeitssuchenden um 200.000 erhöht. Diejenigen, die ab 1. März arbeitslos geworden sind, erhalten sofort die Maximalsumme an Arbeitslosengeld in Höhe von 12.300 Rubel ausbezahlt.
 
Die russische Ministerin für Kultur ist am Corona-Virus erkrankt. Dies wurde offiziell bestätigt. Die Erkrankung verläuft in leichter Form, so dass sie nicht in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Neben der Kulturministerin ist der Minister für Bauwesen und der Premierminister erkrankt.
 
Weitere Informationen aus dem Kaliningrader Gebiet
 
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow kommentierte, dass die 350 Mitarbeiter, die sich weigern mit Corona-Virus-Erkrankten zu arbeiten, hierzu ein Recht haben. Ein Teil des medizinischen Personals befindet sich selber in der Risikogruppe, ein anderer Teil hat einfach nicht die Qualifizierung für derartige Arbeiten mit Infektionen. Man werde für diese 350 Personen einen anderen Einsatzort finden, wo sie mit Infektionen nicht in Kontakt kommen. Die Meldung, dass 350 medizinische Mitarbeiter die Arbeit mit Corona-Patienten verweigern, hatte gestern Platz in allen wesentlichen föderalen Medien gefunden und unterschiedlichste Reaktionen ausgelöst.
 
Ein Stadtbezirksgericht hat eine Kaliningraderin, die ohne Symptome am Corona-Virus erkrankt ist, in ein Krankenhaus zwangseingewiesen. Diese hatte sich geweigert, der Aufforderung der russischen Verbraucherschutzbehörde nachzukommen, wonach die Behörde entsprechende Klage bei Gericht einreichte. In Kaliningrad werden gesonderte Krankenhausplätze eingerichtet, wo Patienten ohne Symptome aufgenommen werden. Wie sich später herausstellte, hat sich auch das neunmonatige Kind der Frau angesteckt.
Reklame

Kommentare ( 0 )

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung