Das Jahr 2020 beginnt in Russland mit vielen Neuerungen

Das Jahr 2020 beginnt in Russland mit vielen Neuerungen

 

Neues Jahr, neues Glück, neue Rechte, neue Pflichten, neue Gesetze. Russland beginnt das Jahr 2020 mit einer ganzen Reihe von Neuerungen, die hoffentlich 147 Mio. Russen, die in Russland leben, aber auch Ausländer mit Lebensmittelpunkt Russland, glücklich oder zumindest zufriedener machen.

 

 

Zum 1. Januar wird der Mindestlohn in Russland um über 800 Rubel, auf 12.130 Rubel angehoben. Kaliningrad hebt den Mindestlohn sogar auf 13.000 Rubel an.

Die russische Durchschnittsrente für nicht mehr arbeitende Rentner wird Anfang des Jahres  um 1.000 Rubel steigen. Im April werden dann die Sozial- und die Militärrenten angehoben.

Ab 1. Januar beginnt die Rentenreform in Russland zu greifen und das Renteneintrittsalter wird schrittweise angehoben. Im ersten Halbjahr 2020 können Frauen in Rente gehen, die in der zweiten Hälfte des Jahres 1964 geboren worden sind und Männer die im zweiten Halbjahr 1959 geboren sind.

Arbeitgeber sind ab 1. Januar verpflichtet, ihren Mitarbeitern einen bezahlten arbeitsfreien Tag in drei Jahren für eine Vorsorgeuntersuchung zu genehmigen. Arbeitnehmer im Vorrentenalter (fünf Jahre vor Renteneintritt) erhalten zwei freie Tage zweimal im Jahr.

Bürger im Alter ab 70 Jahren erhalten einen Gebührennachlass von 50 Prozent für die Einzahlungen in den Fond für Gemeinschaftseigentum (KapRemont). Bürger ab 80 Jahre werden vollständig von diesen Zahlungen befreit. Diese Vergünstigungen erhalten auch Familien, bei denen Personen in diesem Alter wohnen oder auch Invaliden der ersten und zweiten Stufe.

Ab 1. Januar kann die Bevölkerung Bruchholz in den Wäldern kostenlos und ohne Genehmigung sammeln. Auch das Sammeln von Pilzen und Beeren sowie Nüssen ist kostenlos, wenn diese wild wachsen.

Diejenigen, die eine naturbelassene individuelle Landwirtschaft betreiben wollen, haben Anspruch auf ein Grundstück, welches für die Zeit der Nutzung kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Der Staat hat mit Interessierten Verträge mit einer Laufzeit von mindestens einem bis maximal fünf Jahren abzuschließen.

Ab 1. Januar erhalten russische Arbeitnehmer ihre Arbeitsbücher in elektronischer Form. Dies hilft insbesondere bei der lückenlosen Erfassung der Arbeitstätigkeit im staatlichen Rentenfond zur Berechnung der Rente. Wer sein bisheriges Arbeitsbüchlein behalten will, kann dies tun.

Russland setzt das Experiment zur Besteuerung von sogenannten Selbstbeschäftigten fort. Darunter sind solche Tätigkeiten zu verstehen wie Haushaltshilfen, Friseure, Nachhilfelehrer usw. Diese sollen aus der sogenannten Grauecke herausgeholt werden und ihre Tätigkeit legalisieren. Ab Mitte des Jahres soll das Gesetz für ganz Russland eingeführt werden.

Das Kindergeld für das erstgeborene Kind wird nicht mehr 18 Monate sondern 36 Monate gezahlt. Gezahlt wird das Geld nur an Geringverdiener.

Autokäufer können ab sofort ihr Fahrzeug bereits im Autosalon registrieren. Jeder Fahrzeughändler hat einen Mitarbeiter zu qualifizieren, der für den Käufer eines Autos die ganzen Formalitäten erledigt.

Es wachsen die Akzise für alkoholische Erzeugnisse. Betroffen hiervon sind Weine und Sekterzeugnisse.

Die Zollfrei-Grenze für Pakete wird von 500 auf 200 Euro gesenkt. Empfänger müssen jetzt 15 Prozent Zoll auf die Summe zahlen, die den Wert von 200 Euro übersteigt, jedoch nicht weniger als zwei Euro für jedes Kilo über dem festgelegten Zollfrei-Gewicht von 31 Kilo. Im Sommer soll die Zollfrei-Summe auf 100 Euro und ab 2021 auf 50 Euro gesenkt werden.

In Kaliningrad wird der Regionaltransport teurer. Zwischen 1 bis neun Rubel kostet ein Ticket mehr, wenn man sich Richtung Ostseeküste bewegen will und hierfür die Regionalbahn nutzt.

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