Corona-Virus-Situation in den Regionen der Russischen Föderation Stand 27. März 2020

Corona-Virus-Situation in den Regionen der Russischen Föderation Stand 27. März 2020

 

„Kaliningrad-Domizil“ analysiert Meldungen russischer Medien und staatlicher Behörden zur Corona-Lage in Russland zur allgemeinen Information, insbesondere für deutsche Bürger die sich in Russland aufhalten.

 


Die Corona-Virus-Infektion hat 58 von 85 russischen Regionen erfasst. Schwerpunkt ist die Stadt Moskau und das Moskauer Gebiet.

 

 

Russland hat aktuell 1.036 registrierte Erkrankungsfälle. Moskau meldet drei Verstorbene. 45 Infizierte konnten bisher als geheilt aus den Krankenhäusern entlassen werden.

 

 

In Kaliningrad gibt es unverändert acht registrierte Infektionsfälle und einen ausgeheilten Patienten.

 

 

Ab 28. März bis einschließlich 5. April werden in Kaliningrad defacto alle Einrichtungen mit Publikumsverkehr geschlossen. Geöffnet bleiben nur Apotheken und ausgewählte Geschäfte für die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Waren des täglichen Bedarfs.

In Kaliningrad wird das Städtische Klinikum evakuiert. Patienten werden in andere Krankenhäuser verlegt. Die Ärzte werden auf andere Krankenhäuser aufgeteilt. Das städtische Klinikum wird als Reservekrankenhaus für den Fall von Massenerkrankungen umfunktioniert.

In Kaliningrad wurde das für den Monat Juni geplante Internationale Bernsteinforum auf den September verlegt.

In Kaliningrad wird der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt. Ab 30. März wird er wie an Sonn- und Feiertagen verkehren.

In Kaliningrad erklärten die Restaurantbetreiber, dass sie dazu übergehen, während der Schließzeiten, eine Hausbelieferung nach möglichst kompletter Speisekarte vorzunehmen.

In Kaliningrad wird der regionale Zug- und Busverkehr ab 28. März bis einschließlich 5. April erheblich eingeschränkt. Züge verkehren nur noch einmal morgens und einmal abends. Die Züge sind nur für diejenigen bestimmt, die trotz der angewiesenen arbeitsfreien Woche im diensthabenden System arbeiten müssen.

Der russische Premierminister Mischustin hat angewiesen, ab 28. März bis einschließlich 5. April alle Restaurants, Gaststätten und andere derartige Einrichtungen in den Regionen zu schließen.

Bis 1. Juni dürfen Sanatorien und andere Kurorteinrichtungen, sowie Kinderferienlager keine Gäste aufnehmen.

Der russische Präsident hat ein Gesetz unterzeichnet, welches es dem Staat in Krisenzeiten gestattet, Einfluss auf die Preisbildung für Medikamente zu nehmen.

Der Umsatz an Medikamenten ist in Russland um 30 Prozent angestiegen. Der Durchschnittsscheck ist um 14 Prozent teurer als vor der Corona-Krise.

Einer Umfrage zufolge, werden 20 Prozent aller russischen Firmen ihren Mitarbeitern das Gehalt kürzen. 30 Prozent aller Firmen haben schon Optimierungsprozesse eingeleitet. Jede zweite Firma plant bis zu 13 Prozent ihrer Mitarbeiter zu entlassen.

Bürgern und Firmen, die das Quarantäne-Regime verletzen, drohen beim erstmaligen Verstoß Strafen von 15.000 Rubel, bzw. 500.000 Rubel. Bei wiederholter Verletzung der Festlegungen, drohen Strafen bis 300.000 Rubel für Bürger und bis zu einer Million für juristische Personen.

Die russische Fluggesellschaft „Pobeda“ stellt alle nationalen und internationalen Flüge ab 1. April bis 31. Mai ein.

Ausländer mit einem Aufenthaltstitel, welcher im jetzigen Zeitraum ausläuft, können in Russland verbleiben und formlos einen Antrag auf Verlängerung des Aufenthaltstitels schreiben und diesen bei der am nächsten gelegenen Behörde der Innenverwaltung abgeben.

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