Die Hunde haben gebellt, die Karawane zieht weiter

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Soeben haben die russischen Medien über neue, abgestimmte Sanktionen der USA und der Europäischen Union, gegen Russland informiert. Es handelt sich wiederum um personengebundene Sanktionen.  

 

Russische Medien informieren, dass die Europäische Union Sanktionen gegen hochgestellte russische Beamte verhängt habe, die nach Ansicht der westlichen Politiker verantwortlich sind für die Verhaftung, Verurteilung und Inhaftierung von Nawalny, sowie schuldig sind an der Nichteinleitung eines Ermittlungsverfahrens zur angeblichen Vergiftung desselben.

Betroffen von den personengebundenen Sanktionen sind:

 

Der Direktor des russischen Strafvollzugs Alexander Kalaschnikow

Der Vorsitzende des russischen Untersuchungskomitees Alexander Bastrykin

Der Generalstaatsanwalt Igor Krasnow

Der Direktor der RosGarde Viktor Solotow

 

Diesen Personen wird zukünftig die Einreise in die Europäische Union verwehrt. Alle Aktiva dieser Personen in den Ländern der Europäischen Union, sofern solche vorhanden sind, werden eingefroren.

 

Parallel zu den Sanktionen der Europäischen Union, haben die USA Sanktionen gegen sieben russische Persönlichkeiten und 14 Organisationen verhängt. Die Namen der Personen und Organisationen, wurden bisher nicht veröffentlicht. Russische Medien kommentieren, dass es sich bei den 14 Organisationen um neun russische, drei deutsche, eine Schweizer und ein staatliches Forschungsinstitut handeln soll.

 

Russischen Beamten ist es generell verboten, ins Ausland zu reisen und außerhalb Russlands Aktiva jeglicher Art zu haben. Nach Beginn der Sanktionswelle im Jahre 2014 wird sicherlich ein Großteil der betroffenen Personen dafür gesorgt haben, dass derartige Sanktionen ins Leere laufen.

 

Es bleibt abzuwarten, ob russische Unternehmer, die über viele Jahre, ihr in Russland erarbeitetes Vermögen ins Ausland verbracht haben, in der trügerischen Erwartung, dass es dort sicherer ist als in der Heimat, nun ebenfalls reagieren und versuchen, das bewegliche Hab und Gut nach Russland umzulagern, bevor weitere westliche Sanktionen im Gießkanne-Verfahren alle russischen Staatsbürger betreffen, welche Aktiva im westlichen Ausland haben.

 

Russland hatte bereits im Vorfeld der angekündigten Sanktionen versprochen, äquivalent zu reagieren. Man kann also davon ausgehen, dass auch amerikanischen und europäischen Politikern und Regierungsangehörigen die Einreise nach Russland verboten wird und mögliche Aktiva dieser Bürger in Russland eingefroren werden.

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Kommentare ( 2 )

  • Gego Tschetoch

    Veröffentlicht: 2. März 2021 23:16 pm

    Vielen Dank - Herr Niemeier - für diesen Bericht aus der kriegerischen Welt der Westlichen Werte-Gemeinschaft. Dabei beachte man im Besonderen die tägliche anti-russische Hetze durch die westlichen Medien, vor allem auch aus Deutschland. Man beachte ebenso diese ständigen wirtschaftlichen Sanktionen der EU/USA - sprich "OISA" - und schließlich das zunehmende Säbel-Rasseln der NATO an den Aussengrenzen zur Russischen Föderation. Alle diese Dinge offenbaren mir, dass diese Gemeinschaft an Tugenden verarmt ist, und dass den Regierungen des Westens die Fähigkeit entglitten ist, eine Ethik und eine Moral zu praktizieren, die sich auf die guten Sitten konzentriert. Stattdessen sind in der westlichen Berichterstattung deutliche Neigungen zum Säen von Zwie-Tracht zu erkennen, im wirtschaftlichen Bereich legen die Verantwortlichen einen permanenten Jäh-Zorn an den Tag, und beim aktuellen Wetzen der Waffen lässt sich bereits der Blut-Rausch ahnen!
    Das sind doch alles Werte aus der Unterwelt...

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 2. März 2021 23:26

      ... ja, die Aggressivität der westlichen Wertegemeinschaft wächst. Ich merke dies auch an den "angriffslustigen" Briefen, die mich erreichen.

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 3. März 2021 01:10 pm

    Ich bin ja auch der Meinung, daß die US-Administration samt ihrer ganzen vor allem EU-Vasallenhorde sich gegenseitig hochschaukeln, was sie machen würden, wenn ... Nun gab es aber auf die Ermordung des iranischen Generals vor etwa einem Jahr einen iranischen Gegenschlag auf den irakischen US-Stützpunkt in al Asad. Diese Eindrücke schildert Generalmajor Alan Johnson der US- Army dem CBS-Korrespondenten David Martin in einem Interview. Diese "Erlebnisse", obwohl nicht ein einziger US-Soldat dabei zu Tode kam, werden doch zentral ausgewertet. Da werden sich die Yankees es sich wohl mehrfach überlegen, da ja auch sie die russischen und chinesischen Waffen einschätzen können, welche Wirkungen diese bei den US-Soldaten ohne faktische Vorankündigung erzielt haben könnten. Diese US-Militärs wissen auch ganz genau, wenn sie es übertreiben, dann leidet Nordamerika, aber kräftig. Fakt ist doch, daß US-Amerikaner aus aller Herren Länder nicht so leidensfähig sind.

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