Corona-Virus-Situation in den Regionen der Russischen Föderation Stand 09. April 2020

Corona-Virus-Situation in den Regionen der Russischen Föderation Stand 09. April 2020

 

„Kaliningrad-Domizil“ analysiert Meldungen russischer föderaler und regionaler Medien, die für eine seriöse Berichterstattung bekannt sind, sowie Meldungen staatlicher Behörden zur Corona-Virus-Lage in Russland zur allgemeinen Information, insbesondere für deutsche Bürger die sich in Russland aufhalten.

 

 

Die Corona-Virus-Infektion hat 81 von 85 russischen Regionen erfasst. Schwerpunkt ist die Stadt Moskau, das Moskauer Gebiet und St. Petersburg.

 

 

Mehr als 1.000.000 Infektionsteste wurden bisher in Russland durchgeführt. Dies entspricht einem Gesamtanteil an der Bevölkerung von EINEM Prozent. Je Patient werden drei Teste durchgeführt: zwei Teste durch regionale Laboreinrichtungen, ein abschließender Test in einem der zwei föderalen Zentrallabore.

 

 

 

10.131 Infektionsfälle sind in Russland registriert.

76 Personen sind an der Infektion verstorben.

698 Infizierte konnten bisher als geheilt aus den Krankenhäusern entlassen werden.

 

 

Der Anteil der Genesenden wächst gegenwärtig nicht im positiven proportionalen Verhältnis zu den Neuerkrankungen. Da das Corona-Virus eine Inkubationszeit von 14 Tagen hat und die Verpflichtung zur Selbstisolierung erst seit dem 31. März eingeführt wurde, dürften merkliche Resultate erst nach dem 15. April sichtbar werden. Für den aktuellen Berichtstag stehen sich 1.459 Neuerkrankungen und 118 Genesungen gegenüber.

 

 

52 Infektionsfälle sind im Gebiet Kaliningrad registriert.

Es gibt keine Sterbefälle im Kaliningrader Gebiet.

Neun Infizierte konnten bisher geheilt aus den Krankenhäusern entlassen werden.

 

 

In Kaliningrad steht das Verhältnis zwischen Neuerkrankungen und Genesenden in einem negativen Verhältnis. Eine Veränderung des Verhältnisses ist nicht vor dem 15. April zu erwarten und hängt im wesentlichen von der Disziplin der Bevölkerung im System der freiwilligen Selbstisolierung ab. Für den aktuellen Berichtstag stehen sich drei Neuerkrankungen und Null Genesungen gegenüber.

 

 

In Russland wird über Yandex der Index der freiwilligen Selbstisolierung im Stundenrhythmus für Russland insgesamt und für die wichtigsten Städte analysiert. Für den aktuellen Berichtstag ist der Durchschnittsindex der Selbstisolierung mit 3,0 für Russland und mit 3,0 für Kaliningrad ermittelt. Sie können sich über weitere Städte unter nachfolgendem Link informieren:

 https://yandex.ru/maps/covid19/isolation

 

 

 

Weitere Informationen aus dem föderalen Russland

 

Über 200 chinesische Bürger, die den Status „infiziert“ tragen oder mit Verdacht auf Infizierung sind von Russland nach China ausgereist. Die Chinesen haben sich alle in russischen Gebieten befunden, die an China grenzen.

Der Kreml kommentierte, dass diejenigen Firmen, welche Mitarbeiter entlassen, nicht erstrangig auf staatliche Hilfe rechnen können. In erster Linie erhalten die Unternehmen staatliche Hilfe, die die Zahlung der Löhne und Gehälter so fortsetzen, wie es gegenwärtig gesetzlich geregelt ist.

Moskau hat seine Friedhöfe für Besucher geschlossen. Im Rahmen der bevorstehenden Feiertage wollen viele ihre verstorbenen Angehörigen besuchen. Das erhöht die Gefahr der Verbreitung des Corona-Virus. Deshalb werden die Moskauer Friedhöfe in diesem Jahr für Besucher geschlossen bleiben.

Immer mehr Regionen gehen dazu über, Reisende aus Moskau, dem Moskauer Umland und St. Petersburg kommend, in eine 14tägige Selbstisolierung zu schicken. Die genannten Regionen sind die Regionen mit der höchsten Infektionsrate.

Der Index der Selbstisolierung ist auf bedenklich niedrigem Niveau. Gleichzeitig wächst aber die Zahl der Infizierten. Somit besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass die Verantwortlichen in einigen ausgewählten Regionen, nicht mehr auf das Prinzip der freiwilligen Selbstisolierung hoffen und Vergehen mit Strafen ahnden, sondern Einleitung von Maßnahmen im Rahmen des Ausnahmezustandes in Erwägung ziehen.  

 

Weitere Informationen aus dem Kaliningrader Gebiet

 

Die Schiffsbauwerft „Jantar“ hat im begrenzten Umfang am Donnerstag die Produktion wieder aufgenommen. Durchgeführt werden nur die dringendsten Arbeiten bei wichtigen Aufträgen. Nicht arbeiten dürfen Personen im Alter ab 65 Jahren. Die Schiffsbauwerft erfüllt viele Aufträge des Verteidigungsministeriums.

Ein Kaliningrader Gericht hat das beschleunigte Strafverfahren gegen zwei Männer, die das Regime der Selbstisolierung verletzt haben, vertagt. Das Gericht geht von einem minderschweren Fall aus, da die Männer sich unweit ihrer Wohnung aufgehalten hatten. Sie konnten den kontrollierenden Polizisten keine plausible Erklärung für ihren Aufenthalt außerhalb der Wohnung geben.  

Die Stadtverwaltung von Svetly hat sich entschlossen, die Sitzbänke im Stadtzentrum zeitweilig zu entfernen. Damit will man den Spaziergängern keine Möglichkeit für einen längeren Aufenthalt außerhalb der Wohnung geben. Die Disziplin im Rahmen der Selbstisolierung ist in Kaliningrad mangelhaft.

In der Kaliningrader Vorstadt Gurewsk ist das medizinische Zentrum „Viomar“ geschlossen worden. Bei einer Mitarbeiterin wurde die Infizierung mit dem Corona-Virus diagnostiziert. Es wird versucht, die mögliche Infektionskette zu rekonstruieren.

Der Bau des neuen medizinischen Infektionszentrums auf dem Gelände des Militärhospitals im Kaliningrader Nordberg läuft im 24-Stunden-Regime. Nach Fertigstellung des Hospitals können bis zu 800 Patienten hier betreut werden. Durch den Verteidigungsminister wurde die Aufgabe gestellt, das Hospital, welches sich im Bestand der Ostseeflotte befindet, bis Mitte Mai in Nutzung zu überführen.

 

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