Corona-Virus-Situation in den Regionen der Russischen Föderation Stand 26. März 2020

Corona-Virus-Situation in den Regionen der Russischen Föderation Stand 26. März 2020

 

„Kaliningrad-Domizil“ analysiert Meldungen russischer Medien und staatlicher Behörden zur Corona-Lage in Russland zur allgemeinen Information, insbesondere für deutsche Bürger die sich in Russland aufhalten.

 


Die Corona-Virus-Infektion hat 56 von 85 russischen Regionen erfasst. Schwerpunkt ist die Stadt Moskau und das Moskauer Gebiet.

 

 

Russland hat aktuell 840 registrierte Erkrankungsfälle. Moskau meldet zwei Verstorbene. 38 Infizierte konnten bisher als geheilt aus den Krankenhäusern entlassen werden.

 

 

In Kaliningrad gibt es unverändert acht registrierte Infektionsfälle.

 

 

Litauen hat den Transit durch sein Land für Bürger, die in ihr Wohnsitzland zurückkehren wollen, bis zum 13. April verlängert. Die Nutzung des Transitkorridors kann nur im Konvoi mit polizeilicher Begleitung auf dem kürzesten Weg und ohne Aufenthalt erfolgen.

In Kaliningrad werden gegenwärtig Fake-Nachrichten verbreitet. Diese betreffen mögliche Strafen für Verstöße gegen die staatlichen Festlegungen im Zusammenhang mit der Corona-Virus-Bekämpfung. Die Bürger werden aufgefordert, nur den offiziellen Meldungen Glauben zu schenken und nicht irgendwelchen Informationen in sozialen Netzwerken oder Messangersystemen.

Kaliningrad plant zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht dem Beispiel Moskaus zu folgen und alle Handels- und Einkaufszentren, Restaurants sowie andere Einrichtungen vollständig zu schließen. Die Situation in Kaliningrad ist nicht so angespannt wie in Moskau – kommentierte der Pressesprecher der Gebietsregierung.

Das russische Verteidigungsministerium errichtet in Kaliningrad ein neues Infektionskrankenhaus mit 800 Betten. Der Bau soll bis 15. Mai in Nutzung überführt werden. Errichtet wird das Krankenhaus auf dem Gelände des bereits existierenden Hospitals der Ostseeflotte im Stadtteil Nordberg.

Der Chef-Infektionist Russlands geht von der realen Gefahr einer explosionsartigen Ausbreitung des Corona-Virus in Russland aus. Schaut man auf die Dynamik der letzten Tage, so ist ersichtlich, dass die Infizierungen nicht beständig ansteigen, sondern eine sich selbst vervielfältigende Dynamik entwickeln. Russland bereite sich auf ein derartiges Szenarium vor.

Die russische Regierung hat angewiesen, alle Mitarbeiter der föderalen Organe in das Distanz-Regime zu überführen. Die Arbeit ist so zu organisieren, dass die Funktionsweise und die Aufgabenerfüllung im Interesse der Gesellschaft nicht beeinträchtigt wird.

Russland verbietet ab Null Uhr in der Nacht zum 27. März alle Flugverbindungen aus Russland in Drittstaaten und aus Drittstaaten nach Russland. Ausnahmen bilden lediglich Flüge, die russische Bürger aus dem Ausland nach Russland zurücktransportieren. Früheren Meldungen war zu entnehmen, dass die Rückführung bis Ende der Woche abgeschlossen sein wird.

Der russische Verteidigungsminister informierte über den forcierten Bau von neuen Infektionskrankenhäusern im russischen Mutterland. Die erste Etappe wird am 30. April beendet sein. Dies betrifft die Standorte Odinzowo, Podolsk, Nischni Nowgorod, Wolgograd, Nowosibirsk, Orenburg, Ulan-Ude, Ussurisk. Bis zum 15. Mai werden dann die restlichen Krankenhäuser in Nutzung überführt. Dies betrifft die Standorte Leningrader Gebiet, Smolensk, Rostow am Don, Sewastopol, Omsk, Petropawlowsk-Kamschatsk, Chabarowsk und Kaliningrad. Jedes Krankenhaus hat eine Kapazität von 800 Personen.

►Videoeinspielung: "Bleiben Sie gesund. Humor hilft dabei".

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