Corona-Virus-Situation in den Regionen der Russischen Föderation Stand 24. März 2020

Corona-Virus-Situation in den Regionen der Russischen Föderation Stand 24. März 2020

 

„Kaliningrad-Domizil“ analysiert Meldungen russischer Medien und staatlicher Behörden zur Corona-Lage in Russland zur allgemeinen Information, insbesondere für deutsche Bürger die sich in Russland aufhalten.

 

 

Russland hat aktuell 495 registrierte Erkrankungsfälle. Hiervon konnten 22 Infizierte als geheilt aus dem Krankenhaus entlassen werden.

 

 

In Kaliningrad gibt es unverändert sieben registrierte Infektionsfälle. 1.202 Personen befinden sich unter medizinischer Aufsicht in Isolation. Weiterhin wurden 248 Personen auf Infektionsverdacht untersucht. Die Gesamtzahl der Untersuchten erhöhte sich damit auf 2.236.

 

 

60 Kaliningrader haben sich bei russischen diplomatischen Vertretungen im Ausland gemeldet und um Rückführung nach Russland gebeten. Mindestens zehn Personen befinden sich in Deutschland. Es sind nur die Zahlen derjenigen bekannt, die sich bei den Vertretungen gemeldet haben.

Die Kaliningrader Polizei hat fünf Personen zur Verantwortung gezogen, die das Regime der Selbstisolierung nach Rückkehr aus dem Ausland nicht eingehalten haben. In welchem Umfang die Personen bestraft wurden, teilten die Medien nicht mit.

►Videoeinspielung Polizeikontrolle

In Russland ist der Verkauf von Kondomen in der letzten Woche um 30 Prozent, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum angestiegen. In absoluten Ziffern wurden 589.000 Packungen verkauft.

Im Zeitraum vom 14. – 23. März wurden durch die russische Fluggesellschaft „Aeroflot“ 43.555 russische Staatsbürger aus dem Ausland nach Russland zurückgeführt. Der größte Anteil befand sich in Deutschland. Im Verlaufe einer Woche werden alle russischen Bürger, die sich im Ausland befinden und sich bei den diplomatischen Vertretungen gemeldet haben, nach Russland zurückgeflogen. Gegenwärtig befinden sich noch 57.800 russische Staatsbürger im Ausland.

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat sich auf Weisung des russischen Präsidenten in Syrien mit dem syrischen Präsidenten getroffen. Nach seiner Rückkehr wurden er und die Mitglieder der russischen Delegation der obligatorischen medizinischen Kontrolle unterzogen. Über eine 14tägige Selbstisolierung nach dem Auslandsaufenthalt berichteten russische Medien nicht.

►Videoeinspielung Untersuchung Verteidigungsminister

Die russische Verbraucherschutzbehörde hat allen empfohlen, sich der kleinen Mühe zu unterziehen, nach erfolgten Einkäufen die Verpackungen zu desinfizieren, bevor sie in den Kühlschrank oder die Vorratsschränke verstaut werden.

Russland hat Schwierigkeiten, Migranten, die sich ungesetzlich in Russland aufhalten und über die ein Gericht die Ausweisung angewiesen hat, in ihr Heimatland abzuschieben. Fehlende Flugverbindungen und geschlossene Grenzen sind die Ursache. Gegenwärtig sind die GUS-Staaten, deren Bürger hiervon betroffen sind, bemüht, Charterflüge zu organisieren. Insgesamt befinden sich 500 Personen in den Abschiebelagern.

Die russische Regierung hat beschlossen, Klein- und mittelständische Unternehmen ein Jahr lang nicht zu kontrollieren. Großunternehmen sind vorläufig für einen Monat von staatlichen Kontrollen freigestellt.

Die russische Zentralbank hat Verhaltensempfehlungen herausgegeben. So sollen die Bankautomaten durch die zuständigen Banken regelmäßig desinfiziert werden. Den Kunden wird empfohlen, kein Bargeld mehr zu nutzen, sondern die Kreditkarten einzusetzen. Geld, welches die Geldautomaten ausgeben, müssen sich in gesonderten Räumen der Bank für den Zeitraum befinden, der garantiert, dass mögliche Viren absterben. Erst danach darf dieses Geld über Bankautomaten in Umlauf gebracht werden.

Die Leiterin der russischen Verbraucherschutzbehörde teilte mit, dass Mediziner festgestellt haben, dass Patienten, die vom Virus geheilt worden sind, eine Immunität entwickeln. Dies haben Untersuchungen in behördeneigenen Laboren gezeigt.

In Russland wurde eine Informationsplattform für diejenigen gestartet, die sich in häuslicher Selbstisolierung befinden. Diese Plattform vereint alle elektronischen Serviceleistungen, die gegenwärtig in Russland von Behörden und anderen Dienstleistern für die Organisation des täglichen Lebens angeboten werden.

Russische Mediziner haben ein Inhaliergerät entwickelt, welches infizierten Patienten das Atmen erleichtern wird. Der Unterschied zu anderen Inhalatoren besteht darin, dass dieser erst dann das Spray abgibt, wenn der Patient wirklich einatmet. Bisherige Inhalatoren haben eine andere Funktionsweise, wobei bis zu 65 Prozent des Spray ungenutzt versprüht wurde. Der Inhalator befindet sich in der Testphase und wird danach in erster Linie für Krankenhäuser bereitgestellt. Der Apparat wird mindestens 3.000 Rubel kosten.

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